Sicherheit · Jarosław, Korczowa und Przemyśl
Polnisches Gericht ordnet psychiatrische Unterbringung für Tatverdächtigen des tödlichen Messerangriffs auf die Abtei Jarosław an
Das Bezirksgericht in Jarosław hat für einen 31-jährigen ukrainischen Tatverdächtigen eine dreimonatige psychiatrische Unterbringung angeordnet, nachdem dieser bei einem Messerangriff auf Priester und Mitarbeiter einer Benediktinerabtei einen Menschen getötet hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von FAKT24.pl, polsatnews.pl, oko.press und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Bezirksgericht in Jarosław ordnete eine dreimonatige Unterbringung des 31-jährigen Ihor M. in einer psychiatrischen Einrichtung mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen bis zum 23. Dezember 2026 an.
Am 24. September 2026 wurde der 72-jährige Priester Stanisław Zbojnowicz bei einem Angriff in der Benediktinerabtei tödlich verletzt, vier weitere Personen wurden verletzt.
Die Polizei stellte fest, dass Ihor M. nach 06:00 Uhr am 24. September 2026 aus Deutschland am Grenzübergang Korczowa ankam, wo sein Auto wegen einer unbezahlten Versicherungsstrafe in Höhe von umgerechnet 1.900 PLN abgeschleppt wurde.
Der ukrainische Botschafter Vasyl Bodnar entschuldigte sich bei den Opfern und erklärte, dass Ihor M. nicht im ukrainischen Militär gedient habe.
- 25.09.Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes
- 26.09.Kirche der Benediktinerabtei wird für die Öffentlichkeit wieder geöffnet
- 26.09.Einwohner veranstalten Schweigemarsch vom Stadtplatz zur Abtei
Gerichtsurteil und psychiatrische Begutachtung
Am 26. September 2026 ordnete das Bezirksgericht in Jarosław eine dreimonatige Untersuchungshaft bis zum 23. Dezember 2026 für den 31-jährigen ukrainischen Staatsbürger Ihor M. an. Dem Tatverdächtigen werden Mord, versuchter Mord und schwere Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Messerangriff am 24. September 2026 in der Benediktinerabtei in Jarosław vorgeworfen. Psychiatrische Gutachter diagnostizierten bei dem Beschuldigten eine akute polymorphe psychotische Störung, was die Staatsanwaltschaft daran hinderte, ihn formell zu vernehmen oder die Anklage im Rahmen einer üblichen Gerichtsverhandlung direkt zu erheben. Staatsanwältin Bożena Harasz-Wołoszyn von der Regionalstaatsanwaltschaft in Przemyśl erklärte, dass die Unterbringung in einer spezialisierten psychiatrischen medizinischen Einrichtung mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen erfolgen werde.
„Die Gerichtsentscheidung enthält den Hinweis, dass diese Maßnahme der Untersuchungshaft unter Krankenhausbedingungen anzuwenden ist.“
Weg zur Abtei und zeitlicher Ablauf des Angriffs
Die Ermittler rekonstruierten die Route, die der Tatverdächtige vor der Messerattacke nahm. Ihor M. fuhr in der Nacht aus Deutschland über den Grenzübergang Świecko in einem Skoda Superb nach Polen und reiste quer durch das Land in Richtung der ukrainischen Grenze. Er traf kurz nach 06:00 Uhr am 24. September 2026 am Grenzübergang Korczowa ein, wo Grenzbeamte feststellten, dass dem Fahrzeug die obligatorische Kfz-Haftpflichtversicherung fehlte. Weil er die Geldstrafe von umgerechnet rund 1.900 PLN nicht zahlte, transportierte ein Abschleppwagen mit Plattform das Fahrzeug zu einem Parkplatz in Jarosław; der Tatverdächtige fuhr neben dem Abschleppwagenfahrer mit. Gegen 09:30 Uhr, etwa drei Stunden nach Verlassen der Grenze, betrat Ihor M. das Zentrum für christliche Kulturformation der Benediktinerabtei. Er nahm ein Messer aus der Klosterküche und griff fünf Personen an, wobei er den 72-jährigen Priester Stanisław Zbojnowicz, der ihn aufzuhalten versuchte, tödlich verletzte.
Opfer und ausländische Einträge
Bei dem Angriff wurden vier weitere Personen verletzt: zwei Priester (mit Vater Marek und Vater Adrian identifiziert) sowie zwei Laien (mit Krzysztof und Ewa identifiziert). Zum Stand des 26. September 2026 befinden sich zwei Schwerverletzte in stabilem Zustand im Krankenhaus in Jarosław, eine verletzte Frau wird in Przeworsk behandelt, und ein fünftes Opfer wurde am Donnerstagabend aus einem Krankenhaus in Przemyśl entlassen. Die polnische Polizei ermittelte über ausländische Sicherheitsdatenbanken, dass Ihor M. vor etwa vier Jahren, vor der groß angelegten russischen Invasion, die Ukraine verlassen hatte. Er war zuvor in Deutschland wegen Widerstands gegen Polizeibeamte registriert und in der Tschechischen Republik nach einem illegalen Grenzübertritt als unerwünschte Person geführt worden. Der ukrainische Botschafter in Polen, Vasyl Bodnar, bestätigte den konsularischen Kontakt mit der Mutter des Tatverdächtigen und erklärte, dass Ihor M. nicht im ukrainischen Militär gedient habe.
„Es tut mir sehr leid, und ich trauere. Ich möchte mich auch bei allen Opfern und der Öffentlichkeit für ein solches Ereignis entschuldigen, das leider auch die allgemeine Haltung gegenüber Ukrainern in Polen beeinflusst.“
- Im Krankenhaus in Jarosław
- 2
- Im Krankenhaus in Przeworsk
- 1
- Aus dem Krankenhaus in Przemyśl entlassen
- 1
- Verstorben
- 1
Daten aus dem Artikeltext
Reaktion der Gemeinde und Schweigemarsch
Die Kirche der Benediktinerabtei Sankt Nikolaus und Sankt Stanislaus wurde am Samstagnachmittag um 16:30 Uhr für die Gemeindemitglieder wieder geöffnet. Um 17:30 Uhr feierte Pater Adrian, einer der bei dem Angriff verletzten Priester, die Messe und hielt eine Predigt, während er sichtbare Gesichtsverbände und Blutergüsse trug. Jarosław rief eine offizielle Trauerzeit aus, die bis Sonntag, den 27. September 2026, andauern sollte. Am Samstagabend um 19:00 Uhr versammelten sich mehrere hundert Einwohner auf dem Stadtplatz zu einem Schweigemarsch zur Abtei, trugen Kerzen und polnische Flaggen, um des verstorbenen Priesters zu gedenken und Solidarität mit den verletzten Opfern zu zeigen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Volodymyr Zelenskyy
- Präsident der Ukraine, der den Angriff verurteilte und eine umfassende rechtliche Aufarbeitung forderte
- Adam Szal
- Erzbischof, der mit Priestern am Ort des Angriffs in Jarosław betete
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