Sicherheit · Krakau und Ostrowiec Świętokrzyski

Sechs Tote bei Schießerei in Krakau – 24-jähriger Tatverdächtiger im Visier der Terrorermittlungen

Ein 24-jähriger polnischer Tatverdächtiger soll am Samstag, 7. November, auf dem Großen Markt in Krakau auf Menschen geschossen haben, die Staatsanwaltschaft hat ein Terrorermittlungsverfahren eingeleitet. Rund 200 Kilometer entfernt wurden drei Angehörige tot im Elternhaus des Mannes gefunden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NEWS 24/7, in.gr, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Krakau, Ostrowiec Świętokrzyski · Polen
Wie es dazu kam
  1. Samstag, 7. November, nachmittagsEin Schütze feuert auf dem Großen Markt in Krakau aus einem schwarzen Subaru, bis die Polizei ihn erschießt
  2. Samstag, 7. November, nach dem AngriffDrei Leichen im Elternhaus des Tatverdächtigen in Ostrowiec Świętokrzyski gefunden
  3. Sonntag, 8. NovemberDer Große Markt wird mit auf halbmast gesetzten Fahnen wieder geöffnet, Anwohner gedenken der Opfer

Angriff und Opfer

Am Samstag, 7. November feuerte ein 24-jähriger Pole aus einem schwarzen Subaru auf dem Großen Markt in Krakau, der zweitgrößten Stadt Polens, bis die Polizei auf ihn schoss und den Wagen stoppte. Sechs Menschen wurden getötet und 16 verletzt, darunter zwei Polizisten, so die meisten Berichte; ein Medium nannte 17 Verletzte. Vier der Toten sind polnische Staatsbürger, einer ist Brite und einer Österreicher, wie die Berichte ergaben. Von den Verletzten galten am Sonntag, 8. November, 15 als stabil, darunter zwei Polizisten, die aus dem Koma erwacht waren.

Die Polizei fand zudem drei Leichen im Elternhaus des Tatverdächtigen in Ostrowiec Świętokrzyski, rund 200 Kilometer entfernt. Die Polizei bestätigte, dass es sich um seinen 53-jährigen Vater, seine 52-jährige Mutter und seine 21-jährige Schwester handelte. Polnische Medien berichteten unter Berufung auf frühe Ermittlungserkenntnisse, die drei seien in ihren Betten erschossen worden, jeweils zweimal in den Kopf, und möglicherweise sei ein Schalldämpfer verwendet worden.

Todesopfer nach Staatsangehörigkeit bei der Schießerei in KrakauPersonen
Polnische Staatsbürger
4 Personen
Britischer Staatsbürger
1 Personen
Österreichischer Staatsbürger
1 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Der Tatverdächtige und das Motiv

Der Tatverdächtige wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt und befindet sich weiter im Krankenhaus. Die jüngsten Berichte beschreiben seinen Zustand als kritisch, während ein früherer Bericht ihn nach der Operation als stabil bezeichnete. Die Behörden erklären, er sei nicht vorbestraft und habe einen Waffenschein besessen. Innenminister Marcin Kierwiński sagte, vorläufige Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der Tatverdächtige allein gehandelt habe, stark von rechtsextremen Ideologien beeinflusst gewesen sei und sehr radikale Ansichten vertreten habe. Die Behörden hatten ihn zunächst als rechtsextremen Extremisten beschrieben. Die Ermittler haben kein klares Motiv festgestellt, eine Spezialeinheit für Terrorstraftaten bearbeitet den Fall. Ein Beamter sagte zudem, er habe keine Verbindung zur polnischen Armee, nachdem dazu falsche Berichte kursiert waren.

Die Piratenflagge

Die Ermittler untersuchen das Emblem, das er auf seiner Kleidung trug. Es zeigt ein Skelett mit einem Speer, der ein Herz durchbohrt – ein Motiv, das mit dem Piraten Edward Teach, bekannt als Blackbeard, verbunden wird. Polnische Medien berichten, das Design sei zuerst vom US Navy SEAL Team 3 verwendet worden, später von anderen SEAL-Kräften und dann von Spezialkräften anderer Länder. Es wurde auch mit ausländischen Söldnern in Verbindung gebracht, die an der Seite ukrainischer Streitkräfte kämpfen, sowie mit Symbolen von Mitgliedern der Asow-Sturmbrigade; in der Militärkultur ist es mit dem Satz „wir nehmen keine Gefangenen“ verbunden.

Chirurgen am Tatort

Professor Michał Pentziwiatr und der Chirurg Mateusz Wierdak aßen mit ihren Familien in einem Restaurant neben dem Platz, als sie die Schüsse hörten. Pentziwiatrs Sohn lief zu ihm, und die beiden Ärzte gingen zum Tatort, wo sie die verletzten Polizisten und den Tatverdächtigen behandelten. Wierdak übernahm die Versorgung eines Polizisten, der in die Brust geschossen worden war, und stoppte die Blutung mit seinen Händen. Pentziwiatr bestand darauf, den Beamten in das Johannes-Paul-II.-Krankenhaus zu bringen, das über thorax- und herzchirurgische Abteilungen verfügt. Sechs Freiwillige des Dubliner Zivilschutzes, die als Urlauber in Krakau waren, halfen ebenfalls bei der Versorgung der Verletzten, und die Verletzten wurden in vier verschiedene Krankenhäuser gebracht.

„Wenn man Menschenleben rettet, spielt es keine Rolle, wer wer ist.“

Michał Pentziwiatr

Politische Folgen

Premierminister Donald Tusk ordnete zwei Tage Staatstrauer an. Am Samstag schrieb er auf X, Politiker aller Lager sollten die Tragödie nicht ausschlachten, und versprach, jeder Aspekt der Tat werde aufgeklärt. Die Schießerei fällt in eine scharfe Auseinandersetzung zwischen Tusks EU-freundlicher Regierung und einer nationalistischen Opposition, die von Präsident Karol Nawrocki unterstützt wird. Krakaus Bürgermeister Łukasz Gibała bestritt einen Zusammenhang mit der Polarisierung der polnischen Politik.

„Meiner Meinung nach haben wir es mit der Tat einer paranoiden Person zu tun.“

Łukasz Gibała, Bürgermeister von Krakau

Die Ermittler haben keine Hinweise darauf gefunden, dass der Tatverdächtige einer politischen Partei angehörte oder sie unterstützte. Polens Waffengesetze sind relativ streng, was den Angriff für viele Beobachter schwer erklärbar macht. Am Sonntag, 8. November, wurde der Altstadtplatz mit auf halbmast gesetzten Fahnen wieder geöffnet, und Anwohner kamen, um den Opfern zu gedenken.

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Quellen und Kontext

Orte
Krakau

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