
Netflix setzt „The Boroughs“ ab – Sci-Fi-Drama der Duffer-Brüder nach einer Staffel eingestellt
Das Sci-Fi-Drama, das in einer Seniorenresidenz in New Mexico spielt und Stars wie Alfred Molina und Geena Davis aufbietet, erzielte zwar fast 19 Millionen Aufrufe, konnte aber die hohen Kosten und den Weggang der Duffer-Brüder zu Paramount nicht wettmachen.
Eine Sci-Fi-Seniorenresidenz
Als „Stranger Things für die ältere Generation“ beschrieben, folgt „The Boroughs“ einem Witwer (Alfred Molina), der in eine scheinbar idyllische Seniorenresidenz in der Wüste von New Mexico zieht und sich mit anderen Bewohnern zusammenschließt, um einer übernatürlichen Bedrohung die Stirn zu bieten. Zum Ensemble gehörten Geena Davis, Alfre Woodard, Denis O’Hare, Clarke Peters, Bill Pullman und Jena Malone. Die Serie, produziert von Matt und Ross Duffer (bekannt durch „Stranger Things“) und entwickelt von Jeffrey Addiss und Will Matthews, feierte am 21. Mai 2026 Premiere.
Starker Start, dann Absetzung
Die Serie erhielt laut Variety eine Kritikerbewertung von 97 Prozent auf Rotten Tomatoes und verzeichnete in den ersten 18 Tagen auf der Plattform fast 19 Millionen Aufrufe. Das polnische Branchenportal Deadline zeichnete jedoch ein detaillierteres Bild: 5,6 Millionen Aufrufe am Premierenwochenende, ein Anstieg auf 9,5 Millionen in der ersten Woche und ein Rückgang auf 3,7 Millionen in der zweiten Woche. Der Autorenraum bereitete bereits eine zweite Staffel vor, als Netflix am 18. Juni bestätigte, dass die Serie nicht verlängert werde.
- Premierenwochenende
- 5.6 Mio. Aufrufe
- Erste Woche (gesamt)
- 9.5 Mio. Aufrufe
- Zweite Woche
- 3.7 Mio. Aufrufe
Warum Netflix den Stecker zog
Mehrere Quellen nennen die hohen Produktionskosten von Science-Fiction als Hauptgrund. Der Hollywood Reporter zitierte eine Quelle mit den Worten: „Sci-Fi ist teuer.“ Die Entscheidung spiegelt aber auch den zunehmend kühleren Wind im Verhältnis zwischen Netflix und den Duffer-Brüdern wider, die im August einen Vertrag mit Paramount unterzeichnet hatten. Der Zeitpunkt fällt mit Paramounts Sieg über Netflix im Bieterkrieg um Warner Bros. Discovery zusammen, einem Kampf, bei dem die Gruppe um David Ellison und die Trump-Regierung Paramounts Angebot unterstützten.
Ich würde gerne weitermachen, aber wer weiß – das Fernsehen ist launisch.
Die Absetzung hinterlässt bei Netflix nur noch einen von den Duffers produzierten Titel: das Spin-off „Stranger Things: Tales From ’85“ als Animationsserie. Eine weitere Serie der Brüder, das auf eine Staffel angelegte Horror-Drama „Something Very Bad Is Going to Happen“, endete ebenfalls nach einer Staffel. Paramount hat bereits den ersten Spielfilm der Duffer-Brüder für den 3. November 2028 angekündigt.
- Duffer-Brüder unterzeichnen mehrjährigen Vertrag mit Paramount
- Stranger Things endet nach fünf Staffeln
- The Boroughs feiert Premiere auf Netflix
- Netflix setzt The Boroughs nach einer Staffel ab
Ein Wandel in der Streaming-Landschaft
Der Weggang der Duffer-Brüder von Netflix markiert das Ende einer Ära nach dem Abschluss von „Stranger Things“, der meistgesehenen Serie der Plattform mit 1,2 Milliarden kumulierten Aufrufen. Ihr Wechsel zu Paramount und die anschließende Absetzung von „The Boroughs“ unterstreichen die wachsende Rivalität zwischen traditionsreichen Studios und Streaming-Giganten, während Talente zu Plattformen abwandern, die kreative Kontrolle und hohe Budgets bieten. Für die Zuschauer ist die Botschaft vertraut: Selbst gut bewertete, mit Stars besetzte Serien können in einem launischen Markt vorzeitig beendet werden.


