
Trump ernennt ehemaligen Oklahoma-Trooper Lance Schroyer zum ICE-Chef und fordert zügige Bestätigung
Der Präsident gab seine Wahl am Samstagabend bekannt und pries Schroyers fast 30 Jahre im Strafverfolgungsdienst von Oklahoma sowie seine Erfahrung mit den lokalen Partnerschaften der Behörde. Der Senat hat seit 2014 keinen ICE-Direktor mehr bestätigt.
Die Nominierung
Präsident Donald Trump gab am Samstag bekannt, dass er Lance Schroyer, einen ehemaligen State Trooper aus Oklahoma und Marineinfanteristen, zum nächsten Direktor von Immigration and Customs Enforcement (ICE) nominieren wird. Der Posten wurde frei, nachdem Todd Lyons im Mai zurückgetreten war, nur wenige Wochen nach der Entlassung der ehemaligen Heimatschutzministerin Kristi Noem. Trump machte die Ankündigung in einem Beitrag auf Truth Social und lobte Schroyer als „einen PATRIOTEN mit echter operativer Erfahrung“ und einen „erwiesenen Führer mit JAHRZEHNTEN der Erfahrung, die Schlimmsten der Schlimmsten hinter Gitter zu bringen.“
Lance hat über 29 JAHRE Erfahrung in der Strafverfolgung in Oklahoma. Der Senat muss Lance SOFORT BESTÄTIGEN – Keine Verzögerung.
Der Präsident drängte auf eine schnelle Bestätigung und wies darauf hin, dass die Behörde seit Anfang 2017 keinen vom Senat bestätigten Leiter mehr habe. Schroyer wäre der erste bestätigte Direktor seit 2017 und beendete eine 11-jährige Serie kommissarischer Führung.
Schroyers Hintergrund
Schroyer, derzeit leitender Berater von Heimatschutzminister Markwayne Mullin, kam erst im März 2026 zu ICE, nachdem Mullin sein Amt angetreten hatte. Seine frühere Karriere verbrachte er größtenteils bei der Oklahoma Highway Patrol, wo er vom Trooper zum Lieutenant, Captain und schließlich zum Major aufstieg. Er diente auch im United States Marine Corps.
Nach Angaben von Quellen, auf die sich die Washington Post beruft, lehnte Grenzzar Tom Homan die Nominierung ab, obwohl das Weiße Haus darauf besteht, dass Homan weiterhin eng in der Einwanderungspolitik zusammenarbeiten wird. Die Nominierung hat innerhalb von ICE für einige Verwirrung gesorgt, da frühere Direktoren national prominentere Lebensläufe vorweisen konnten.
ICE ohne bestätigte Führung
Seit Dezember 2014 wurde kein ICE-Direktor mehr vom Senat bestätigt. Die Behörde stützte sich auf eine Reihe kommissarischer Direktoren, wobei Todd Lyons von März 2025 bis zu seinem Ausscheiden im Mai 2026 amtierte. Schroyers Vorgänger wurde von Trump kurz nach Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 zum kommissarischen Direktor ernannt.
- Trumps zweite Amtszeit beginnt; Einwanderungsbekämpfung gestartet.
- Todd Lyons zum kommissarischen ICE-Direktor ernannt.
- ICE-Agenten erschießen zwei US-Bürger in Minneapolis, was landesweite Proteste auslöst.
- Markwayne Mullin wird Heimatschutzminister; Schroyer zum leitenden Berater ernannt.
- Lyons verlässt ICE-Posten.
- Trump nominiert Schroyer als ICE-Direktor.
Die Schießereien in Minneapolis und die Protest-Nachwirkungen
ICE steht im Zentrum von Trumps aggressivem Einwanderungs-Vorgehen und führte Razzien in von Demokraten geführten Städten durch, teilweise mit maskierten Agenten. Die Taktiken der Behörde gerieten nach der tödlichen Erschießung zweier US-Bürger, Alex Pretti und Renee Good, in Minneapolis im Januar dieses Jahres unter intensive Prüfung. Die Tötungen lösten landesweite Proteste aus und trugen letztlich zur Absetzung von Heimatschutzministerin Kristi Noem bei.
Reaktionen und nächste Schritte
Heimatschutzminister Mullin, ein ehemaliger Senator von Oklahoma, begrüßte die Nominierung als „ausgezeichnete Wahl“ und sagte, Schroyer werde eine entscheidende Rolle in Trumps Abschiebungsagenda spielen.
Präsident Trump hat eine ausgezeichnete Wahl getroffen, und ich bin zuversichtlich, dass Lances starke Führung und praktische Erfahrung die Männer und Frauen von ICE befähigen werden, kriminelle illegale Ausländer abzuschieben, die nationale Sicherheit zu gewährleisten und das amerikanische Volk zu schützen.
Der Senat muss nun über die Nominierung abstimmen. Schroyer würde eine Behörde mit rund 22.000 Mitarbeitern und einem milliardenschweren Budget übernehmen, zu einer Zeit, in der ICEs Aktionen weiterhin sowohl starke Unterstützung von Trumps Basis als auch heftige Kritik von Menschenrechtsgruppen hervorrufen, die behaupten, dass die Methoden der Behörde die bürgerlichen Freiheiten verletzen.


