Mindestens 12 Tote bei Waldbrand in Südspanien, der fliehende Autos einschließt; Nacht bringt Besserung für Feuerwehr
Die Opfer starben in ihren Fahrzeugen beim Versuch, entgegen offizieller Anweisung vor einem Feuer zu fliehen, das seit Donnerstag 6.600 Hektar in Andalusien vernichtet hat. Die Einsatzkräfte melden am Samstagmorgen eine günstigere Lage.
Der Brand und seine Opfer
Der Waldbrand, der am Donnerstag, dem 9. Juli, nahe Los Gallardos in der Provinz Almería in Andalusien ausbrach, ist der tödlichste, der Spanien seit mehr als zwanzig Jahren heimgesucht hat. Angetrieben von Winden mit über 50 km/h und extremer Dürre, fraß sich das Feuer durch steiles, buschiges Gelände und vernichtete etwa 6.600 Hektar. Die Behörden haben bestätigt, dass mindestens zwölf Menschen ums Leben kamen.
Die Mehrheit der Opfer waren ausländische Staatsangehörige; nur einer wurde als Spanier identifiziert. Das Gebiet ist ein beliebtes Urlaubsziel und beherbergt eine große Gemeinschaft europäischer Auswanderer, insbesondere Briten. Die örtlichen Behörden erklärten, die Tragödie habe sich ereignet, als Anwohner trotz persönlicher Warnungen von Bürgermeistern und Polizei, in ihren Häusern zu bleiben, versuchten, mit ihren Autos zu fliehen und direkt in die Flammen fuhren.
Der tödliche Fluchtversuch
Der Leiter des Katastrophenschutzes, Antonio Sanz, schilderte die Umstände der Todesfälle und stellte fest, dass die Todesfälle offenbar eintraten, als Menschen versuchten, entgegen offizieller Anweisung zu evakuieren. Das Dorf Bedar war besonders betroffen, aber der Weiler selbst entging größtenteils dem Weg des Feuers. Die Opfer wurden stattdessen auf den Straßen erfasst.
Die Todesfälle traten offenbar ein, als Menschen beschlossen, mit ihren Autos zu evakuieren, entgegen dem Rat der örtlichen Bürgermeister und der Polizei, die von Tür zu Tür gingen und sie baten, zu Hause zu bleiben.
Zusätzlich zu den bestätigten Todesfällen melden die Regionalbehörden, dass 23 Menschen weiterhin vermisst werden. Die ersten Obduktionen stehen noch aus, um ein detaillierteres Bild der Opferzahlen zu liefern.
Wende in der Brandbekämpfungstaktik
Zum ersten Mal seit Ausbruch des Feuers konnten die Feuerwehrleute am Samstag, dem 11. Juli, von einer rein defensiven Haltung zu einem direkten Angriff übergehen. Bis dahin hatten das extreme Verhalten des Feuers und das widrige Wetter nur defensive Maßnahmen zugelassen. Eine günstigere Nacht hat ein kritisches Zeitfenster für offensive Maßnahmen geschaffen.
Die Lage hat sich über Nacht verbessert, und die Wetterbedingungen erlauben es uns, den Tag mit besseren Aussichten zu beginnen als gestern. Dies ist der erste Tag, an dem wir einen direkten Angriff auf das Feuer starten können. Bisher erlaubten uns die Wetterbedingungen und das Verhalten des Feuers nur defensive Arbeiten.
- Waldbrand bricht nahe Los Gallardos in der Provinz Almería aus, angetrieben von Winden mit über 50 km/h.
- Mindestens 12 Menschen sterben beim Versuch, mit ihren Autos aus dem Gebiet von Bedar zu evakuieren.
- Feuer breitet sich auf 6.600 Hektar aus; Behörden melden 23 noch vermisste Personen.
- Antonio Sanz bestätigt günstige Wetteränderung über Nacht, die es Feuerwehrleuten erstmals erlaubt, einen direkten Angriff zu starten.
Die sich entfaltende Notlage
Die schnelle Ausbreitung des Feuers war zunächst unaufhaltsam; es bewegte sich extrem schnell durch eine bewaldete Zone um Los Gallardos. Der regionale Katastrophenschutz koordiniert eine Reaktion, die nun bessere Aussichten sieht, da das Wetter kooperativer geworden ist. Das Ausmaß der Zerstörung von 6.600 Hektar macht dieses Ereignis zum tödlichsten Waldbrand in der jüngeren Geschichte der Region Andalusien.
Nächste Schritte in der Krise
Mit der Verbesserung über Nacht greifen die Einsatzkräfte das Feuer nun direkt an, eine bedeutende operative Änderung. In der Zwischenzeit beginnt der Prozess der Identifizierung der Toten, während die Obduktionen erwartet werden. Die Suche nach den 23 Vermissten wird parallel zum Feuerkampf fortgesetzt; das volle Ausmaß der Katastrophe steht noch nicht fest.


