
Zehn Tote nach Absturz einer Flamingo Air Cessna 402 auf Andros Island am 53. Unabhängigkeitstag der Bahamas
Eine von Flamingo Air betriebene Cessna 402 ist am Freitag nahe dem Flughafen San Andros abgestürzt, wobei alle zehn Insassen ums Leben kamen. Der Flug war etwa 30 Minuten zuvor in Nassau gestartet – am 53. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes.
Absturzdetails
Am Freitag, 10. Juli, stürzte eine von der auf den Bahamas ansässigen Flamingo Air betriebene Cessna 402 auf Andros Island ab, wobei alle zehn Insassen ums Leben kamen. Der Flug startete gegen 12:30 Uhr Ortszeit vom Lynden Pindling International Airport in Nassau und befand sich auf dem Weg zum Flughafen San Andros. Nach Angaben der bahamaischen Flugunfalluntersuchungsbehörde stieß die Maschine „Berichten zufolge auf Schwierigkeiten“ und stürzte in einem Gebüsch westlich der Landebahn ab. Polizeipräsidentin Shanta Knowles erklärte, dass sich neun Passagiere und ein Pilot an Bord befanden. Eine Person wurde lebend mit schweren Verletzungen aufgefunden, starb jedoch später. Die Polizei in Nicholls Town erhielt kurz vor 14:00 Uhr Meldungen über den Absturz. Der Absturz ereignete sich etwa 30 Minuten nach dem Start, gegen 13:00 Uhr.
- Flug startet vom Lynden Pindling International Airport in Nassau.
- Flugzeug gerät in Schwierigkeiten und stürzt nahe dem Flughafen San Andros ab.
- Polizei erhält kurz vor 14:00 Uhr Meldungen über den Absturz.
Unmittelbare Folgen
Die Behörden gaben die Identität der Opfer nicht bekannt. Ein Bericht italienischer Medien unter Berufung auf eine Passagierliste deutete darauf hin, dass Mitglieder der Musikgruppe Da Pond Band möglicherweise zu den Todesopfern gehörten. Premierminister Philip Davis gab zunächst einen Überlebenden bekannt, korrigierte die Opferzahl jedoch später auf einer Pressekonferenz.
Wir versammeln uns unter einer Wolke großer Trauer.
Reaktion der Regierung
Die Tragödie ereignete sich am 53. Jahrestag der Unabhängigkeit der Bahamas, einem Feiertag, der normalerweise von Paraden und Tanz geprägt ist. Davis sagte, die Feier sei zu einem Tag der Trauer geworden.
Heute ist ein Tag der Feierlichkeiten, aber er ist zu einem Tag der Trauer geworden.
Das Ministerium für Energie, Versorgung und Luftfahrt setzte die Betriebsgenehmigung von Flamingo Air als vorbeugende Sicherheitsmaßnahme aus. Es betonte, dass die Aussetzung keine Maßnahme wegen Verstoßes gegen Auflagen sei. Luftfahrtministerin JoBeth Coleby-Davis gab bekannt, dass sich am Freitag zuvor ein zweiter Sicherheitsvorfall ereignet hatte: Ein Flug von Flamingo Air war nach Nassau zurückgekehrt, nachdem der Pilot ein Problem gemeldet hatte, und nach der Landung und dem Aussteigen der Passagiere war ein Feuer an Bord ausgebrochen, wie CBS News berichtete. Die Stilllegung betrifft alle Flamingo-Air-Flüge auf den Bahamas und in der Karibik.
Stellungnahme der Fluggesellschaft
Flamingo Air reagierte nicht auf Anfragen von Reuters oder der New York Times. In einer Erklärung gegenüber lokalen Medien teilte die Fluggesellschaft mit:
Derzeit werden die Einzelheiten zusammengetragen, und wir sind bestrebt, mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten.
Ermittlungen
Die Flugunfalluntersuchungsbehörde der Bahamas leitet die Ermittlungen, unterstützt von der Königlichen Polizei der Bahamas und anderen Behörden. Die Absturzursache bleibt bis zum Vorliegen der Ermittlungsergebnisse unbekannt.


