
Trump erklärt Waffenruhe zwischen USA und Iran nach nächtlichen Angriffen für beendet, Öl steigt um 5.85%
Präsident Trump erklärte beim NATO-Gipfel in Ankara das Rahmenabkommen und die Waffenruhe mit Iran nach gegenseitigen nächtlichen Militärschlägen für tot. Die Ölpreise stiegen, als die Märkte die Eskalation verarbeiteten.
Waffenruhe für tot erklärt
Präsident Donald Trump gab beim NATO-Gipfel in Ankara bekannt, dass die Waffenruhe vom Juni und das Rahmenabkommen mit Iran nicht mehr in Kraft seien. Auf die Frage eines Reporters, ob die Waffenruhe beendet sei, antwortete Trump, dass sie für ihn vorbei sei. Er bezeichnete die iranische Führung als 'kranke Menschen' und 'Abschaum' und sagte, weitere Verhandlungen seien Zeitverschwendung. Dennoch deutete er an, dass seine Unterhändler weiterreden könnten, wenn sie wollten, äußerte jedoch keine Erwartung auf Fortschritte.
Was mich betrifft, es ist vorbei.
USA greifen iranische Ziele an
Über Nacht griff das US-Militär mehr als 80 Ziele im Iran an, konzentriert auf die Straße von Hormus. Laut CENTCOM umfassten die Ziele Luftabwehrsysteme, landgestützte Schiffsabwehrraketen und über 60 Boote der Iranischen Revolutionsgarde. Die Operation war eine Vergeltung für nach Angaben Washingtons iranische Angriffe auf drei Handelstanker in der Meerenge. US-Beamte sagten Axios, die Mission sei vier- bis fünfmal größer gewesen als ein Angriff, der etwa eineinhalb Wochen zuvor durchgeführt wurde.
Die US-Angriffe waren absolut notwendig, weil Iran die Waffenruhe verletzt hat.
Iran greift Golfstützpunkte an
Als Reaktion feuerte die iranische Revolutionsgarde Raketen und Drohnen auf das, was sie als '85 wichtige Einrichtungen der US-Armee' in Bahrain und Kuwait bezeichnete. In beiden Ländern wurden Luftalarme ausgelöst. Das iranische Staatsfernsehen sendete die Behauptung der Revolutionsgarde von einer großangelegten Vergeltung und verurteilte die amerikanischen Angriffe als schweren Verstoß gegen das Waffenruhe-Rahmenwerk.
Öl und Diplomatie
Brent-Rohöl-Futures für die Lieferung im August stiegen unmittelbar nach Trumps Äußerungen um 5.85 Prozent auf 78,50 Dollar pro Barrel. Auf dem NATO-Gipfel unterstützte Generalsekretär Mark Rutte das Vorgehen der USA und argumentierte, es sei nach Irans Verletzung der Waffenruhe notwendig gewesen. Inzwischen forderte Katar alle Seiten auf, weiterhin Dialog und Diplomatie zu verfolgen.

