Diplomatie · Berlin, Magdeburg und Washington

Friedrich Merz sagt Telefonat mit Donald Trump ab, nachdem US-Präsident AfD-Wahlsieg lobt

Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein geplantes Telefonat mit Donald Trump verschoben, nachdem der US-Präsident den Wahlsieg der Alternative für Deutschland in Sachsen-Anhalt öffentlich gefeiert hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, Deutsche Welle, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2024
Wie es dazu kam
  1. 6.09.AfD gewinnt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 % der Stimmen.
  2. 7.09.Friedrich Merz bezeichnet den Wahlausgang als schwerste Niederlage der CDU seit Jahrzehnten.
  3. 8.09.Donald Trump postet auf Truth Social, feiert den AfD-Sieg und kritisiert die deutsche Einwanderungspolitik.
  4. 9.09.Die Bundesregierung bestätigt die Verschiebung des geplanten Telefonats zwischen Merz und Trump.

Vertagte Telefondiplomatie

Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein für Mittwoch geplantes bilaterales Telefonat mit US-Präsident Donald Trump verschoben. Regierungssprecher Stefan Kornelius nannte gegenüber Journalisten keinen konkreten Grund für die Entscheidung, stellte jedoch klar, dass terminliche Überschneidungen nicht ursächlich waren. Das Gespräch war unter anderem zur Abstimmung über die Vorbereitungen der Gedenkfeierlichkeiten zum 25. Jahrestag des 11. September 2001 vorgesehen. Kornelius betonte, Merz lehne Einmischung oder Kommentare von außen in die innerdeutsche Politik und Wahlprozesse grundsätzlich ab. Im Juli hatte Merz erklärt, Deutschland mische sich nicht in amerikanische Wahlen ein und er wünsche nicht, dass die US-Regierung oder ihr nahestehende Institutionen sich in deutsche Wahlen einmischten. Berliner Beamte bestätigten, dass noch kein neuer Termin vereinbart wurde.

Trumps Reaktion auf die Sachsen-Anhalt-Wahl

Der diplomatische Disput folgte auf Kommentare, die Trump am Dienstagabend auf Truth Social zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt veröffentlichte. Trump hatte zunächst am Sonntag eine Grafik der Wahlergebnisse auf Deutsch geteilt, bevor er eine direkte Botschaft zur Feier der Alternative für Deutschland (AfD) postete.

„Die populistische Partei in Deutschland hatte gerade eine wirklich große Nacht. Sie haben es endgültig satt mit den absolut schrecklichen Einwanderungsregeln und -vorschriften, die Deutschland so sehr geschadet haben. Sie sind auf dem Vormarsch und lassen sich das nicht mehr gefallen!“

Donald Trump, Präsident

Trump beendete seinen Beitrag mit dem Akronym „MGGA“, kurz für „Make Germany Great Again“. Auch der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, begrüßte das Ergebnis und erklärte, die Wähler seien bereit für Veränderung, unabhängig von den Etiketten, die ihnen angeheftet würden. Andere prominente Amerikaner hatten zuvor ebenfalls Unterstützung für die Partei geäußert, darunter Elon Musk, der per Videokonferenz eine AfD-Wahlkampfkundgebung während der Bundestagswahl 2025 ansprach, und Vizepräsident J.D. Vance, der die Gruppierung im Januar 2025 auf der Münchner Sicherheitskonferenz verteidigte.

Innerstaatliche Folgen und Wahlausgang

Die am Sonntag abgehaltene Landtagswahl in Sachsen-Anhalt brachte der AfD mit 43,8 % der Stimmen den ersten Platz ein – ihr höchster Stimmenanteil bei einer deutschen Landtagswahl. Die Wahlbeteiligung lag landesweit bei 78 %. Die CDU von Merz, die zuvor den ersten Platz im Landtag innehatte, fiel mit 17,2 % auf den zweiten Platz zurück. Der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt stuft den dortigen AfD-Landesverband als rechtsextremistische Organisation ein.

„Wir sind alle schockiert, das ist die größte Niederlage für die CDU seit Jahrzehnten.“

Friedrich Merz, Bundeskanzler von Deutschland und Vorsitzender

Merz erklärte am Montag, die Niederlage werde politische Konsequenzen haben, und deutete an, dass politische Reformen nötig seien. Er hatte die Partei zuvor als rassistisch, als Bedrohung für demokratische Institutionen und als Befürworter einer Politik der ethnischen Säuberung bezeichnet.

Stimmenanteile bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt%
AfD
43.8 %
CDU
17.2 %

Daten aus dem Artikeltext

Transatlantische Spannungen und frühere Begegnungen

Die Meinungsverschiedenheit folgt auf frühere politische Reibungen zwischen den beiden Regierungen in der Außen- und Verteidigungspolitik. Während eines bilateralen Treffens im Weißen Haus im Juni 2025 drängte Merz Trump zu einer härteren Haltung gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine, während Trump den Krieg mit einem Streit unter Kindern verglich. Die Beziehungen schienen sich während des G7-Gipfels in Évian vor drei Monaten zu verbessern, wo Merz Trump zu dessen 80. Geburtstag ein deutsches Fußballnationaltrikot mit der Aufschrift „Trump 47“ überreichte und bemerkte, beide Führungspersönlichkeiten stünden im selben Team. Die Beziehungen haben sich jedoch weiter verschlechtert, nachdem US-Beamte, darunter Außenminister Marco Rubio, deutsche Geheimdienstberichte kritisierten, die die AfD als extremistische Organisation einstufen.

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Quellen und Kontext

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