
Huthi-Angriff auf Ölanlagen in Riad und Yanbu – Türkei sagt Militärhilfe zu
Jemens Huthi-Rebellen haben am Samstag Raketen und Drohnen auf Riad und Yanbu abgefeuert. Daraufhin bot die Türkei Verteidigungsunterstützung an, und die USA gaben weltweite Sicherheitswarnungen heraus.
Angriffe auf Riad und Yanbu
Die jemenitische Huthi-Aufstandsbewegung startete am Samstag, dem 19. September 2026, einen koordinierten Angriff mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Angriffsdrohnen auf Saudi-Arabien. Der Huthi-Militärsprecher Yahya Sarea erklärte, die Offensive habe aus zwei Operationen gegen sensible Infrastruktur bestanden. Die Angriffe zielten auf strategische Orte in der Hauptstadt Riad sowie auf petrochemische Anlagen des staatlichen Energiekonzerns Saudi Aramco im Rotmeerhafen Yanbu. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die dunkle Rauchsäulen in der Nähe des King-Khalid-International-Flughafens in Riad zeigten, während Huthi-Vertreter behaupteten, die Angriffe hätten an beiden Zielorten erhebliche Brände ausgelöst.
- Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan unterzeichnen das Mekka-Verteidigungsabkommen
- Vorwürfe tauchen auf, die einen Huthi-Angriff auf Mekka behaupten
- Fehlgeschlagene Luftabwehrinterzeption in Taif fordert einen Toten und mehrere Verletzte
- Saudi-Behörden geben Notfallwarnungen in acht Städten, darunter Riad, heraus
- Huthi-Kräfte starten Raketen- und Drohnenangriffe auf Riad und Aramco-Anlagen in Yanbu
Vergeltungsansprüche und Bodeneskalationen
Huthi-Vertreter bezeichneten die Offensive als direkte Vergeltung für die jüngsten saudisch geführten Militäroperationen im Jemen. Sarea berichtete, saudische Flugzeuge – namentlich F-15- und Typhoon-Kampfjets, die auf den Luftwaffenstützpunkten Khamis Mushait und Taif stationiert sind – hätten innerhalb der vergangenen sieben Tage 732 Luftangriffe im gesamten Jemen durchgeführt. Der Sprecher wies zudem die am Mittwoch erhobenen Vorwürfe zurück, die Huthi hätten die heilige Stadt Mekka angegriffen, und bezeichnete die Anschuldigung als völlige Falschbehauptung. Sarea führte zivile Schäden auf saudischem Territorium, darunter einen Angriff in Taif zwei Tage zuvor, der einen Toten und mehrere Verletzte forderte, auf Splitter fehlgeschlagener Abfangversuche der saudischen Luftabwehr zurück und versprach, eine Politik der Blockade für Blockade durchzusetzen.
Die von den saudischen Feindmedien verbreitete falsche Propaganda, wir würden Zivilisten angreifen, entbehrt jeder Grundlage; solche Behauptungen sind schlicht das Ergebnis fehlgeschlagener Abfangversuche der Abwehrsysteme des saudischen Feindes.
Ankara sagt Verteidigungsunterstützung zu
Der türkische Außenminister Hakan Fidan reagierte auf die Angriffe in einem Interview mit NTV und verurteilte die Angriffe auf die territoriale Souveränität und die Ölinfrastruktur Saudi-Arabiens. Fidan erklärte, die Türkei bleibe ihren Verteidigungsverpflichtungen aus dem trilateralen Mekka-Verteidigungsabkommen treu, das im August 2026 mit Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnet wurde. Der Außenminister deutete an, dass Ankara bereit sei, technische und militärische Anforderungen Riads zu erfüllen, äußerte jedoch Besorgnis über die seit Monaten ins Stocken geratenen diplomatischen Gespräche zwischen den USA und dem Iran.
Die Krise wurde bis zu einem gewissen Punkt toleriert, aber ihre wirtschaftlichen Auswirkungen übersteigen nun das erträgliche Maß.
Washington gibt weltweite Sicherheitswarnungen heraus
Das US-Außenministerium gab am Samstag eine formelle Sicherheitswarnung heraus und riet allen amerikanischen Staatsbürgern im Nahen Osten zu erhöhter Wachsamkeit aufgrund der Risiken einer raschen regionalen Eskalation. Das Außenministerium forderte Reisende auf, Reisen in den oder durch den regionalen Luftraum zu überdenken, und warnte vor möglichen Flugausfällen, plötzlichen Routenschließungen und Störungen des kommerziellen Verkehrs. US-Behörden versetzten zudem diplomatische Vertretungen und Unternehmenseinrichtungen weltweit in erhöhte Alarmbereitschaft und verwiesen auf Bedrohungen durch den Iran und verbundene regionale Milizen. Die Warnung folgte auf zivile Notfallwarnungen der saudischen Behörden in acht Städten am Freitagabend, die am Samstag wieder aufgehoben wurden.


