
Mann stirbt im Krankenhaus nach Schüssen auf Wohnanlage in Tor Sapienza in Rom
Raymond Asosa Agheyisi, 24, starb am Montag im Policlinico Casilino, nachdem er auf der Viale Giorgio Morandi im Osten Roms in den Bauch geschossen worden war. Die Squadra Mobile hat ein Tötungsdelikt eingeleitet.
Tödliche Auseinandersetzung auf der Viale Giorgio Morandi
Ein 24-jähriger Mann, identifiziert als Raymond Asosa Agheyisi, starb am Montagnachmittag, dem 17. August 2026, nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung im Stadtteil Tor Sapienza am östlichen Stadtrand von Rom. Der Vorfall ereignete sich auf der Straße und im offenen Innenhof unter einer Sozialwohnanlage auf der Viale Giorgio Morandi. Erste Meldungen deuteten darauf hin, dass das Opfer schwere Verletzungen am Unterleib erlitten hatte. Die Ermittler stellten fest, dass er von einer einzelnen Kugel aus einer Handfeuerwaffe getroffen wurde, obwohl die ersten Notrufe offen gelassen hatten, ob die Verletzung durch eine Schusswaffe oder eine Stichwaffe verursacht worden war. Ein Bekannter entdeckte Agheyisi zusammengebrochen auf dem Boden mit starken Blutungen und kontaktierte gegen 15:00 Uhr die Notrufzentrale 112. Während die meisten Quellen das Opfer als italienischen Staatsbürger, geboren 2002 in Rom, identifizierten, beschrieb ein Bericht ihn als afrikanischen Staatsangehörigen.
Medizinische Versorgung und Ankunft im Krankenhaus
Notfallmediziner von Ares 118 erreichten den Ort kurz nach der Meldung des Notrufs, um dringende Hilfe zu leisten. Die Einsatzkräfte führten vor Ort umfangreiche Wiederbelebungsmaßnahmen durch, nachdem sie festgestellt hatten, dass das Opfer einen massiven Blutverlust erlitten hatte und im Wohnhof mehrere Herzstillstände erlitt. Sanitäter brachten ihn in einen Krankenwagen und transportierten ihn unter Code-Rot-Bedingungen in die Notaufnahme des Policlinico Casilino. Die medizinischen Teams im Krankenhaus setzten die Stabilisierungsversuche fort, doch der junge Mann wurde kurz nach der Aufnahme aufgrund der katastrophalen Natur seiner Bauchwunden für tot erklärt.
- Ein Bekannter entdeckt Raymond Asosa Agheyisi verwundet auf der Viale Giorgio Morandi und ruft die 112
- Sanitäter von Ares 118 führen vor Ort Wiederbelebungsmaßnahmen durch und transportieren das Opfer ins Policlinico Casilino
- Agheyisi stirbt im Policlinico Casilino infolge schweren Blutverlusts durch eine Bauchschusswunde
- Die Squadra Mobile Rom und die Staatsanwaltschaft leiten ein Tötungsdelikt ein
Ermittlungen der Squadra Mobile und Fahndung
Beamte des allgemeinen Präventions- und öffentlichen Rettungsdienstes der Questura unter der Leitung von Tommaso Niglio trafen zusammen mit Beamten der Polizeistation Prenestino am Tatort ein. Die strafrechtlichen Ermittlungen wurden an die römische Squadra Mobile unter der Leitung von Roberto Giuseppe Pititto übergeben, die formell von der Staatsanwaltschaft Rom (Procura della Repubblica di Roma) koordiniert wird. Die Ermittler sperrten den Innenhof der Wohnanlage ab, sammelten physische Beweise und befragten den Bekannten, der den Notruf 112 abgesetzt hatte. Die Polizei arbeitet aktiv daran, den Täter zu identifizieren und zu lokalisieren, und prüft Zeugenaussagen, um festzustellen, ob der Schütze allein oder mit einem zweiten Komplizen handelte.
Motive und Nachbarschaftskontext
Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der tödliche Streit aus dem Drogenhandel herrührte, da das Gebiet unter den öffentlichen Wohnblocks auf der Viale Giorgio Morandi als aktiver Freiluft-Drogenumschlagplatz dient. Die Strafverfolgungsbehörden prüfen die These einer gezielten Abrechnung zwischen lokalen Unterweltfiguren am südöstlichen Rand Roms. Nach den Schüssen versammelten sich zahlreiche Bewohner der Sozialwohnanlage auf der umliegenden Straße, was zu erhöhten Spannungen in der Nachbarschaft führte, während die forensischen Teams den Tatort inspizierten. Der Ort hat eine dokumentierte Geschichte von Gewalt, darunter der ungeklärte Tod des 62-jährigen Claudio D'Andria, eines pensionierten Gemeindemitarbeiters aus der ehemaligen V. Gemeinde, der am 28. Mai 2013 nur wenige Meter vom aktuellen Tatort entfernt durch einen Kopfschuss starb.


