Sicherheit · Caracas und La Guaira
Erdbeben in Venezuela: 920 Tote, 55.000 Vermisste – Rettungsteams stoßen auf Zugangshürden
Zwei schwere Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschütterten Venezuela am 24. Juni innerhalb von 40 Sekunden, töteten mindestens 920 Menschen und verletzten 3.360. Über 55.000 werden vermisst, die Rettungsarbeiten werden durch Flughafenschließungen und Visumsverzögerungen für ausländische Hilfsteams behindert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rzeczpospolita, TVP Info, rmf24.pl und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Mindestens 920 Tote, 3.360 Verletzte und zwischen 50.000 und 55.000 Vermisste nach zwei schweren Erdbeben im Nordwesten Venezuelas am 24. Juni.
Dutzende Ausländer unter den Toten, darunter 28 Portugiesen, fünf Spanier, zwei Brasilianer, ein Chilene, sieben Chinesen und ein italienisch-venezolanischer Doppelstaatsbürger; Hunderte weitere werden vermisst.
Kolumbianische Feuerwehrleute wurden an der Einreise nach Venezuela gehindert, und ein britisches Rettungsteam saß am Flughafen Madrid fest, trotz Hilfsangeboten der USA, Indiens und anderer Nationen.
Die amtierende Präsidentin Delcy Rodriguez sprach mit US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio, die Unterstützung zusagten; die Katastrophe stellt eine Regierung vor eine Herausforderung, die Nicolás Maduro Anfang dieses Jahres abgelöst hat.
- 24.06.Über 200 Nachbeben folgen in der Nacht
- 26.06.Erneutes Beben der Stärke 4,9 erschüttert Gebiet 80 km von Caracas, keine neuen Opfer
- 27.06.Offizielle Zahl der Todesopfer erreicht 920; zwischen 50.000 und 55.000 Vermisste
Die Katastrophe
Am Abend des 24. Juni bereiteten die Bewohner des nordwestlichen Venezuelas das Abendessen vor, als der erste Erdstoß den Boden erschütterte. Ein Erdbeben der Stärke 7,2 traf, und nur 40 Sekunden später folgte ein zweites, noch stärkeres Beben der Stärke 7,5. Mehr als 200 Nachbeben erschütterten in den folgenden Stunden die Region und ließen Wohngebäude, Schulen, Krankenhäuser und Straßen einstürzen. Die Beben waren die stärksten seit über einem Jahrhundert und waren noch in entlegenen Landesteilen zu spüren.
„Es gibt Gebäude, Häuser, die eingestürzt sind. Wir kümmern uns darum und setzen alles ein, was an Sicherheitskräften und ziviler Hilfe zur Verfügung steht. Feuerwehr, Polizei, alles wurde mobilisiert.“
Bis zum 27. Juni war die offizielle Zahl der Todesopfer auf 920 gestiegen, 3.360 wurden verletzt. Die Zahl der Vermissten lag zwischen 50.000 und 55.000, und Experten warnten, dass sie noch weit höher steigen könnte. Parlamentspräsident Jorge Rodriguez sagte, die endgültige Zahl der Todesopfer könnte 50.000 erreichen. Der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher sagte der AFP, die Zahl der Todesopfer werde „mit Sicherheit deutlich steigen“.
Internationale Opfer
Mindestens 28 portugiesische Staatsbürger starben und 85 werden vermisst, so das portugiesische Außenministerium. Spanien bestätigte fünf Todesopfer und 133 Vermisste. Ein italienisch-venezolanischer Doppelstaatsbürger kam ums Leben, als ein Gebäude im Bundesstaat La Guaira einstürzte; Rom schätzt, dass 170.000 Menschen mit italienischem Pass in Venezuela leben. Zwei Brasilianer, ein Chilene und sieben chinesische Staatsangehörige starben ebenfalls. Die polnischen Behörden erklärten, es seien keine Bürger zu Schaden gekommen.
