
Donald Trump verspricht, den 10%-US-Zoll auf irischen Whiskey bei Besuch in Doonbeg-Golfresort abzuschaffen
US-Präsident Donald Trump kündigte am Ende seines zweitägigen Irland-Besuchs die Abschaffung des 10%-Importzolls auf irischen Whiskey an. Er sprach gemeinsam mit Turniersieger Shane Lowry in seinem Golfresort Doonbeg in der Grafschaft Clare.
Ankündigung in Doonbeg
US-Präsident Donald Trump kündigte am Sonntag, den 13. September 2026, an, dass die Vereinigten Staaten die Importzölle auf irischen Whiskey abschaffen werden. Die Ankündigung erfolgte bei der Trophäenverleihung des Irish-Open-Golfturniers, das in Trumps Resort in Doonbeg, County Clare, stattfand. Trump wandte sich an die Zuschauer, bevor er die Siegertrophäe an den irischen Golfer Shane Lowry übergab, und erklärte, er habe sich nach wiederholten Appellen irischer Führungspersönlichkeiten und Sportler zur Aufhebung der Zölle entschlossen.
Alle haben mich genervt. Sie sagen: 'Kannst du mir einen Gefallen tun? Es ist so unfair, was da abgeht. Könntest du vielleicht die Zölle auf irischen Whiskey streichen?' Und ich sagte, im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika: Ich werde die Zölle streichen.
Bilaterale Gespräche und politische Reaktion
Die Ankündigung schloss Trumps zweitägigen Irland-Besuch ab, der am Samstag mit offiziellen Terminen in Dublin begann. Bei einem Treffen in Farmleigh am 12. September sprach Taoiseach Micheál Martin den Whiskey-Zoll direkt beim amerikanischen Präsidenten an. Martin thematisierte in ihrem Gespräch auch die Lage in Gaza. Der zweite Tag des Präsidentenbesuchs verlief in der Grafschaft Clare privater und konzentrierte sich auf das Golfturnier, bevor Trump planmäßig vom Flughafen Shannon abreiste.
Irische politische Führer reagierten am Sonntagabend auf die Ankündigung in Doonbeg. Tánaiste Simon Harris bezeichnete die Entscheidung als wirtschaftlich bedeutsam für die bilateralen Beziehungen zwischen Dublin und Washington. Minister für Unternehmen Peter Burke erklärte, die Aufhebung der Zölle schütze heimische Arbeitsplätze, und wies darauf hin, dass die USA ein wichtiger Markt für regionale Brennereien im ganzen Land seien. Lowry reagierte mit Humor auf seiner Pressekonferenz nach dem Turnier und scherzte, die irischen Brennereien sollten ihm einen Scheck für seine Rolle bei der Thematisierung schicken.
Auswirkungen auf die Branche und Handelsbilanz
Die Irish Whiskey Association begrüßte die Entscheidung und wies auf die gegenseitigen wirtschaftlichen Vorteile beider Länder hin. Laut Verbandsdirektor Eoin Ó Cáitín beliefen sich die Exporte von irischem Whiskey in die USA im Jahr 2025 auf 450 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum kauften irische Brennereien amerikanische Whiskeyfässer im Wert von 80 Millionen Euro zur Reifung ihrer Spirituosen.
- Irische Whiskey-Exporte in die USA
- 450 €M
- Irische Käufe von US-Fässern
- 80 €M
Diese Beziehung steht für Tausende von Arbeitsplätzen und Millionen an Investitionen auf beiden Seiten des Atlantiks, und die Rückkehr zum zollfreien Handel für unsere irischen Whiskey-Brennereien wird diesen Erfolg stärken und zu weiterem Wachstum und Investitionen führen.
Transatlantischer Handelskontext
Irische Whiskey-Produzenten waren in den letzten zwei Jahren mit wechselnden US-Handelspolitiken konfrontiert. Im Rahmen eines im Sommer 2025 vereinbarten transatlantischen Rahmens wurden die US-Zölle auf Waren aus der Europäischen Union auf 15 % gedeckelt, ein Satz, der auf irischen Whiskey angewandt wurde, bevor er anschließend auf 10 % gesenkt wurde. Allerdings gerieten irische Produzenten nach Mai 2026 in Nachteil, als Washington nach einem Besuch von König Charles alle Zölle auf aus dem Vereinigten Königreich importierten Whiskey aufhob. Diese Ausnahme führte dazu, dass schottische und nordirische Brennereien zollfrei auf dem US-Markt handeln konnten, während Produkte aus der Republik Irland weiterhin mit dem 10%-Zoll belegt waren.
- US-EU-Handelsabkommen begrenzt Zölle auf europäische Importe auf 15%
- USA heben Importzölle auf Whiskey aus dem Vereinigten Königreich nach Besuch von König Charles auf
- Taoiseach Micheál Martin spricht Whiskey-Zölle bei Treffen in Farmleigh an
- Trump kündigt Abschaffung der Zölle auf irischen Whiskey im Golfresort Doonbeg an
Bei der Zeremonie in Doonbeg wurde kein konkreter Umsetzungstermin für die Zollabschaffung genannt, sodass die Brennereien auf formelle Regulierungsmaßnahmen aus Washington warten müssen.


