
Trump beschuldigt Huthis, nach Angriff auf Flughafen von Riad die Ölpreise zu treiben
Die Huthi-Rebellen reklamierten am Samstag, dem 10. Oktober, einen Angriff auf den Flughafen von Riad für sich, bei dem nach einigen Zählungen mindestens 13 Menschen getötet wurden. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition fordert die Zivilbevölkerung in Sanaa nun auf, ein Treibstoffgelände vor einem möglichen Angriff zu verlassen.
Trump macht die Huthis für die Ölpreisentwicklung verantwortlich
US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dem 13. Oktober, die Huthi-Milizen im Jemen versuchten gezielt, die Ölpreise vor den US-Zwischenwahlen am 3. November in die Höhe zu treiben. In einem Beitrag auf Truth Social schrieb er, die Gruppe habe auf Geheiß Irans ihre Angriffe wieder aufgenommen, nach einer Phase relativer Ruhe, die auf US-Angriffe im Jemen im Jahr 2025 gefolgt sei. Er habe geglaubt, die Huthis hätten ihre Lektion gelernt, und seine Warnung gelte nicht nur mit Blick auf die Wahl. Trumps Worte über die Gruppe lauteten:
Die Huthis verhalten sich sehr schlecht
Er machte deutlich, dass die Warnung über den Urnengang hinaus Bestand haben werde, und schrieb:
Ich werde auch nach den Wahlen da sein, und ich werde es nie vergessen!
Bereits am Dienstag hatte Trump gegenüber Reportern gesagt, er werde den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan "vielleicht" bitten, zugunsten saudischer Interessen einzugreifen, und hinzugefügt, Erdogan werde tun, worum er ihn bitte.
Angriffe auf den Flughafen von Riad und saudische Warnungen
Zu den Huthi-Angriffen zählten Attacken auf den König-Khalid-Flughafen in Riad, der daraufhin geschlossen werden musste. Ein Angriff dort am Samstag, dem 10. Oktober, tötete nach einigen Zählungen mindestens 13 Menschen und verletzte mehr als 300. Andere Berichte nennen mindestens 12 Tote, und eine Darstellung zählte mindestens 18 Tote über die Serie von Angriffen auf den Flughafen hinweg. Am Sonntag, dem 11. Oktober, wurde bei einem weiteren Angriff auf den Flughafen eine weitere Person getötet und fast ein Dutzend Menschen verletzt. Die Huthis reklamierten die Verantwortung für den tödlichsten Angriff in Saudi-Arabien seit mehr als einem Jahrzehnt für sich, und mehrere Fluggesellschaften haben ihren Dienst in das Königreich ausgesetzt. Saudi-Arabien hatte wenige Tage vor den Angriffen aufgehört, öffentliche Warnungen vor unmittelbar bevorstehenden Attacken zu verbreiten, und die Regierung hat nicht erklärt, warum. Die Zivilschutzbehörde und das Medienbüro der Regierung antworteten nicht auf per E-Mail gestellte Fragen.
Bodenkämpfe und Drohungen im Jemen
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition veröffentlichte am Dienstag eine seltene Erklärung, in der sie die Zivilbevölkerung in Sanaa aufforderte, das Gelände der Yemeni Oil Company und nahe gelegene Lagerflächen in al-Subaha vor einem möglichen Angriff zu verlassen. Das Gebiet liegt auf einem Hügel mit Blick auf die Hauptstadt und ist nicht dicht besiedelt, doch eine Tankstelle in der Nähe wird von der Öffentlichkeit genutzt. Der militärische Sprecher der Huthis, Yahya Saree, erklärte auf Telegram, jeder saudische Angriff auf Sanaa werde in Riad eine "entschlossene und schmerzhafte" Antwort nach sich ziehen. Der Sprecher der Koalition, Turki al Maliki, teilte in den sozialen Medien mit, drei ballistische Raketen seien abgefangen und zerstört worden, zwei mit Ziel Jamis Mushait im Südwesten und eine mit Ziel Riad.
- Jamis Mushait
- 2 Raketen
- Riad
- 1 Raketen
Die Huthis, die große Teile des Jemen kontrollieren, kämpfen seit 2014 gegen die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung. Die Eskalation folgte auf die Einnahme wichtiger Gebiete entlang der Meerenge Bab el-Mandeb durch die Rebellen im September, einer Wasserstraße, die für die Ölverschiffung aus dem Golf entscheidend ist. Die Regierungstruppen des Jemen kündigten am 4. Oktober eine groß angelegte Offensive an, um von den Huthis erobertes Gebiet zurückzugewinnen und in Richtung Sanaa vorzurücken, unterstützt von der von Riad geführten Koalition.
- Huthis erobern wichtige Gebiete entlang der Meerenge Bab el-Mandeb
- Huthis erobern eine wichtige Kleinstadt bei Taiz und umzingeln die Stadt weitgehend
- Angriff auf den Flughafen von Riad tötet je nach Bericht 12 oder 13 Menschen und verletzt mehr als 300
- Zweiter Angriff auf den Flughafen tötet eine weitere Person
- Trump beschuldigt die Huthis, vor den Midterms höhere Ölpreise anzustreben
In Taiz, der drittgrößten Stadt des Jemen mit mehr als 1 Million Einwohnern, eroberten die Huthis am 4. Oktober eine wichtige Kleinstadt, umzingelten die Stadt weitgehend und schnitten den Großteil der Versorgung aus regierungskontrollierten Gebieten ab. Anwohner berichteten, die Vorräte an Diesel und Kochgas gingen zur Neige, und Händler erhöhten die Preise für Lebensmittel und Wasser.
Diplomatie und Folgen für den Sport
Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty forderte die Huthis auf, ihre Angriffe auf Saudi-Arabien sofort einzustellen, und drängte auf Diplomatie zwischen Iran und den Vereinigten Staaten, um eine weitere Eskalation abzuwenden. Am Montag, dem 12. Oktober, sagte Erdogan, die Türkei stehe an der Seite Saudi-Arabiens gegen das, was er gesetzlose und unmenschliche Angriffe nannte. Am Dienstag teilte er Kronprinz Mohammed bin Salman in einem Telefonat mit, die Türkei werde dem Königreich beistehen, wie das Kommunikationsbüro der türkischen Präsidentschaft mitteilte.
Auch der Sport ist betroffen. Die Asian Tour erklärte, sie beobachte die Lage vor der PIF Saudi International im Riyadh Golf Club vom 18. bis 21. November genau und werde etwaige Änderungen des Zeitplans bekannt geben, sobald eine Vorgehensweise feststehe. Die Turnierserie erklärte:
Die Sicherheit unserer Spieler, Mitarbeiter und Serviceteams hat für uns immer oberste Priorität.
Football Australia teilte mit, auch sein Sicherheitsteam beobachte die Lage, vor dem Asien-Pokal in Saudi-Arabien vom 7. Januar bis 5. Februar 2027 mit 24 Teams und fünf der acht Spielorte in Riad.