Gesundheit & Bildung · Kalamata

Tsipras und Georgiadis streiten über Personalmangel im ESY am Krankenhaus von Kalamata

Alexis Tsipras zitierte in einem Beitrag vom 4. November Aussagen von Beschäftigten des Krankenhauses von Kalamata, Gesundheitsminister Adonis Georgiadis antwortete am 5. November, wies die Kritik zurück und bestritt die Personalzahlen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, in.gr, NEWS 24/7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Kalamata · Griechenland
Wie es dazu kam
  1. 4.11.Tsipras veröffentlicht einen Social-Media-Beitrag mit Aussagen von Beschäftigten des Krankenhauses von Kalamata über Personalmangel
  2. 5.11.Georgiadis antwortet gegenüber ERTNews, bestreitet die Kritik und nennt Beschäftigtenzahlen

Tsipras zitiert Aussagen aus Kalamata

Alexis Tsipras, ehemaliger Ministerpräsident und heute Vorsitzender der Griechischen Linken Allianz (ELAS), griff Gesundheitsminister Adonis Georgiadis in einem Social-Media-Beitrag vom 4. November an. Der Beitrag stützte sich auf Schilderungen von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften des Krankenhauses von Kalamata, die Tsipras bei einem Besuch in Messinien getroffen hatte. Er argumentierte, diese Aussagen seien die Antwort auf die Fernsehauftritte des Ministers, auf Beiträge, die er als ironisch und populistisch beschrieb, und auf eine Sprache, die er gegenüber politischen Gegnern, Beschäftigten im Gesundheitswesen und klagenden Patientinnen und Patienten als abwertend bezeichnete. Tsipras sagte, die Schilderungen der Beschäftigten zeigten, dass das Nationale Gesundheitssystem (ESY) unterfinanziert und unterbesetzt sei, sodass Patientinnen und Patienten schlechter versorgt würden, als Bürgerinnen und Bürger erwarten dürften.

„Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte, die darum kämpfen, den Zusammenbruch des Nationalen Gesundheitssystems zu verhindern, beschreiben die Probleme, die die Existenz eines öffentlichen Nationalen Gesundheitssystems bedrohen.“

Alexis Tsipras, Ehemaliger Ministerpräsident

Die Schilderungen aus Kalamata

Die Beschäftigten berichteten von erschöpfenden Bereitschaftsdiensten, Stellenausschreibungen ohne Bewerberinnen und Bewerber und Schichten, in denen zwei Pflegekräfte 30 Patientinnen und Patienten versorgen. Eine Schilderung besagte, nahezu alle in der Abteilung litten unter Burnout, eine andere, in der gesamten Region gebe es am Wochenende auf der Peloponnes kein hämodynamisches Labor. Tsipras zitierte zudem die Aussage, wegen des Personalmangels würden Menschenleben verloren, und forderte den Minister auf, auf jede Beschwerde zu antworten. Diesen Berichten stellte er die Einweihungsveranstaltungen des Ministeriums gegenüber und verwies auf renovierte Stationen neben Bereichen, in denen Putz abfällt und Wasser eindringt, sowie auf gespendete CT-Geräte, für deren Betrieb nicht genügend Personal vorhanden sei. Außerdem sagte er, Wartelisten trieben Patientinnen und Patienten dazu, politische Gefälligkeiten zu suchen, um rechtzeitig operiert zu werden.

Georgiadis kontert

Georgiadis reagierte am 5. November in Äußerungen gegenüber ERTNews und weitete damit den Streit zwischen Regierung und ELAS aus. Zu Tsipras' Vorwürfen über den Personalmangel sagte er, er habe diesen nie bestritten.

„Ich habe nie gesagt, dass wir keinen Mangel haben. Natürlich haben wir Mangel. Alle Gesundheitssysteme haben Mangel.“

Adonis Georgiadis, Griechischer Gesundheitsminister

Dann kam er auf die Personalstärke zu sprechen. Georgiadis sagte, das ESY habe unter Tsipras 90.000 Beschäftigte gehabt und unter Mitsotakis 105.000, eine Differenz, die er mit etwa 16 Prozent bezifferte, und fragte, wie auf der höheren Stufe Personal fehlen könne. Er präsentierte die Zahlen als Beleg dafür, dass die frühere Zahl nicht ausgereicht habe, um Beschwerden zu vermeiden.

Von Georgiadis genannte Beschäftigtenzahlen des ESYBeschäftigte
Unter Tsipras (laut Georgiadis)
90000 Beschäftigte
Unter Mitsotakis (laut Georgiadis)
105000 Beschäftigte

Daten aus dem Artikeltext

Eine größere Auseinandersetzung über Korruptionsvorwürfe

Georgiadis verknüpfte seine Äußerungen mit Kommentaren von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis über Elon Musk. Er sagte, die Vorstellung, ein Milliardär könne den Ausgang einer Wahl kaufen, widerstrebe ihm, und dass solche Personen verlieren, wenn sie versuchen, sich in Wahlen einzumischen, sei ermutigend für die Demokratie. Er sagte zudem, eine wirtschaftliche Oligarchie habe die Rückkehr von Tsipras in die Politik unterstützt und werde nun besiegt. Zu den Strafgesetzbüchern und Tsipras' Äußerungen über Nicolás Maduro sagte Georgiadis, die Regierung habe nicht plötzlich beschlossen, die Gesetzbücher erneut zu überarbeiten, und behauptete, Tsipras seien Koffer von der Regierung Maduro geschickt worden. Er wies Tsipras' Behauptung zurück, dessen Regierung sei die korrupteste aller Zeiten gewesen und er selbst der ehrlichste Ministerpräsident, und sagte, Tsipras sei keine unschuldige Taube.

„Wenn man Tsipras ist und das alles auf dem Rücken trägt, hat man kein Recht, anderen wegen Korruption und Integrität den erhobenen Zeigefinger zu zeigen.“

Adonis Georgiadis, Griechischer Gesundheitsminister

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