Trump kündigt nach Verteidigungspakt umfangreiche Öl-, Gas- und Mineraliensuche in Grönland an
Trump erklärte am Mittwoch, dem 14. Oktober, die Arbeiten an Öl, Gas und Mineralien in Grönland stünden kurz vor dem Beginn, ohne Projekte, Zeitpläne oder Unternehmen zu nennen. Die Aussage folgt auf ein Verteidigungsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Dänemark und Grönland, das am 22. September unterzeichnet wurde.
Ein Beitrag auf Truth Social
Donald Trump erklärte am Mittwoch, dem 14. Oktober, in einem Beitrag auf Truth Social, eine groß angelegte Suche nach Öl, Gas und Mineralien in Grönland stehe kurz bevor. Er nannte die Insel "unser neues und wunderschönes Grönland", machte aber keine Angaben zu Projekten, Standorten oder Zeitplan. Er behauptete, Experten hielten die Vorkommen leicht zugänglichen Öls dort für größer als in nahezu jedem anderen Gebiet der Erde. Der Ankündigung vorausgegangen war ein Verteidigungsabkommen, das die Vereinigten Staaten, Dänemark und Grönland am 22. September unterzeichnet hatten.
Sicherheit und Trumps frühere Haltung
Trump argumentierte zudem, Grönland sei zentral für die Verteidigung sowohl Amerikas als auch Europas.
From a Security Purpose in the Defense and Offense of both the United States of America, and Europe, is second to none.
Im selben Beitrag schrieb er, jeder künftige Angriff auf die Vereinigten Staaten müsse Grönland überqueren, wo amerikanische Streitkräfte routinemäßig Drohnen und Raketen abfangen würden. Die Insel biete Zeit, Lage und eine Sichtlinie, die kein anderer Ort der Welt erreiche. Während seiner ersten Amtszeit hatte er vorgeschlagen, die Vereinigten Staaten sollten die Kontrolle über das dänische Territorium mit Gewalt übernehmen. Diese Rhetorik verstärkte sich nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus und nährte die Aussicht auf einen ernsten Bruch mit den europäischen Verbündeten. Ende Januar 2026 ließ er die Annexionsidee nach Absagen aus Dänemark, der Europäischen Union und von den Grönländern fallen.
- Trump lässt seine Annexionsidee nach Absagen aus Dänemark, der EU und von den Grönländern fallen
- Vereinigte Staaten, Dänemark und Grönland unterzeichnen das Verteidigungsabkommen
- Mehrheit des grönländischen Parlaments signalisiert Unterstützung für das Abkommen
- Trump kündigt umfangreiche Öl-, Gas- und Mineraliensuche in Grönland an
Das Abkommen vom September
Der zehnseitige Pakt, unterzeichnet am 22. September, erlaubt den Vereinigten Staaten den Bau von zwei Militärstützpunkten, einem in Narsarsuaq im Süden und einem in Mestersvig im Osten. Beide würden neben dem Stützpunkt Pituffik im Norden stehen, den Washington bereits betreibt. Dänemark und Grönland haben betont, dass das Abkommen die Souveränität Grönlands unangetastet lässt. Eine Mehrheit des grönländischen Parlaments signalisierte am Montag, dem 12. Oktober, dass sie das Abkommen unterstützen wird, das für eine zweite Lesung angesetzt ist und voraussichtlich verabschiedet wird. Einige Oppositionspolitiker in Grönland haben den wirtschaftlichen Wert des Abkommens infrage gestellt.
Trump sprach im September bei einer Unterzeichnungszeremonie am Rande der UN-Generalversammlung in New York und beschrieb den Pakt in optimistischen Worten.
It's going to be a long-term, fantastic relationship.
Militärische Präsenz und Rohstoffe
Während des Kalten Krieges unterhielten die Vereinigten Staaten 17 Militäreinrichtungen in Grönland und mehr als 10.000 Soldaten. Die Pituffik Space Base ist der einzige Überrest dieses Netzwerks, und dort sind rund 150 US-Militärangehörige stationiert. Der neue Pakt fügt der nördlichen Präsenz die Standorte Narsarsuaq und Mestersvig hinzu.
- Zeit des Kalten Krieges
- 17 Einrichtungen
- Oktober 2026
- 1 Einrichtungen
Grönland verfügt über große Vorkommen an Seltenen Erden, und seine Lage nahe dem Nordpol verleiht ihm strategisches Gewicht für die amerikanische Raketenfrühwarnung. Trumps Beitrag ließ offen, wer die Explorationsarbeiten durchführen, wo sie stattfinden und wann sie beginnen sollen.
Was offen bleibt
Die Regierung Grönlands hatte 2021 ein Moratorium für neue Öl- und Gasbohrungen verhängt. Blick merkte an, dass Trumps Aussagen bei Experten und Diplomaten voraussichtlich auf Vorbehalte stoßen dürften. Dänemark erklärt, das Abkommen stelle die von der NATO überwachte Arktissicherheit sicher – ein Punkt, den es zusammen mit seinen Souveränitätszusicherungen vorgebracht hat. Der nächste formelle Schritt ist die zweite Lesung im grönländischen Parlament, wo das Abkommen voraussichtlich verabschiedet wird.