
Person auf Gleisen im Madrider Tunnel Atocha-Chamartín stoppt Hochgeschwindigkeitszüge nach Levante für fast eine Stunde
Adif hat am Montagmorgen den gesamten Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und der Region Levante eingestellt, nachdem eine Person in der Nähe der Gleise im Tunnel Atocha-Chamartín gesichtet worden war. Der Betrieb wurde gegen 11:00 Uhr wieder aufgenommen, doch es ist den ganzen Tag über mit Folgeverspätungen zu rechnen.
Betriebsunterbrechung
Der Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und dem Levante-Korridor kam am Montagmorgen zum Erliegen, nachdem der Infrastrukturbetreiber Adif eine Person auf den Gleisen im Tunnel zwischen den Bahnhöfen Atocha und Chamartín gemeldet hatte. Die Warnung wurde um 10:11 Uhr laut Europa Press ausgesprochen, doch Adif hatte die Unterbrechung bereits kurz nach 10:00 Uhr über soziale Medien mitgeteilt. Der Tunnel ist eine kritische unterirdische Verbindung für tausende tägliche Fahrgäste von und nach Ostspanien.
Alle drei Hochgeschwindigkeitsbetreiber (Renfe, Ouigo und Iryo) waren betroffen. Bereits im Tunnel befindliche Züge wurden gestoppt, und Renfe bestätigte, dass kein Zug, der Madrid mit Levante über den Tunnel verbindet, verkehrte. Fahrgäste an Bord berichteten, fast eine Stunde festgehalten worden zu sein, wobei einige Züge nahe Parla zum Stillstand kamen.
Derzeit verkehrt kein Zug, der Madrid mit Levante verbindet und durch den Tunnel fährt.
Ursache und Spekulation
Adif führte die Unterbrechung auf „die Anwesenheit einer Person in der Nähe der Gleise“ zurück und erklärte, die Maßnahme sei ergriffen worden, um einen schwerwiegenderen Vorfall zu verhindern. Der Infrastrukturbetreiber bestätigte nicht, ob eine Person angefahren wurde, obwohl Fahrgäste an Bord das Gerücht verbreiteten, es könnte zu einer Kollision gekommen sein. Eine offizielle Bestätigung einer Verletzung oder eines Todesfalls durch die Behörden erfolgte nicht.
Wiederherstellung und Restverspätungen
Der Betrieb wurde gegen 11:00 Uhr, etwa 50 Minuten nach der ersten Warnung, wieder aufgenommen. Renfe gab um 11:14 Uhr bekannt, dass die Fernverkehrszüge schrittweise ihre Fahrten wieder aufnehmen oder beginnen. Allerdings ist den ganzen Montag über im Korridor Madrid–Levante mit Restverspätungen zu rechnen, da die Fahrpläne neu aufgebaut werden.
Separater Vorfall in Katalonien
Am selben Morgen wurde auch der Zugverkehr in Katalonien gestört, nachdem eine Person an einem unerlaubten Überweg zwischen Cunit und Sant Vicenç de Calders erfasst worden war. Nahverkehrszüge und die Linie R2 Rodalies wurden eingestellt. Der Nahverkehr wurde später nach Freigabe durch die staatlichen Sicherheitskräfte wieder aufgenommen, während für die Rodalies-Fahrgäste ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet wurde.
- Adif meldet eine Person auf den Gleisen im Tunnel Atocha-Chamartín und stoppt den gesamten Hochgeschwindigkeitsverkehr Richtung Levante.
- Adif gibt die Betriebsunterbrechung offiziell bekannt; im Tunnel befindliche Züge werden angehalten.
- InfoRenfe bestätigt die totale Sperrung wegen einer Person auf den Gleisen, ohne Prognose für Wiederaufnahme.
- Der Verkehr wird wieder aufgenommen; Fernverkehrszüge nehmen ihre Fahrten schrittweise wieder auf.
- Renfe gibt bekannt, dass die Züge wieder anlaufen oder ihre Routen beginnen; mit Verspätungen den ganzen Tag über ist zu rechnen.

