
Fahrer stirbt in Berlin, nachdem Auto über Brüstung der Bösebrücke auf die Gleise der Bornholmer Straße stürzt
In der Nacht zum Samstag stürzte ein Auto von der Berliner Bösebrücke in das Gleisbett der Bornholmer Straße. Der Fahrer starb, die S-Bahn-Linien S1 und S25 wurden eingestellt.
Nächtlicher Unfall auf der Bösebrücke
In der Nacht zum Samstag, dem 19. September 2026, ereignete sich im Norden Berlins ein tödlicher Autounfall. Gegen 2:45 Uhr verlor ein Fahrzeug, das vom Bezirk Wedding in Richtung Prenzlauer Berg unterwegs war, auf der Bösebrücke die Kontrolle. Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab, prallte gegen den Bordstein und zwei Poller, hob vollständig über die Brückenbrüstung ab und stürzte in den darunterliegenden Gleiseinschnitt. Es landete direkt im Gleisbett des S-Bahnhofs Bornholmer Straße und blieb auf dem Dach quer zu den Schienen liegen.
In der Folge prallte das Fahrzeug nach derzeitigen Erkenntnissen gegen den Fahrbahnrand und zwei Poller und gelangte anschließend auf die Brückenbrüstung der Bösebrücke, woraufhin das Fahrzeug in das Gleisbett des S-Bahnhofs Bornholmer Straße geschleudert wurde.
Fahrzeugflug und Spurenlage
Die Spurenlage am Unfallort deutete darauf hin, dass das schwarze Auto zunächst am Rand entlangfuhr, bevor es über die Brückenkonstruktion sprang. Auf der Fahrbahn verteilten sich Autoteile, darunter Trümmerteile in der Nähe eines Laternenpfahls, den das Fahrzeug bei dem Vorfall gestreift hatte. Kratzspuren an der Brückenbarriere zeigten, dass das Auto über eine längere Strecke an der Konstruktion entlanggeschrammt war, wodurch Motor und Tank aufrissen. Die 1,30 Meter hohe Brüstung selbst blieb an der Stelle, an der das Fahrzeug in den Gleiseinschnitt stürzte, unbeschädigt. Ein anwesender Polizeibeamter erklärte am Samstagmorgen, das Auto sei vollständig über die 1,30 Meter hohe Barriere geflogen, ohne sie an der Aufprallstelle zu berühren.
- Ein Auto auf dem Weg nach Prenzlauer Berg stürzt über die Brüstung der Bösebrücke auf die Gleise
- Rettungskräfte versuchen eine Wiederbelebung; die Bornholmer Straße wird gesperrt und die Bahnstromversorgung unterbrochen
- Polizei richtet S-Bahn-Umleitungen auf den betroffenen Strecken ein, darunter die Linien S1 und S25
- Voraussichtlicher Abschluss der Räumungs- und Bergungsarbeiten auf den Gleisen
Rettungseinsatz und Ermittlungen
Ersthelfer trafen kurz nach dem Unfall am Bahnhof Bornholmer Straße ein und befreiten den Fahrer aus dem schwer beschädigten, auf dem Dach liegenden Fahrzeug. Rettungskräfte leiteten noch am Unfallort Wiederbelebungsmaßnahmen ein, doch der Mann erlag seinen Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Die Identität des Fahrers war am Samstagmorgen noch nicht offiziell geklärt. Rechtsmediziner und Unfallsachverständige sicherten den Bereich ab, um die genauen Umstände zu ermitteln, die zum Kontrollverlust führten. Die Polizei erklärte, dass die Räumungs- und Bauarbeiten vor Ort voraussichtlich bis in die Nachmittagsstunden andauern würden.
Schwere Verkehrsbeeinträchtigungen
Der Vorfall führte zu sofortigen Sperrungen im Straßen- und Nahverkehrsnetz im Norden Berlins. Die Bornholmer Straße wurde zwischen Jülicher Straße und Malmöer Straße in beide Richtungen für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Berliner Feuerwehr schaltete die Fahrleitungsspannung entlang des Bahnkorridors ab, um die Sicherheit der Bergungskräfte zu gewährleisten. Der S-Bahn-Verkehr war massiv beeinträchtigt: Die Linien S1 und S25 wurden zwischen Gesundbrunnen und Wollankstraße komplett eingestellt. Die Züge der Linien S2, S8 und S85 fuhren auf geänderten Fahrplänen weiter, hielten aber nicht am Bahnhof Bornholmer Straße. Die Linie S1 verkehrte auf verkürzten Strecken zwischen Wannsee und Gesundbrunnen sowie zwischen Schönholz und Oranienburg, und zwar im 20-Minuten-Takt zwischen Nordbahnhof und Gesundbrunnen sowie zwischen Schönholz und Frohnau.


