
Greta Thunberg schließt sich 1.800 Demonstranten am Berliner Rheinmetall-Standort an, 15 Festnahmen, Polizei meldet strafbare Parolen
Rund 1.800 Demonstranten zogen am Samstagnachmittag zum Berliner Wedding-Standort des Rüstungskonzerns Rheinmetall, darunter die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Die Polizei meldete 15 Festnahmen und das Rufen strafbarer Parolen.
Rund 1.800 Menschen zogen am Samstagnachmittag gegen Rüstungsproduktion und -exporte zum Berliner Standort von Rheinmetall, eine Demonstration, die die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg anzog. Der Marsch, der unter dem Motto „Wedding ohne Waffen. Gemeinsam gegen Krieg“ angemeldet war, startete am Hanne-Sobek-Platz nahe dem S- und U-Bahnhof Gesundbrunnen und bewegte sich zur Anlage des Rüstungsherstellers. Ein Berliner Polizeisprecher bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 1.800.
Während die Veranstaltung von der Polizei als weitgehend störungsfrei beschrieben wurde, stellten die Behörden fest, dass während des Marsches Pyrotechnik gezündet wurde. In einer separaten Erklärung, die von DIE WELT verbreitet wurde, teilte die Polizei mit, dass 15 Personen in Gewahrsam genommen wurden und dass Teilnehmer strafbare Parolen gerufen hatten.
Thunbergs Anwesenheit
Die Teilnahme von Greta Thunberg erregte besondere Aufmerksamkeit. Die schwedische Aktivistin, die durch die Klimabewegung 'Fridays for Future' weltweit bekannt wurde, hat sich zunehmend zu geopolitischen Themen geäußert, und ihr Auftritt beim Berliner Protest setzte dieses Muster fort.
Die schwedische Aktivistin, international bekannt durch die Klimabewegung 'Fridays for Future', reiht sich in eine Serie von Auftritten ein, in denen sie sich in letzter Zeit zunehmend zu geopolitischen Themen positioniert hat.
Muster der Proteste
Der Marsch am Samstag war kein Einzelfall. Der Berliner Rheinmetall-Standort wurde in den letzten Monaten mehrfach von Aktivisten ins Visier genommen, von denen einige die Zufahrtsstraße zum Firmengelände blockierten. Die Polizei war dort wiederholt präsent. Frühere Proteste am Donnerstag und Freitag waren kleiner und wurden überwiegend von propalästinensischen Demonstranten getragen. Bei Zusammenstößen während des Donnerstag-Protests wurden nach Polizeiangaben zwei Beamte verletzt.
- Propalästinensischer Protest nahe Rheinmetall-Standort; zwei Polizeibeamte bei Zusammenstößen verletzt.
- Weiterer kleinerer Protest, überwiegend propalästinensische Demonstranten, keine Festnahmen gemeldet.
- 1.800 marschieren unter dem Motto 'Wedding ohne Waffen'; Greta Thunberg nimmt teil; Pyrotechnik gezündet; 15 Festnahmen.
- Berliner Polizei erwartet weitere Störaktionen und Proteste am Standort Scheringstraße.
Haltung der Polizei und nächste Schritte
Die Polizei hat sich seit Tagen rund um das Grundstück an der Scheringstraße postiert. Zum Schutz des Geländes wurden Metallzäune errichtet, und Polizeifahrzeuge sind weiterhin im Einsatz. Die Behörden rechnen in den kommenden Tagen mit weiteren Störaktionen und Protesten.
Die Polizei hat sich seit Tagen rund um das Firmengelände an der Scheringstraße postiert. Zum Schutz des Geländes wurden Absperrungen in Form von Metallgittern aufgestellt. Zudem sind Polizeieinsatzfahrzeuge vor Ort. Die Behörde rechnet in den kommenden Tagen mit weiteren Störaktionen und Protestaktionen.


