
Messerangriff in Ratzeburg: Polizei ermittelt nach tödlicher Attacke auf Frau im Supermarkt
In Ratzeburg wurde ein 44-jähriger Mann festgenommen, nachdem er in einem Supermarkt eine 48-jährige Kundin tödlich niedergestochen hatte; Passanten konnten ihn überwältigen.
Angriff im Ratzeburger Supermarkt
Eine 48-jährige Frau starb am Mittwochnachmittag, nachdem sie in einem Lidl-Supermarkt in Ratzeburg im Kreis Herzogtum Lauenburg südlich von Lübeck mit einem Messer angegriffen worden war. Die Gewalttat ereignete sich gegen 15:35 Uhr am 9. September 2026. Das Opfer, eine Anwohnerin aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, stand zwischen den Regalen des Geschäfts, als ein 44-jähriger Deutscher einen unprovozierten Angriff startete. Der Täter schlug mehrfach auf sie ein und fügte ihr tödliche Stich- und Schnittverletzungen zu. Trotz des schnellen Eintreffens von Rettungssanitätern und Notärzten starb die Frau noch am Tatort an ihren Verletzungen. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich etwa 20 Kunden in dem Discounter gegenüber dem Bahnhof; ab 15:40 Uhr gingen mehrere Notrufe ein.
Eingreifen von Zeugen und Verletzung des Tatverdächtigen
Drei Kunden im Laden griffen sofort nach der Tat ein, versuchten, den Angreifer zu überwältigen und weitere Gewalt gegen andere Kunden zu verhindern. Als die drei Umstehenden ihn festsetzen wollten, leistete der 44-Jährige Widerstand und richtete die Waffe gegen sich selbst, wobei er sich schwere Schnittverletzungen zuzog. Die Zeugen entwaffneten den Angreifer erfolgreich und hielten ihn am Boden fest, bis die Polizei am Tatort eintraf. Die Beamten nahmen den Deutschen fest; anschließend brachte ihn der Rettungsdienst unter Polizeibewachung ins Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck.
Für die Bevölkerung besteht derzeit keine Gefahr.
Ermittlungen zu Tatverdächtigem und Tatmotiv
Die Staatsanwaltschaft Lübeck leitete ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den 44-jährigen Tatverdächtigen wegen des Verdachts des Totschlags ein. Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft kannten der Angreifer und das 48-jährige Opfer einander vor der Tat nicht. Die Behörden erklärten, es gebe keine Hinweise auf ein politisches oder religiöses Motiv für die Messerattacke. Die Ermittler prüfen, ob der Tatverdächtige sich zum Tatzeitpunkt in einem akuten psychischen Ausnahmezustand befand; Hintergrundermittlungen zu den Tatumständen dauern an.
- Ein 44-jähriger Mann greift eine 48-jährige Kundin im Supermarkt an.
- Die Rettungskräfte erhalten den ersten Notruf wegen der Messerattacke.
- Mordkommission und Spurensicherung sichern den abgesperrten Tatort.
- Die Lübecker Staatsanwaltschaft leitet ein Totschlagsverfahren ein und richtet ein Zeugen-Upload-Portal ein.
Spurensicherung und Polizeieinsatz
Der Vorfall löste ein groß angelegtes Rettungs- und Polizeiaufgebot im Umfeld des Supermarkts aus. Die Polizei sperrte vorübergehend einen weiträumigen Sicherheitsbereich um das Geschäft und den angrenzenden Ratzeburger Bahnhof ab. Mordkommissionsbeamte und Spurensicherungsspezialisten trafen am Mittwochabend ein, um den Tatort zu untersuchen, Blutspuren zu sichern und materielle Beweise zu sammeln. Unterstützungskräfte und Notfallseelsorger wurden zur psychologischen Betreuung der Zeugen und anwesenden Kunden eingesetzt. Zudem richtete die Polizei ein öffentliches Upload-Portal ein, über das Zeugen direkt Aussagen, Handyfotos und Videomaterial an die Ermittler übermitteln konnten.