- Portugal
- 28 Todesfälle
- China
- 7 Todesfälle
- Spanien
- 5 Todesfälle
- Brasilien
- 2 Todesfälle
- Chile
- 1 Todesfälle
- Italien (Doppelstaatsbürger)
- 1 Todesfälle
Daten aus dem Artikeltext
Zugangsprobleme für Rettungskräfte
Als das Ausmaß der Katastrophe deutlich wurde, gingen internationale Hilfsangebote ein: Die USA sagten 150 Millionen Dollar, 250 Rettungskräfte und logistische Unterstützung zu; Indien bot ein Feldlazarett und 35 Tonnen Hilfe an; das Rote Kreuz schickte 17 Tonnen humanitäre Hilfsgüter. Doch die Teams vor Ort stießen auf Hindernisse. Der Bürgermeister von Medellín, Kolumbien, warf Venezuela vor, die Einreise kolumbianischer Feuerwehrleute zu blockieren, die vier Stunden auf einem Flughafen warteten, ohne eine Genehmigung zu erhalten.
„Leute, das ist eine Tragödie. Es ist ein Notfall. Es ist keine Party, zu der man eine Einladung braucht.“
Ein britisches NGO-Team, Serve On International, mit einem Suchhund und Spezialausrüstung saß am Flughafen Madrid fest, nachdem sich kommerzielle Fluggesellschaften geweigert hatten, sie zu transportieren. Der neue britische Verteidigungsminister Dan Jarvis sagte, er werde die Angelegenheit sofort prüfen und dankte der RAF für ihre Unterstützung. Der Hauptflughafen in La Guaira, dem am schlimmsten betroffenen Küstenstaat, blieb aufgrund von Schäden geschlossen, was die Hilfslieferungen weiter erschwerte.
Politischer Druck
Die amtierende Präsidentin Delcy Rodriguez, die im Januar die Macht übernahm, nachdem die USA Nicolás Maduro festgenommen und abgesetzt hatten, telefonierte mit Donald Trump und Außenminister Marco Rubio. Die US-Vertreter bestätigten ihre Bereitschaft, Rettungskräfte, Ausrüstung und humanitäre Hilfe zu entsenden.
„Wir sind zutiefst dankbar für diese Geste der Freundschaft und Zusammenarbeit.“
Rodriguez sagte, La Guaira sei „vollständig militarisiert“ worden, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren, und Parlamentspräsident Jorge Rodriguez gelobte, die unter den Trümmern Eingeschlossenen zu retten. Das Beben ist der bislang größte Test für die Übergangsregierung, die bereits mit einer jahrzehntelangen Wirtschaftskrise zu kämpfen hat.
Anhaltendes seismisches Risiko
Am Nachmittag des 26. Juni erschütterte ein erneutes Beben der Stärke 4,9 mit einem Epizentrum 80 km nordwestlich von Caracas und einer Tiefe von 35 km die Region. Das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum zeichnete das Ereignis auf; es wurden zunächst keine weiteren Opfer oder Schäden gemeldet. Behörden und Seismologen warnten, dass weitere Nachbeben wahrscheinlich sind, und die Such- und Rettungsarbeiten werden unter der Gefahr weiterer Einstürze fortgesetzt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RzeczpospolitaKataklizm w Wenezueli. Liczba zaginionych przekroczyła 55 tysięcy
- TVP InfoSetki ofiar trzęsień ziemi w Wenezueli. Wśród nich wielu cudzoziemców
- rmf24.plTrzęsienie ziemi w Wenezueli. Wśród ofiar wielu obcokrajowców
- NIEZALEZNA.PLTrzęsienie ziemi w Wenezueli. Wiadomo ilu zginęło obcokrajowców
- Jorge Rodriguez
- Präsident des venezolanischen Parlaments
- Delcy Rodriguez
- Amtierende Präsidentin Venezuelas
- Diosdado Cabello
- Venezuelas Innenminister
- Fico Gutierrez
- Bürgermeister von Medellín, Kolumbien
- Dan Jarvis
- Britischer Verteidigungsminister
- Matt Hasdell
- Mitglied des britischen Rettungsteams Serve On International
- Tom Fletcher
- UN-Nothilfekoordinator
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten
- Marco Rubio
- US-Außenminister
- Orte
- Caracas
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen