
Tsitsipas schlägt Collignon 6-4, 6-7, 6-3 und gewinnt Swiss Open, erster ATP-Titel seit 16 Monaten
Der Grieche besiegte den Belgier Raphaël Collignon 6-4, 6-7(3), 6-3 im ATP-250-Sandplatzfinale und sicherte sich damit seine 13. Karrieretrophäe, die erste seit Dubai im März 2025.
## Spielbericht Stefanos Tsitsipas besiegte den Belgier Raphaël Collignon 6-4, 6-7(3), 6-3 im Finale des ATP-250-Swiss-Open in Gstaad am Sonntag. Das Spiel dauerte zwei Stunden und 17 Minuten auf den Sandplätzen des Berner Oberlands auf 1.050 Metern über dem Meeresspiegel. Tsitsipas servierte stark, setzte vier Asse ohne Doppelfehler und gewann 21 von 29 Punkten bei seinem zweiten Aufschlag. Er nahm den ersten Satz mit einem Break, dann erzwang Collignon durch den Gewinn des zweiten Satzes im Tiebreak 7-3 einen dritten Satz – es war sein sechster Tiebreak-Sieg im Turnier. Im dritten Satz wehrte Collignon vier Breakbälle ab, um mit 2:1 in Führung zu gehen, doch Tsitsipas antwortete mit 14 gewonnenen Punkten in Folge und drei Spielen in Serie, um zum 3:2 durchzubrechen. Er gab im Satz nur zwei Punkte bei eigenem Aufschlag ab und besiegelte den Titel mit einem weiteren Break.
Ich möchte damit beginnen, zu erwähnen, wie fantastisch das Finale heute war. Es ist lange her, daher bedeutet es mir sehr viel.
Ende einer langen Wartezeit
Der Titel ist Tsitsipas' erster seit dem Gewinn der ATP-500-Championships in Dubai am 1. März 2025, eine Durststrecke von 16 Monaten. Es ist die 13. ATP-Einzel-Trophäe seiner Karriere. Der Grieche, ein ehemaliger Weltranglistendritter, war auf Platz 85 abgerutscht und hatte am 22. Juni mit Platz 88 einen Tiefpunkt erreicht. Seit Dubai hatte er nicht einmal mehr ein Finale erreicht. Der Sieg macht ihn zum ersten griechischen Spieler, der das Turnier in Gstaad gewinnt; er löst den Kasachen Alexander Bublik als Titelträger ab. Tsitsipas wird mit der Veröffentlichung der neuen Weltrangliste am Montag wieder in die Nähe der Top 50 aufsteigen.
Es war eine lange Woche und es gab einige verrückte Matches.
Trainerwechsel und Wiedererstarken
Tsitsipas' Einbruch führte zu einer einschneidenden Veränderung: Ende Juni beendete er die langjährige Trainerpartnerschaft mit seinem Vater Apostolos und engagierte Thomas Perrin. Der Schritt zahlte sich in Gstaad sofort aus, wo er eine schwierige Auslosung meisterte. Er besiegte im ersten Durchgang den Peruaner Ignacio Buse, überstand in der Runde der letzten 16 gegen den Schweizer Wildcard-Spieler Jérôme Kym zwei Tiebreaks (und wehrte zwei Matchbälle ab) und schaltete den an Nummer vier gesetzten Arthur Rinderknech im Viertelfinale aus. Das Finale war sein drittes Dreisatz-Match in Folge. Tsitsipas hatte zudem zu Beginn des Jahres mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen, die ihn fast zum Rücktritt gezwungen hätten, doch in Gstaad zeigte er keine Anzeichen von Beschwerden. Sand war historisch gesehen sein bester Belag; alle seine drei Titel in Monte Carlo gewann er auf diesem Untergrund.
- Gewinnt Dubai ATP 500, letzter Titel vor der Durststrecke
- Fällt auf Weltranglistenplatz 88, tiefste Platzierung seit Jahren
- Beendet Trainerbeziehung mit Vater Apostolos, engagiert Thomas Perrin
- Besiegt Collignon im Gstaad-Finale, beendet 16-monatige Titeldurststrecke
Wie es weitergeht
Der Sieg gibt Auftrieb vor den am 30. August beginnenden US Open. Für Collignon, den 24-jährigen Weltranglisten-42., war es das erste ATP-Finale seiner Karriere. Er hatte sich zuvor im Halbfinale nach Rückstand gegen den Argentinier Juan Manuel Cerundolo mit 1-6, 7-6, 7-5 durchgesetzt. Tsitsipas, zweifacher Grand-Slam-Finalist (Roland Garros 2021, Australian Open 2023) und Gewinner der ATP Finals 2019 sowie dreier Monte-Carlo-Masters-Titel, will diesen Schwung in die nordamerikanische Hartplatzsaison mitnehmen.


