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NHTSA leitet Sonderermittlung nach Tesla-Unfall mit automatisiertem System ein, bei dem eine Texanerin ums Leben kommt

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat am Montag eine Sonderermittlung zu einem Unfall eingeleitet, bei dem ein Tesla Model 3, dessen Fahrer angab, ein automatisiertes Fahrassistenzsystem genutzt zu haben, von der Straße abkam und in ein Backsteinhaus in Katy, Texas, prallte, wobei eine 76-jährige Frau im Inneren getötet wurde.

Unfalldetails

Am Freitag, dem 19. Juni 2026, kurz nach 20:00 Uhr, verließ ein von Michael Butler gesteuerter Tesla Model 3 in Katy, Texas, die Straße und prallte mit hoher Geschwindigkeit in ein Backsteinhaus. Butler gab gegenüber dem Harris County Sheriff's Office an, dass zum Zeitpunkt des Unfalls ein automatisiertes Fahrassistenzsystem aktiv gewesen sei. Die Behörde erklärte in einer Stellungnahme: „Butler kam seiner Pflicht, in einer einzigen Fahrspur zu bleiben, nicht nach, verließ die Fahrbahn und prallte gegen das Wohnhaus.“

Butler kam seiner Pflicht, in einer einzigen Fahrspur zu bleiben, nicht nach, verließ die Fahrbahn und prallte gegen das Wohnhaus.

Harris County Sheriff's Office

Der Tesla durchschlug die Vorderseite des Hauses in der Blooming Park Lane 1907 und erfasste die 76-jährige Martha Avila, die sich im Inneren befand. Avila wurde per Hubschrauber in ein örtliches Krankenhaus gebracht und später ihren Verletzungen erlegen. Butler erlitt leichte Verletzungen, zeigte keine Anzeichen von Alkoholeinfluss und kooperierte mit den Ermittlern.

Zeitstrafe zum Tesla-Unfall in Katy, Texas
  1. Tesla Model 3 prallt in der Blooming Park Lane gegen ein Haus und verletzt Martha Avila.
  2. Martha Avila stirbt in einem örtlichen Krankenhaus an ihren Verletzungen.
  3. NHTSA leitet eine Sonderermittlung zu dem tödlichen Unfall ein.

Bundesermittlung

Am Montag, dem 22. Juni, leitete die National Highway Traffic Safety Administration eine Sonderermittlung zu dem tödlichen Unfall ein. Ein Sprecher der Behörde erklärte: „Die NHTSA leitet eine Sonderermittlung zu diesem Unfall ein.“ Laut ihrer Website ist eine Sonderermittlung die tiefgreifendste Untersuchung, die die Behörde durchführt.

Sgt. Alex Turman vom Harris County Sheriff's Office sagte gegenüber ABC 13 Houston: „Wir prüfen noch, was dazu geführt hat, dass das Auto kurz vor diesem Unfall die Kontrolle über seine Geschwindigkeit verloren hat.“ Es wurden keine Anklagen erhoben, und Tesla reagierte nicht auf Anfragen nach Stellungnahmen.

Familie des Opfers trauert

Martha Avila lebte mit ihrer Tochter Jennifer Barbour, ihrem Schwiegersohn und drei kleinen Enkelkindern zusammen. In Interviews beschrieb Barbour die Familie als am Boden zerstört. Sie sagte, ihre Mutter sei bei guter Gesundheit gewesen und habe im vorderen Zimmer gestanden, als das Auto sie erfasste.

Sie hat diesen Tod nicht verdient.

Ich weiß nicht, ob es seine Schuld ist, die Schuld des Autos oder was wirklich passiert ist. Ich habe noch nie ein Auto so schnell gesehen.

Die Familie wohnt in einem Hotel, während sie auf die Ergebnisse der Ermittlungen wartet.

Teslas Fahrassistenzsysteme im Fokus der Regulierungsbehörden

Tesla bietet mehrere Fahrassistenzfunktionen an, darunter Autopilot und Full Self-Driving (Supervised). Das Unternehmen erklärt, dass diese Systeme einen voll aufmerksamen Fahrer erfordern, der jederzeit bereit ist, die Kontrolle zu übernehmen. Dennoch haben Regulierungsbehörden und Gerichte die Vermarktung und Sicherheit der Technologie zunehmend unter die Lupe genommen.

Im vergangenen Jahr befand eine Jury in Florida Tesla für teilweise verantwortlich für einen Unfall im Jahr 2019, bei dem der Fahrer den Autopilot aktiviert hatte. Kürzlich bestätigte ein Richter ein Urteil über 243 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit demselben Unfall. In Kalifornien entschied ein Richter, dass der Begriff „Autopilot“ irreführend sei, was Tesla dazu veranlasste, seine Kennzeichnung in diesem Bundesstaat anzupassen. Unterdessen haben Teslas eigene Werbematerialien Fahrer mit den Händen vom Lenkrad gezeigt, was im Widerspruch zu seinen Sicherheitswarnungen steht.

Die NHTSA hat ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet, wie Tesla Unfälle im Zusammenhang mit seinen Fahrassistenzsystemen meldet.

Katy

8 Quellen

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