Regierung · Santa Cruz de Tenerife
Spanische Staatsanwaltschaft fordert achtjährige Haftstrafe für Ex-PSOE-Abgeordneten Tito Berni im Korruptionsfall auf den Kanarischen Inseln
Die Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft hat am 24. Juni Anklage erhoben und Haftstrafen für 16 Angeklagte in einem Bestechungssystem auf den Kanarischen Inseln beantragt, wobei der ehemalige sozialistische Abgeordnete mit acht Jahren rechnen muss.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, El Confidencial, eldiario.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft reichte die Anklageschrift am 24. Juni 2026 ein und beantragte die Eröffnung eines Verfahrens gegen 16 Angeklagte.
Acht Jahre für Tito Berni, 13 für den Vermittler Navarro Tacoronte, 11 für Taishet Fuentes und zwei für einen pensionierten General.
Das Netzwerk bot Geschäftsleuten öffentliche Aufträge und Subventionen im Austausch für Bestechungsgelder, Geschenke und Provisionen an, die von Ende 2020 bis Mitte 2021 aktiv waren.
Miguel Ángel Robayna García erhielt eine reduzierte Forderung von zehn Monaten nach Informationsweitergabe, anders als im Fall Koldo, wo eine ähnliche Reduzierung blockiert wurde.
Anklageschrift eingereicht
Am 24. Juni 2026 reichte die spanische Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft ihre Anklageschrift im Fall Mediador beim Ermittlungsgericht Nummer 4 in Santa Cruz de Tenerife ein und beantragte die Eröffnung einer mündlichen Verhandlung. Der Fall betrifft ein Netzwerk, das zwischen Ende 2020 und Mitte 2021 auf den Kanarischen Inseln angeblich politische Gefälligkeiten gegen Bestechungsgelder getauscht hat.
Das Korruptionssystem
Laut Anklageschrift haben die drei Hauptangeklagten „einen kriminellen Plan ausgearbeitet“, um Geschäftsleute, hauptsächlich aus der Landwirtschaft, der Viehzucht und dem Bereich erneuerbare Energien, anzusprechen. Im Austausch für „Geschenke, Bestechungsgelder und Provisionen“ versprachen sie Geschäfte im privaten Sektor, öffentliche Aufträge, Subventionen und andere unrechtmäßige Vorteile. Der ehemalige sozialistische Abgeordnete Juan Bernardo Fuentes Curbelo, bekannt als Tito Berni, nutzte seine Position, um Geschäftsleute im Kongressabgeordnetenhaus zu empfangen und dem System so einen Anschein von Seriosität zu verleihen.
„Getrieben von dem Wunsch, einen unrechtmäßigen wirtschaftlichen Vorteil zu erlangen, entwickelten sie einen kriminellen Plan, bei dem sie nach vorheriger Absprache und mit klar verteilten Rollen Geschäftsleuten, vor allem aus der Landwirtschaft, der Viehzucht und dem Bereich erneuerbare Energien, sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene, im Austausch für die Zahlung von Geschenken, Bestechungsgeldern und Provisionen bedeutende Geschäfte im privaten Sektor sowie die Vergabe von Aufträgen, den Erhalt von Subventionen und andere unrechtmäßige Vorteile im öffentlichen Bereich vorschlugen, alles geografisch auf dem Archipel der Kanarischen Inseln angesiedelt.“
Geforderte Strafen
Die Staatsanwaltschaft fordert acht Jahre Haft für Tito Berni (sechs Jahre wegen fortgesetzter Bestechung und zwei Jahre wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung). Der mutmaßliche Vermittler, Marco Antonio Navarro Tacoronte, sieht der schwersten Forderung gegenüber: 13 Jahre wegen Bestechung, krimineller Organisation, Betrug, Urkundenfälschung und Vorteilsnahme. Taishet Fuentes Gutiérrez, der ehemalige Generaldirektor für Viehzucht und Neffe von Tito Berni, drohen elf Jahre, wobei ein Medium zunächst von acht Jahren berichtete. Ein pensionierter General der Guardia Civil, Francisco Espinosa Navas, wird der Bestechung und Vorteilsnahme beschuldigt und könnte zwei Jahre erhalten. Mehrere Geschäftsleute sehen ebenfalls Strafen zwischen zehn Monaten und viereinhalb Jahren, je nach Grad ihrer Kooperation.
- Tito Berni
- 8 Jahre
- Navarro Tacoronte
- 13 Jahre
- Taishet Fuentes
- 11 Jahre
- Espinosa Navas
- 2 Jahre
- Robayna García
- 0.83 Jahre
- Geschäftsmann A.M.G.
- 4.5 Jahre
Daten aus dem Artikeltext
Ein kooperierender Geschäftsmann
Ein Geschäftsmann, Miguel Ángel Robayna García, erhielt eine deutlich reduzierte Forderung von zehn Monaten, nachdem er den Ermittlern freiwillig „relevante und wirksame“ Informationen geliefert hatte. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass seine Kooperation zur Aufklärung der Fakten beigetragen habe, wenn auch keine bisher unbekannten Straftaten offenbart wurden. Dies steht im Gegensatz zum Fall Koldo, wo der Generalstaatsanwalt eine ähnliche Reduzierung für den kooperierenden Geschäftsmann Aldama blockierte.
„Der Angeklagte hat mit den Ermittlungen kooperiert, indem er Daten und Informationen lieferte, die zur Aufklärung der Fakten beigetragen haben, für die Ermittlungen relevant und wirksam waren, und diese Informationen wurden auch als wahrheitsgemäß bestätigt und freiwillig zur Verfügung gestellt.“
Politischer Kontext
Tito Berni trat nach Bekanntwerden des Skandals von seinem Sitz im Kongress zurück. Der Fall hat die Aufmerksamkeit auf die Nutzung öffentlicher Ämter für private Zwecke und die Rolle von Vermittlern bei der Weiterleitung von Bestechungsgeldern gelenkt. Die Anklageschrift geht nun in die Hauptverhandlungsphase über, in der das Gericht über die endgültigen Strafen entscheiden wird.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL MUNDOLa Fiscalía aplica a un acusado del 'caso Tito Berni' la rebaja de condena que vetó a Aldama
- El ConfidencialLa Fiscalía pide 8 años al socialista Tito Berni por cohecho e integración en grupo criminal
- eldiario.esCaso Mediador: el fiscal pide 13 años de cárcel para Navarro Tacoronte, 8 para 'tito Berni' y 11 para su sobrino Taishet
- 20 minutosLa Fiscalía pide ocho años de prisión para 'Tito Berni' por organización criminal y un delito continuado de cohecho
- Juan Bernardo Fuentes Curbelo
- Ehemaliger PSOE-Abgeordneter, bekannt als Tito Berni, beschuldigt der Bestechung und kriminellen Vereinigungsmitgliedschaft.
- Marco Antonio Navarro Tacoronte
- Mutmaßlicher Vermittler im Korruptionssystem, dem 13 Jahre Haft drohen.
- Taishet Fuentes Gutiérrez
- Ehemaliger Generaldirektor für Viehzucht, Neffe von Tito Berni, dem elf Jahre drohen.
- Francisco Espinosa Navas
- Pensionierter General der Guardia Civil, beschuldigt der Bestechung und Vorteilsnahme.
- Miguel Ángel Robayna García
- Geschäftsmann, der mit den Ermittlern kooperierte und eine reduzierte Strafanforderung von zehn Monaten erhielt.
- Jaime Serrano-Jover
- Anti-Korruptionsstaatsanwalt, der die Anklageschrift unterzeichnete.
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