
Trump verhängt 50-Prozent-Zölle auf kanadische Milchprodukte, Alkohol und Zement mit Verweis auf diskriminierende Handelspraktiken
Präsident Donald Trump unterzeichnete am Montag eine Executive Order, die zusätzliche Zölle in Höhe von 50 % auf eine Reihe kanadischer Waren, darunter Wein, Eishockeyschläger und Zement, verhängt. Die Maßnahme soll in 30 Tagen in Kraft treten.
Die Ankündigung
Präsident Donald Trump unterzeichnete am Montag, dem 20. Juli 2026, eine Executive Order, die zusätzliche Zölle in Höhe von 50 % auf eine breite Palette kanadischer Produkte verhängt. Das Weiße Haus erklärte, die Maßnahme sei eine Reaktion auf „diskriminierende Handelspraktiken“ Ottawas und nicht auf die Waldbrandverschmutzung, die Trump Tage zuvor angeführt hatte. Die Zölle sollen in 30 Tagen in Kraft treten, was ein schmales Zeitfenster für Verhandlungen lässt.
Betroffene Produkte und Ausnahmen
Die Anordnung umfasst Milchprodukte, Honig, Alkohol, Zement, Wein und Eishockeyschläger sowie andere Waren. Sogar Güter, die zuvor durch das Abkommen zwischen Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko (CUSMA) geschützt waren, sind eingeschlossen. Mehrere als essenziell eingestufte Sektoren sind ausdrücklich ausgenommen: Energie, Kali, Fischereiprodukte und kritische Mineralien.
Begründung und Handelsstreitigkeiten
Die Regierung berief sich auf ein Handelsgesetz von 1930 und verwies auf langjährige Beschwerden. Washington wirft Ottawa vor, den Zugang für amerikanische Autos und Milchprodukte einzuschränken, und stellt fest, dass die meisten kanadischen Provinzen US-amerikanischen Alkohol seit der ersten Runde von Trump-Zöllen im Jahr 2025 boykottieren. Ein Streitbeilegungsgremium im Rahmen von CUSMA hatte Ende 2023 zugunsten Kanadas über Milchkontingentgrenzen entschieden, doch die USA haben mehrere Verfahren ohne Lösung eingeleitet.
Im Gegensatz zu anderen Partnern und Verbündeten setzt Kanada seine Vergeltungsmaßnahmen gegen die Vereinigten Staaten und deren Bemühungen zur Neuausrichtung seiner Handelsbilanz fort.
Greer fügte hinzu, Kanada habe amerikanischen Alkohol aus den Regalen genommen, europäischen Milchprodukten besseren Zugang gewährt und die Exporte von US-Fahrzeugen durch umgesiedelte Unternehmen gedeckelt.
Kanadische Reaktion
Premierminister Mark Carney erklärte, Ottawa sei bereit, die Handelsgespräche zu intensivieren. Er bezeichnete die Zölle als die jüngste einseitige US-Maßnahme, die einen direkten Verstoß gegen CUSMA darstelle.
Dies ist die jüngste in einer Reihe einseitiger Handelsmaßnahmen, die von den Vereinigten Staaten durch die Verhängung einer Reihe von Zöllen in direktem Verstoß gegen das Abkommen zwischen Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko eingeleitet wurden.
Was als Nächstes kommt
Der 30-tägige Umsetzungszeitraum lässt Raum für einen Kompromiss, aber der Schritt belastet ein bereits angespanntes Verhältnis zusätzlich. Die Zölle kommen zu den bestehenden sektoralen Abgaben auf Stahl und Aluminium sowie einer vorübergehenden 10-Prozent-Abgabe auf einige Nicht-CUSMA-Waren hinzu. Da beide Seiten sich verhärtet haben, droht der Streit weiter zu eskalieren.
- Trump droht Kanada mit Zöllen wegen Waldbrandverschmutzung, die den Nordosten der USA betrifft
- Executive Order unterzeichnet, die zusätzliche Zölle in Höhe von 50 % auf kanadische Waren verhängt
- Zölle sollen 30 Tage nach Unterzeichnung in Kraft treten

