
Trump droht Spanien mit Handelsstopp und erneuert Grönland-Anspruch beim NATO-Gipfel, bevor er die „großartige Zeit“ lobt
Der US-Präsident kam in Ankara wütend über die fehlende Unterstützung im Iran-Krieg an, drohte Spanien mit einem Handelsstopp und erneuerte seinen Anspruch auf Grönland, um den Gipfel dann als „außergewöhnlich erfolgreich“ zu bezeichnen.
Ankunft und sofortiger Zorn
Bei seiner Ankunft in Ankara am Dienstag machte Präsident Trump seinen Frust deutlich. Er sagte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, er sei „sehr enttäuscht von der NATO“, weil die europäischen Verbündeten die USA im Iran-Krieg nicht unterstützt hätten. Trump argumentierte, dass die USA militärische Hilfe erwarten könnten, wenn sie militärische Fähigkeiten beisteuerten, unabhängig vom Verteidigungsmandat der NATO. Der fragile Waffenstillstand in der Straße von Hormus macht europäische Verbündete wie Deutschland nicht bereit, Marinekräfte für Minenräumung bereitzustellen, was Trump weiter verärgert.
Ich war sehr enttäuscht von der NATO.
Grönland-Anspruch und Handelsdrohungen
Am nächsten Morgen verschärfte Trump seine Angriffe. Er bezeichnete Spanien als „schrecklichen“ Verbündeten und kündigte einen Stopp der Handelsbeziehungen an, da Madrid sich weigere, die Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP zu erhöhen und den USA die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe auf den Iran zu verweigern. Er erneuerte auch seine Forderung, dass Grönland, ein autonomes Gebiet Dänemarks, unter US-Kontrolle kommen solle, und drohte damit, alle amerikanischen Soldaten aus Europa abzuziehen.
Wir könnten alle unsere Soldaten aus Europa abziehen.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies dies scharf zurück und erklärte, Grönland stehe nicht zum Verkauf und Dänemark sei bereit, jeden Zentimeter des NATO-Territoriums zu verteidigen, einschließlich des eigenen.
Wir sind bereit, jeden Zentimeter des NATO-Territoriums zu verteidigen, einschließlich unseres eigenen.
Geschlossene Diplomatie
Trotz der öffentlichen Angriffe beschrieben Teilnehmer hinter verschlossenen Türen eine andere Atmosphäre. NATO-Generalsekretär Mark Rutte berichtete, dass Trump während der Arbeitssitzung der Verbündeten einen versöhnlichen Ton anschlug. Der Gipfel mündete in eine formelle Erklärung, in der alle 32 Mitglieder ihr Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 bekräftigten.
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Versöhnliches Finale
Bei seiner Abschlusspressekonferenz am Mittwochabend schlug Trump einen deutlich anderen Ton an. Er dankte Erdogan und Rutte, lobte die Einigkeit der Verbündeten und beschrieb die Stimmung im Raum als „unglaubliche Liebe“. Er nannte den Gipfel „außergewöhnlich erfolgreich“ und sagte, er habe eine „großartige Zeit“ gehabt.
Ich möchte nur sagen, dass es in diesem Raum unglaubliche Liebe gab.
Bündnis bekräftigt
Rutte stimmte in die positive Bewertung ein und nannte den Gipfel einen Beweis dafür, dass das Bündnis stärker sei als je zuvor. Er spielte die früheren Streitigkeiten herunter und sagte, dass Streitigkeiten Freundschaften stärkten. Die formelle Erklärung und die öffentliche Geschlossenheit krönten zwei Tage voller Spannungen und ließen das Bündnis intakt, aber mit offenen Fragen zum Engagement der USA.
Dieser Gipfel hat gezeigt, dass das Bündnis stärker ist als je zuvor.


