
Drei Festnahmen nach tödlichem Schusswaffenangriff auf 20-Jährigen am helllichten Tag in Málaga
Die spanische Polizei hat im Rahmen der „Operación Brown“ drei Männer festgenommen, nachdem ein 20-jähriger Mann im Stadtteil Pinosol von Málaga erschossen worden war.
Überfall am helllichten Tag in Pinosol
Die Notrufzentrale 112 Andalucía erhielt am Freitag um 11:40 Uhr mehrere Anrufe, die Schüsse in der Calle Barcenillas im Stadtteil Pinosol von Málaga meldeten. Ein 20-jähriger spanischer Staatsbürger saß auf einer öffentlichen Bank in der Nähe seines Wohnhauses, als drei Angreifer zu Fuß näher kamen und mehrere Schüsse auf ihn abfeuerten. Das verletzte Opfer floh schreiend um Hilfe die Straße entlang in Richtung Plaza Virgen del Rocío und erzählte Passanten, dass Angreifer auf ihn geschossen hätten und ihn töten wollten. Schließlich suchte er Zuflucht in einem nahegelegenen Supermarkt.
Rettungssanitäter, die örtliche Polizei und Einheiten der Nationalpolizei wurden sofort zum Supermarkt entsandt. Sanitäter stabilisierten den Mann vor Ort, bevor sie ihn in das Hospital Carlos Haya in der Innenstadt von Málaga brachten. Das medizinische Personal führte eine Notoperation durch, um mindestens zwei Schusswunden am Rücken und am Bein zu behandeln, doch das Opfer erlag seinen Verletzungen einige Stunden später.
Das Opfer saß auf einer Bank in der Nähe seines Hauses. Drei Männer näherten sich und feuerten unerwartet mehrmals auf diese Person, die in ein Krankenhaus gebracht wurde, wo sie später starb.
Fahndung im Rahmen der Operación Brown
Die Nationalpolizei mobilisierte unter dem Fallnamen „Operación Brown“ Spezialeinheiten und übertrug die Ermittlungen der Drogen- und Organisierten Kriminalitätseinheit (UDYCO) und der Sondereinsatzgruppe gegen Organisierte Kriminalität (GRECO) Costa del Sol. Erste Ermittlungen deuteten auf eine gezielte Abrechnung hin. Uniformierte Streifen der Bürgersicherheit stellten den ersten Verdächtigen innerhalb weniger Minuten nach der Schießerei auf der Straße, während die beiden anderen Angreifer aus dem Viertel flohen.
Ermittler von UDYCO und GRECO identifizierten daraufhin eine Wohnung in der Innenstadt von Málaga, die von dem ersten Festgenommenen genutzt wurde. Die Beamten durchsuchten das Anwesen und nahmen den zweiten Verdächtigen fest.
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Festnahme in Fuengirola und Verbindungen zur organisierten Kriminalität
Der dritte Verdächtige änderte seine Kleidung und sein Aussehen, um den Polizeisperren im gesamten Großraum zu entgehen. Nach Ermittlungen konnten die Beamten ihn gegen 23:00 Uhr auf einer Straße in Fuengirola aufspüren und festnehmen. Einer der drei festgenommenen Verdächtigen ist ein schwedischer Staatsbürger somalischer Herkunft. In der Fernsehsendung „Más Vale Tarde“ auf LaSexta berichtete der Journalist Leo Álvarez, dass die Ermittler den Überfall als Auftragsmord betrachten, während die Kommentatorin Bea de Vicente anmerkte, dass organisierte Syndikate junge Auftragsmörder aus nordeuropäischen Ländern wie Schweden, Norwegen und den Niederlanden anwerben.
Politische Debatte über die Sicherheit in der Provinz
Der Mord in Pinosol löste eine politische Überprüfung der öffentlichen Sicherheit in der gesamten Provinz Málaga aus. Antonio Sevilla, der Vorsitzende der Vox Málaga und Abgeordneter im andalusischen Parlament, erklärte, dass es in der Provinz innerhalb eines Monats drei tödliche Schusswaffenangriffe gegeben habe, und verwies auf die jüngsten Tötungsdelikte in Marbella, Pizarra und der Innenstadt von Málaga.
Die deutliche Zunahme von Schießereien in Málaga hat das Image der Provinz ernsthaft beschädigt.
Sevilla forderte die regionalen und nationalen Verwaltungen auf, Maßnahmen gegen den illegalen Waffenhandel und organisierte Drogenbanden an der Costa del Sol zu ergreifen. Er bestätigte geplante Gespräche mit Polizeigewerkschaften, um deren Einsatzressourcen zu überprüfen, während UDYCO und GRECO weiterhin aktiv ermitteln, um die Befehlskette hinter der Schießerei zu ermitteln.


