KI-generiert·Mehr erfahren
© TVP Info
Konflikte·vor 3 Std.

Trump droht Iran mit weiterem ‚starken‘ Schlag noch heute und wirft Teheran Verzögerungstaktik bei Atomabkommen vor

Präsident Donald Trump erklärte, die USA würden den Iran am Mittwoch ‚stark‘ angreifen, Stunden nach nächtlichen Luftangriffen, und beschuldigte Teheran, die Friedensgespräche in die Länge zu ziehen und amerikanische Unterhändler als ‚naiv‘ zu behandeln.

Ultimatum im Oval Office

Präsident Donald Trump sagte Reportern im Oval Office am Mittwoch, dass die Vereinigten Staaten noch am selben Tag einen weiteren ‚starken‘ Angriff auf den Iran durchführen würden. Die Ankündigung folgt auf nächtliche US-Angriffe auf Ziele im Iran, die das US-Militär als Vergeltung für den Abschuss eines amerikanischen Apache-Hubschraubers durch den Iran am Montag beschrieb. Trump sagte, die beiden Besatzungsmitglieder hätten eine von ihm als ‚unglaubliche Rettungsaktion‘ bezeichnete Operation überlebt.

Wir haben sie gestern hart getroffen und wir werden sie heute hart treffen. Und wir werden sehen, was mit der Vereinbarung passiert. Wir sind einer Einigung wirklich nahe, aber sie ziehen uns hin, behandeln uns wie naive Leute, weil sie es mit sehr dummen Präsidenten zu tun hatten.

Der Hubschrauber als Auslöser

Am Montag schoss der Iran einen US-Apache-Hubschrauber ab. Trump bezeichnete ihn als ‚einen sehr teuren Hubschrauber‘, betonte jedoch, dass die beiden Personen an Bord in Sicherheit seien. Die nächtlichen Angriffe von Dienstag auf Mittwoch waren die direkte amerikanische Antwort. Der Iran startete daraufhin eigene Vergeltungsangriffe, setzte Drohnen gegen US-Streitkräfte in Bahrain ein und feuerte Raketen auf amerikanische Militäreinrichtungen in Jordanien. Auch Kuwait meldete den Abfang iranischer Raketen.

Eskalationszeitlinie: Vom Hubschrauber zu neuen Angriffen
  1. Krieg zwischen USA/Israel und Iran beginnt
  2. Waffenruhe tritt in Kraft
  3. Iran schießt US-Apache-Hubschrauber ab
  4. USA greifen über Nacht iranische Ziele an; Iran vergeltet mit Drohnen und Raketen
  5. Trump droht mit weiterem ‚starken‘ Angriff auf Iran noch heute

Ein Abkommen auf der Kippe

Trump sagte, er verhandle seit Monaten mit dem Iran und das auf dem Tisch liegende Abkommen sei gut. Es würde dem Iran das Recht auf Atomwaffen verwehren. Der Präsident behauptete, die Bedingungen seien vollständig ausgehandelt, beschuldigte Teheran jedoch, wiederholt um mehr Zeit zu bitten. Er sagte, der Iran dränge, weil das Dokument wertvoll sei. Am frühen Morgen hatte Trump erklärt, die iranischen Behörden hätten bei den Verhandlungen über das Abkommen zu lange gezögert und müssten nun einen Preis zahlen.

Wir haben die Bedingungen vollständig ausgehandelt, aber sie drängen und drängen, bis sie schließlich sagen: Okay, gebt ihnen noch ein paar Tage. Sie drängen, weil es ein wertvolles Dokument ist.

Regionale Eskalation

Die Kämpfe zwischen den USA und Israel auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen begannen am 28. Februar. Am 8. April trat eine Waffenruhe in Kraft, aber der Konflikt trat im Juni nach israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon, die eine iranische Reaktion auslösten, in eine neue Phase. Das noch nicht unterzeichnete Friedensabkommen heizt die Spannungen weiter an. Trump sagte, falls keine Einigung erzielt werde, würden die USA den Iran ‚sehr stark‘ angreifen, und fügte hinzu, der Hubschrauber-Zwischenfall gebe Washington das Recht dazu.

Reaktion des Ölmarktes

Brent-Rohöl, der globale Referenzwert, stieg am Mittwoch um 3,1 Prozent auf 94,31 Dollar pro Barrel, nachdem es zuvor 94,36 Dollar erreicht hatte. Der niedrigste während der Sitzung verzeichnete Preis lag bei 90,77 Dollar. Der Anstieg der Ölpreise seit Ausbruch des Nahostkrieges am 28. Februar hat die US-Inflation im Mai auf 4,2 Prozent getrieben, den höchsten Stand seit Mai 2023.

Brent-Rohölpreis am 10. Juni 2026 (USD/Barrel) · $/bbl
2026-06-10T00:00:00
90.77 $/bbl
2026-06-10T12:00:00
94.36 $/bbl
2026-06-10T17:34:00
94.31 $/bbl
Washington, D.C. · Teheran · Manama · Amman · Kuwait-Stadt

5 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft