Kurz gefasst
- November 2024Bezeichnet ABC News' Mary Bruce nach einer Frage zu Jamal Khashoggi als schreckliche Journalistin
- November 2025Fordert Bloombergs Catherine Lucey nach einer Frage zu Jeffrey-Epstein-Dokumenten auf, ruhig zu sein
- Mai 2026Nennt MS NOWs Akayla Gardner wegen Kostenüberschreitungen bei einem Ballsaal im Weißen Haus dumm
- 20. Oktober 2026Fordert The Independents Andrew Feinberg auf, ruhig zu sein, und fragt, ob er krank sei
Der Wortwechsel im Oval Office
Am Dienstag, 20. Oktober unterbrach Donald Trump den White-House-Korrespondenten von The Independent, Andrew Feinberg, bei einer Fragerunde im Oval Office mehrfach. Feinberg hatte zunächst auf Golfplätze im Besitz des Präsidenten verwiesen, woraufhin Trump ihn aufforderte zu warten. Als der Reporter erneut nachhakte, erhob Trump die Stimme und forderte ihn zweimal auf, ruhig zu sein. Mehreren Medien zufolge fragte Trump ihn anschließend, was mit ihm nicht stimme und ob er ein kranker Mensch sei.
„Ruhe. Ruhe! Was ist mit Ihnen los?“
Feinberg antwortete, soweit er wisse, sei er nicht krank. In einem späteren Artikel schrieb er, er habe erst kürzlich seine jährliche medizinische Untersuchung ohne Probleme bestanden und mache einfach seine Arbeit.
Fragen zu den Golfplatzplänen
Feinbergs Frage betraf geplante Veränderungen im East Potomac Park in Washington, D.C., darunter ein neuer Golfplatz. Trumps Reaktion fiel zusammen mit der Vorstellung eines Programms, mit dem Menschen belohnt werden, die mutmaßlichen Betrug in der Regierung melden. Berichte beschreiben den Termin als Betrugs-Hinweisgeberfonds von 25 Millionen Dollar, bei dem Hinweise, die zu erfolgreichen Strafverfolgungen führen, für finanzielle Prämien in Frage kommen.
Vance mischt sich ein
Vizepräsident JD Vance teilte eine Aufnahme des Wortwechsels auf X und verspottete den Reporter: Er nannte ihn einen Schwachkopf und erklärte, Trump habe ihn in seine Schranken gewiesen. Feinberg entgegnete, wenn Vance ihn beleidigen wolle, solle er den Mut haben, seinen Account in dem Beitrag zu markieren.
Eine Reihe von Zusammenstößen mit Reportern
Trump ist während seiner ersten Amtszeit und in seiner aktuellen Regierung immer wieder verbal mit Journalisten aneinandergeraten. Im November 2025 forderte er Bloombergs Catherine Lucey auf, ruhig zu sein, und nannte sie "piggy", nachdem sie nach Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein gefragt hatte. Im Mai 2026 nannte er MS NOWs Akayla Gardner dumm, als sie nach Kostenüberschreitungen bei einem geplanten Ballsaal im Weißen Haus fragte. Im November 2025 bezeichnete er zudem ABC News' Mary Bruce als schreckliche Journalistin, nachdem sie den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman nach der Tötung von Jamal Khashoggi gefragt hatte.
Die Reaktion der Reporter
Feinberg schrieb, er habe beschlossen, bei dem Termin seine eigenen Fragen zu stellen, statt der Liste zu folgen, die er mit Kollegen vorbereitet hatte. Er kündigte an, am folgenden Tag ins Weiße Haus zurückzukehren. Berichte weisen zudem darauf hin, dass im September Einschränkungen des Zugangs für Journalisten von CNN, MS NOW und Politico angekündigt worden waren.