
Mary Trump nennt Onkel ‚Frauenfeind‘ im kognitiven Verfall, warnt Europa vor Beschwichtigung
Die klinische Psychologin Mary L. Trump, die seit 2017 nicht mehr mit ihrem Onkel gesprochen hat, sagt, die Angriffe des US-Präsidenten auf Giorgia Meloni seien auf Unsicherheit und unbehandelte psychiatrische Störungen zurückzuführen, und sein Zustand werde sich nur verschlechtern.
Familiendiagnose einer klinischen Psychologin
In einem Video-Interview mit dem Corriere della Sera äußerte sich Mary L. Trump, klinische Psychologin und entfremdete Nichte von Donald Trump, vernichtend über den US-Präsidenten. Sie beschrieb ihn als „zutiefst unsicheren Mann“ und „schwächsten Menschen, den ich je getroffen habe“, und wies auf unbehandelte psychiatrische Störungen und einen deutlichen kognitiven Verfall hin. Die beiden sind seit 2017 entfremdet und in einen 100-Millionen-Dollar-Rechtsstreit verwickelt.
Donald ist ein Frauenfeind. Er mag keine Frauen, er respektiert keine Frauen. Seine schärfsten Angriffe richtet er oft gegen Frauen.
Der Meloni-Konflikt
Mary Trump führte die jüngsten verbalen Angriffe des Präsidenten auf die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf eine Mischung aus Frauenfeindlichkeit und seiner politischen Isolation zurück. Sie behauptete, Meloni habe sich als „gute NATO-Partnerin“ nach dem, was Mary das „totale Desaster“ des Krieges im Iran nannte, distanziert und sich geweigert, Washington zu helfen. Das, so sagte sie, habe bei ihrem Onkel eine typische Reaktion ausgelöst: Projektion und Schuldzuweisung.
Er verliert die Kontrolle über sich selbst und über die Erzählung, die er über sich und seine Kompetenz zu spinnen versucht. Das Einzige, was ihm einfällt, ist, anderen die Schuld zu geben.
Ein sich verschlechternder Zustand
Laut Mary Trump hat sich das Verhalten des Präsidenten in seiner zweiten Amtszeit verschlechtert. Sie verwies auf seine Unfähigkeit, das Wahlergebnis von 2020 zu akzeptieren, und ein lebenslanges Muster, auszuteilen, wenn er sich gedemütigt fühlt. Sie wies auf eine familiäre Vorbelastung mit Alzheimer hin – ihr Großvater wurde diagnostiziert – und sagte, ihr Onkel befinde sich „in einem schweren kognitiven Verfall“, mit Zuständen, die „mit der Zeit nur noch schlimmer werden können“.
Er verfällt körperlich, kognitiv, psychologisch und emotional. Der Iran ist derzeit nur das offensichtlichste Beispiel. Und wir sehen, dass er sich gegen Benjamin Netanjahu gewandt hat, von dem wir wohl sagen können, dass er sein engster Verbündeter war.
Rat an Europa
Mary Trump übte scharfe Kritik an europäischen Führern, die einen beschwichtigenden Kurs verfolgen, und hob Mark Rutte als „besonders schrecklich in dieser Situation“ hervor. Ihr Rezept ist knallhart: nicht klein beigeben, denn ein schwacher Mensch schöpft Kraft aus Beschwichtigung. Sie sagte voraus, dass jeder Aspekt des Verhaltens des Präsidenten „in jeder Hinsicht schlimmer werden“ wird, solange er an der Macht bleibt.


