
Ein Toter, mindestens 14 Verletzte: Transporter rammt Berliner CSD-Parade; islamistischer Tatverdächtiger identifiziert, aber noch nicht festgenommen
Ein weißer Transporter fuhr am Samstagabend in Menschenmengen, die im Berliner Tiergarten den Christopher Street Day feierten, tötete eine Frau und verletzte zwischen 14 und 17 Menschen. Die Polizei identifizierte einen Tatverdächtigen aus dem islamistischen Milieu, der den Behörden bekannt war, doch der Mann wurde noch nicht festgenommen.
Ein weißer Transporter rammte am Samstagabend eine große Menschenmenge, die sich zum Christopher Street Day (CSD), Berlins jährlicher Pride-Parade und einer der größten LGBT+-Veranstaltungen Europas, versammelt hatte. Der Anschlag tötete eine Frau und verletzte mindestens 14 Menschen, einige mit lebensgefährlichen Verletzungen. Der Fahrer ließ das Fahrzeug zurück und floh; eine großangelegte Polizeiaktion mit Spezialeinheiten und Hubschraubern ist im Gange.
Der Anschlag
Kurz nach 22 Uhr Ortszeit am Samstag raste der weiße Transporter in die Menschenmenge auf der Achornsteg-Straße nahe dem Tiergarten, wo sich Tausende nach der Parade versammelt hatten. Das Fahrzeug prallte dann gegen einen Baum und kam zum Stehen. Laut Zeugen, die von der deutschen Zeitung Bild zitiert wurden, floh der Fahrer zu Fuß, möglicherweise mit einem Messer bewaffnet, und einige der Verletzten wiesen Messerstiche auf. Das Gebiet wurde sofort abgeriegelt, während Rettungskräfte Erste Hilfe leisteten und Opfer in Krankenhäuser brachten.
- Weißer Transporter rammt Menschenmenge am Tiergarten, prallt dann gegen einen Baum.
- Eine Frau stirbt an ihren Verletzungen; zwischen 14 und 17 Verletzte gemeldet.
- Fahrer flieht zu Fuß; Polizei leitet Fahndung mit GSG 9-Einheiten und Hubschraubern ein.
- Gebiet abgeriegelt; Feierlichkeiten eingestellt. Tatverdächtiger als Islamist identifiziert, der Berliner Polizei bekannt.
- Fahndung läuft weiter; noch keine Festnahme, Polizei dementiert frühere Berichte über eine Ergreifung.
## Opfer Die Polizei bestätigte, dass eine Frau kurz nach der Amokfahrt ihren Verletzungen erlag. Die Zahl der Verletzten, die von den Behörden gemeldet wurde, schwankte im Laufe der Nacht, wobei verschiedene Quellen zwischen 14 und 17 Verletzten angaben. Deutsche Medien berichteten, dass mehrere Opfer in kritischem Zustand seien. Die Organisatoren unterbrachen die Feierlichkeiten und ein Konzert vor dem Brandenburger Tor nach dem Vorfall.
Tatverdächtiger und Fahndung
Die Polizei identifizierte einen Tatverdächtigen aus dem islamistischen Milieu, der den Behörden in Berlin bereits bekannt war. Ein Sprecher sagte:
Wir haben den Tatverdächtigen jetzt identifiziert. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter läuft weiter; er wurde noch nicht festgenommen. Der Tatverdächtige ist der Polizei jedoch bekannt und stammt aus dem islamistischen Milieu hier in Berlin.
Frühere Berichte über eine Festnahme wurden dementiert. Ein in sozialen Medien kursierendes Video, das einen festgenommenen Verdächtigen zu zeigen schien, bezog sich auf Vorfälle früher am Tag, nicht auf die Amokfahrt. An der Fahndung sind Beamte der GSG 9 und Hubschrauber beteiligt.
## Reaktionen Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte den Anschlag als „abscheuliche Tat“ und erklärte, er stehe in ständigem Kontakt mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner nannte es einen „Angriff auf eine offene, weltoffene Gesellschaft“. Er dankte der Polizei und den Organisatoren für die schnelle und sichere Evakuierung des Paradegeländes. Auf die Frage, ob es sich um einen Terroranschlag handele, sagte Wegner, es sei noch zu früh für eine Einschätzung.
Berlin ist die Stadt der Freiheit, und diese Freiheit hat einen schweren Schlag erlitten.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger von der SPD sagte, sie sei „erschüttert über die schreckliche Tat, die während des Berliner CSD, einem Tag, an dem Tausende friedlich feierten, verübt wurde“, und fügte hinzu, dass sie in engem Austausch mit den Sicherheitsbehörden stehe. Die Organisatoren stellten alle verbleibenden Veranstaltungen unmittelbar nach der Amokfahrt ein.
Die Veranstaltung
Der Christopher Street Day ist eine jährliche LGBT+-Pride-Feier, die Hunderttausende Teilnehmer in die Berliner Innenstadt lockt. Die Parade und das dazugehörige Festival gelten als eine der größten Pride-Veranstaltungen Europas. Die Feierlichkeiten am Samstag waren bis zum Anschlag am späten Abend friedlich verlaufen.


