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Regierung·vor 3 Std.

31-jähriger Mann bei Anti-Drogenrazzia in Cambados, Galicien, von der Polizei erschossen; mindestens 12 Festnahmen

Ein 31-jähriger Mann ist am frühen Dienstagmorgen bei einer koordinierten Anti-Drogen-Operation in der Region O Salnés in Pontevedra durch eine Polizeikugel gestorben. Die Freundin und der Anwalt der Familie erklären, er sei unbewaffnet im Bett gelegen, als die Beamten die Tür aufbrachen.

Die Razzia

Agenten der Udyco-Einheit für Drogen- und organisierte Kriminalität in Pontevedra, unterstützt von der Guardia Civil, führten vor Tagesanbruch am Dienstag zeitgleiche Durchsuchungen in Vilagarcía de Arousa, Vilanova de Arousa, Ribadumia und Cambados durch. Die Operation wurde vom Instruktionsgericht Nr. 1 von Vilagarcía koordiniert und steht unter Geheimschutz. Mindestens 12 Personen wurden festgenommen, eine Quelle spricht von 15 Festnahmen; die Durchsuchungen erstreckten sich auch auf Immobilien in Madrid und Vigo.

Die Schießerei in Corvillón

Der tödliche Vorfall ereignete sich in einem Haus in Corvillón, einer Gemeinde von Cambados. Jonathan Señorans Trigo, 31, gehörte zu den Personen, die wegen Drogenhandels unter Verdacht standen. Nach ersten Angaben der Polizei kam er aus dem Haus, als die Beamten eintrafen, und eröffnete das Feuer, woraufhin ein Schusswechsel stattfand. Er wurde an der Schulter getroffen und in das Hospital do Salnés gebracht, wo er kurz nach der Einlieferung trotz notärztlicher Versorgung starb.

Der Patient starb kurz darauf während der ersten notärztlichen Versorgung durch das medizinische Team des Krankenhauses, nachdem sich sein Zustand kritisch verschlechtert hatte.

Hospital do Salnés

Unterschiedliche Darstellungen

Die Freundin des Opfers, Laura, sagte Reportern, sie und Señorans hätten geschlafen, als die Beamten die Tür aufbrachen. Sie sagte, er sei aufgestanden, um nachzusehen, was los sei, habe zur Tür hinausgeschaut und sei sofort angeschossen worden. Sie erklärte, es habe keine Schusswaffen im Haus gegeben und es seien vor dem Schuss keine Worte gewechselt worden. Der Anwalt der Familie, Guillermo Presa, beschrieb den Vorfall als „einen einzigen Polizeischuss“, nicht als Feuergefecht, und nannte den Waffeneinsatz „absolut unnötig und unverhältnismäßig“. Er sagte, sein Mandant sei unbewaffnet gewesen und bei der Durchsuchung sei keine Waffe gefunden worden.

Es gab kein Feuergefecht. Es war ein einziger Polizeischuss. Mein Mandant war nicht bewaffnet und bei der Durchsuchung wurde keine Waffe gefunden.

Sie haben die Tür eingeschlagen und der Lärm hat uns erschreckt, weil wir im Bett geschlafen haben. Er ist aufgestanden, um zu sehen, was passiert war, hat zur Tür hinausgeschaut und sie haben auf ihn geschossen.

Laura, die Freundin des Opfers

Ermittlungen und Ausmaß

Die Guardia Civil hat die Ermittlungen wegen Totschlags im Zusammenhang mit der Schießerei übernommen, während die breiter angelegte Anti-Drogen-Operation unter der Autorität eines Richters in Vilagarcía fortgesetzt wird. Der Anwalt deutete an, dass es bei der zugrundeliegenden Untersuchung um Haschischhandel gehe. Der Bürgermeister von Cambados, Samuel Lago, nannte den Tod „einen Einzelfall“ und bat um Ruhe; die Stadt sei sicher und der Beamte habe wahrscheinlich nicht töten wollen.

Die Situation ist für alle hart, sowohl für die Familie als auch für den Beamten, der sicherlich nicht den Tod dieser Person herbeiführen wollte.

Samuel Lago, Bürgermeister von Cambados

Regionaler Kontext

O Salnés, in den Rías Baixas gelegen, war jahrzehntelang das Epizentrum der galicischen Drogenschmuggel-Clans und ein Symbol des spanischen Kampfes gegen Rauschgift. Die Operation wird als eine der größten Polizeiaktionen gegen Drogenhandel in der Gegend der letzten Zeit beschrieben, obwohl die Behörden die Menge der beschlagnahmten Drogen oder Vermögenswerte nicht bekannt gegeben haben.

Ablauf der Razzia in Cambados und ihrer Folgen
  1. Die Polizei beginnt zeitgleiche Durchsuchungen in Vilagarcía, Vilanova, Ribadumia und Cambados.
  2. Beamte dringen gewaltsam in das Haus in Corvillón ein; Jonathan Señorans Trigo wird an der Schulter angeschossen.
  3. Señorans trifft mit einer Schusswunde im Hospital do Salnés ein.
  4. Er stirbt kurz nach der Aufnahme trotz notärztlicher Versorgung.
  5. Mindestens 12 Festnahmen bestätigt; Guardia Civil leitet Ermittlungen wegen Totschlags ein.
  6. Die Festgenommenen sollen einem Richter vorgeführt werden (Donnerstag).
Cambados · Vilagarcía de Arousa · Vilanova de Arousa · Ribadumia

8 Quellen

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