
Zwei Tote bei Menschenmenge in Mexiko-Stadt während WM-Feierlichkeiten bestätigt, dritter Todesfall gemeldet
Mindestens zwei Menschen erstickten in einer Menschenmenge von über einer Million, die sich am Unabhängigkeitsengel in Mexiko-Stadt versammelt hatte, um Mexikos ersten WM-K.o.-Runden-Sieg seit 40 Jahren zu feiern. Lokale Medien berichteten später von einem dritten Todesfall.
Mexikos Vorstoß bei der WM endete in einer Tragödie, als eine Massenfeier in der Hauptstadt tödlich endete. Ein 2:0-Sieg über Ecuador im Estadio Azteca am Dienstagabend brachte die Co-Gastgeber ins Achtelfinale – ihr erster Sieg in einem K.o.-Runden-Spiel seit 1986. Innerhalb weniger Stunden füllten sich die Straßen mit jubelnden Anhängern, aber die extreme Dichte der Menschenmenge führte zu tödlichen Erstickungsvorfällen.
Das Spiel und die Versammlung
Mexiko dominierte das Gruppenspiel, mit Toren von J. Quinones (21.) und R. Jimenez (31.), die noch vor der Halbzeit das Ergebnis besiegelten. Die Behörden hatten rund 60 Großbildschirme in der ganzen Stadt aufgestellt, damit die Einwohner zuschauen konnten. Nach dem Abpfiff hallten Hupen und Rufe von „México! México!“ durch die Hauptstadt, und das Büro der Bürgermeisterin schätzte, dass über eine Million Menschen auf den Straßen zusammenströmten, hauptsächlich um das Unabhängigkeitsengel-Denkmal auf dem Paseo de la Reforma.
Das tödliche Gedränge
In den frühen Morgenstunden des Mittwochs reagierten Rettungsdienste auf Meldungen über bewusstlose Personen im Bezirk Cuauhtémoc, nahe der Kreuzung Hamburgo und Lancaster. Sanitäter, Feuerwehr, Katastrophenschutzbeamte und Polizei trafen am Ort des Geschehens ein. Trotz fortgeschrittener Wiederbelebungsmaßnahmen starben ein 44-jähriger Mann und eine 19-jährige Frau durch Erstickung. Das Gesundheitskommandozentrum von Mexiko-Stadt bestätigte die Todesfälle später in einer öffentlichen Erklärung. Einige Opfer wurden laut lokalen Medien von der anbrandenden Menge gegen eine Toilettenwand gedrückt.
Drittes Opfer und Reaktion der Stadt
Mehrere Medien berichteten von einem dritten Todesfall – einer 48-jährigen Frau, die nach einer akuten Hypoxie in eine nahegelegene Straße transportiert worden war, aber nicht gerettet werden konnte. Die Behörden haben diesen Fall noch nicht offiziell bestätigt. Bürgermeisterin Clara Brugada sprach ihr Beileid aus und mahnte zur Vorsicht.
Mögen wir stets mit Verantwortung, Fürsorge und Einfühlungsvermögen feiern.
Sie fügte hinzu, dass die Stadtregierung die trauernden Familien unterstützen werde.
Ausmaß der Feierlichkeiten
Der Großraum Mexiko-Stadt ist einer der bevölkerungsreichsten der Welt mit über 20 Millionen Einwohnern. Feierlichkeiten brachen auch in der Nähe der beiden anderen WM-Austragungsstadien in Guadalajara und Monterrey sowie in Städten im ganzen Land aus. Die 40-jährige Durststrecke in der K.o.-Runde – der letzte derartige Sieg gelang bei der WM 1986 – machte den Anlass besonders emotional.
- Mexiko besiegt Ecuador 2:0 im Estadio Azteca und sichert sich einen Platz im Achtelfinale.
- Über eine Million Anhänger versammeln sich am Unabhängigkeitsengel und anderen Teilen von Mexiko-Stadt, um zu feiern.
- Früher Morgen: Rettungsdienste reagieren auf bewusstlose Personen im Bezirk Cuauhtémoc. Zwei Todesfälle durch Erstickung bestätigt.
- Lokale Medien berichten von einem dritten Todesfall – einer 48-jährigen Frau – der jedoch von den Behörden noch nicht bestätigt wurde.


