
Filmfestival Tokio präsentiert Programm 2026 mit 15 Wettbewerbsfilmen
Das 39. Internationale Filmfestival Tokio zeigt vom 26. Oktober bis 4. November 15 Filme im Hauptwettbewerb; eröffnet wird mit „Sukiyaki“, abgeschlossen mit „Colony“.
Hauptwettbewerb und Festivalprogramm
Das 39. Internationale Filmfestival Tokio findet vom 26. Oktober bis 4. November 2026 statt und präsentiert einen Hauptwettbewerb mit 15 Filmen, die um den Tokyo Grand Prix und den Preis des Gouverneurs von Tokio konkurrieren. Sieben Beiträge feiern im Wettbewerb ihre Weltpremiere, darunter Garin Nugrohos Historienfilm „Red Before Dawn“ und Milcho Manchevskis schwarze Komödie „Sister Brother Manhole Cover“. Japan führt mit drei Beiträgen die Länderliste des Wettbewerbs an: Akira Ikedas taiwanisch-japanische Koproduktion „The Canary's Lullaby“, Akira Yamamotos „The Intertwining“ und Yukiko Mishimas „Two Cigarettes, Three Nights“. Acht Asienpremieren vervollständigen das Feld des Hauptwettbewerbs, darunter Teodora Ana Mihais belgisches Fußballdrama „Heysel 85“, Lisandro Alonsos „Double Freedom“ und Bahman Ghobadis in der Türkei spielendes Drama „Trees Are Watching“. Unter den 15 Wettbewerbsregisseuren sind vier Frauen; den Vorsitz der Hauptjury führt der australische Regisseur Rolf de Heer.
Ich wollte eine Geschichte großer Liebe und bedingungsloser Annahme erzählen, die nicht erotisch ist.
- Hauptwettbewerb
- 15 Filme
- Gala Selection
- 14 Filme
- Asian Future
- 10 Filme
Galavorstellungen und prominente Gäste
Das Festival eröffnet am 26. Oktober mit Zeze Takahisas Musikdrama „Sukiyaki“ und endet am 4. November mit Yeon Sang-hos südkoreanischem Zombie-Action-Horrorfilm „Colony“. Takashi Yamazakis „Godzilla Minus Zero“ bildet als zentraler Film zwischen Eröffnungs- und Abschlussgala das Herzstück des Festivals. Die Gala Selection mit 14 Filmen zeigt Cristian Mungius Cannes-Sieger „Fjord“ (Goldene Palme) und Yukiko Sodes in Cannes in der Sektion Un Certain Regard gelaufenen Film „All the Lovers in the Night“. Zum Gala-Programm gehören außerdem Tony Gilroys „Behemoth!“, Martin McDonaghs „Wild Horse Nine“, Wayne Wangs „Diary of a Mad Old Man“ und Sabus „Arrested Memory“. Cate Blanchett wird das Festival besuchen, um die Japanpremieren von fünf Kurzfilmen zu unterstützen, die vom Displacement Film Fund finanziert wurden.
Sektion Asian Future und Nachwuchsregisseure
Das Wettbewerbsprogramm Asian Future umfasst 10 Filme aufstrebender Regisseure, darunter acht Weltpremieren und zwei internationale Premieren. Die indonesische Filmemacherin Ariani Darmawan stellt in dieser Sektion mit „Jani Be Good“ ihr Spielfilmdebüt vor und kehrt damit nach 15 Jahren Abwesenheit zum Film zurück. Das Familiendrama spielt an vier Tagen und begleitet vier Frauen über drei Generationen; das Drehbuch entstand gemeinsam mit der Drehbuchautorin Cyntha Hariadi über drei Jahre. Weitere Asian-Future-Beiträge sind Katski Flores' philippinischer Politfilm „EDJOP“, Navid Mohammadzadehs iranischer Film „I'm Nothing Special Really“ und Soheil Karimis „Silver“.
Als ich anfing, über diesen Film nachzudenken, stellte ich mir die kleinen Dinge vor, die in einem Zuhause geschehen: die Gespräche, die Spannung und die Gefühle, die oft unausgesprochen bleiben. Diese Geschichte haben wir dann gemeinsam über drei Jahre entwickelt. Auch die Mutterschaft hat verändert, wie ich die Beziehung zwischen Kindern und Eltern sehe. Daraus ist Jani zu meiner Art geworden, diese vier Frauenfiguren aus verschiedenen Generationen zu betrachten, die alle noch lernen, einander zu verstehen.
- Asienpremieren
- 8 Filme
- Weltpremieren
- 7 Filme
Programmsektionen und Ehrenpreise
Die Ausgabe 2026 führt die Sektion Crosscut Asia wieder ein, die dem südostasiatischen Filmschaffen gewidmet ist und „Filipiñana“, „Four Seasons In Java“ und „Becoming Human“ zeigt. Der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof und die japanisch-koreanische Regisseurin Mipo O erhalten im Rahmen des Festivals den Kurosawa-Akira-Preis. Das Animationsprogramm zeigt neue Arbeiten der japanischen Regisseure Masanao Kawajiri und Shingo Natsume sowie Japanpremieren internationaler Produktionen, darunter Joel Crawfords und Januel Mercados „Forgotten Island“. Das Festival umfasst zudem Nippon Cinema Now mit zwei neu geschaffenen Preisen sowie eigene Reihen für Women's Empowerment, World Focus, Youth, Japanese Classics und die Asian Students' Film Conference. Parallel zu den öffentlichen Vorführungen findet der Contents-Markt TIFFCOM statt.


