
Thailands Prinzessin Bajrakitiyabha im Alter von 47 Jahren nach langer Krankheit gestorben – Nachfolge der Monarchie ungewiss
Die älteste Tochter von Thailands König Maha Vajiralongkorn ist am 11. Juni nach fast vier Jahren im Koma aufgrund einer Herzerkrankung gestorben, gab der Königspalast am Freitag bekannt. Ihr Tod wirft Fragen zur Thronfolge der konstitutionellen Monarchie auf.
Tod nach Jahren im Koma bekannt gegeben
Der Königspalast gab am Freitag, den 12. Juni, bekannt, dass Prinzessin Bajrakitiyabha Mahidol, bekannt als Prinzessin Bha, am Abend des 11. Juni gestorben ist. Sie war seit Dezember 2022 im Krankenhaus, als sie aufgrund einer Herzerkrankung beim Gassigehen mit ihren Hunden in Nakhon Ratchasima zusammenbrach. Zunächst führte der Palast eine Infektion an; spätere Bulletins sprachen von einer schweren Blutinfektion und Organversagen. Die abschließende Mitteilung besagte, dass ihr Tod auf eine intraabdominale Infektion, Colitis, niedrigen Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und Blutgerinnungsstörungen zurückzuführen sei.
Sie starb am Donnerstagabend, nachdem sich ihr Zustand aufgrund einer intraabdominalen Infektion, Colitis, niedrigem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und Blutgerinnungsstörungen verschlechtert hatte.
Staatstrauer und Staatsbegräbnis
Thailand wird 15 Tage Staatstrauer mit Halbmastbeflaggung einlegen, berichtet RFI. Die Regierung werde voraussichtlich eine Trauerperiode ausrufen, teilte der Palast mit. Ihr Leichnam wird am Samstag, den 13. Juni, zum Großen Palast überführt, wo die Öffentlichkeit ihr die letzte Ehre erweisen kann, bevor ein Staatsbegräbnis mit allen Ehren stattfindet. Reuters berichtete, dass die Trauerfeierlichkeiten der königlichen Tradition folgen. Die Königsmutter war im Oktober zuvor im Alter von 93 Jahren gestorben.
Eine königliche Erbin mit Karriere als Diplomatin und Anwältin
Bajrakitiyabha, geboren am 7. Dezember 1978, war das einzige Kind von König Maha Vajiralongkorn und seiner ersten Frau Prinzessin Soamsawali. Sie studierte Jura an der Cornell University, erwarb einen Master- und einen Doktortitel, und arbeitete anschließend von 2006 bis 2011 als Staatsanwältin in Thailand. Von 2012 bis 2014 war sie Botschafterin in Österreich, Slowenien und der Slowakei. 2017 wurde sie UNODC-Sonderbotschafterin für Rechtsstaatlichkeit in Südostasien. Ihre nationale Arbeit konzentrierte sich auf die Reform des Strafjustizsystems und die Verbesserung der Bedingungen für weibliche Häftlinge, was zur Verabschiedung der "Bangkok Rules" durch die UN-Generalversammlung führte. 2021 ernannte der König sie zur Generalin und Stabschefin seiner persönlichen Garde.
Nachfolgeungewissheit
König Vajiralongkorn, 73, hat keinen Erben benannt. Nach dem Thronfolgegesetz von 1924 haben Söhne Vorrang, und sein jüngster Sohn, Prinz Dipangkorn Rasmijoti, 21, ist der mutmaßliche Nachfolger. Eine Verfassungsänderung von 1974 erlaubt jedoch die Thronbesteigung einer Frau, und Bajrakitiyabhas juristische und diplomatische Erfahrung machten sie zu einer starken Kandidatin. Analysten sahen in ihr eine mögliche Regentin für einen jungen Monarchen. Ihr Tod vertieft die Ungewissheit über die Zukunft der thailändischen Monarchie, die bereits mit strengen Majestätsbeleidigungsgesetzen und öffentlicher Debatte konfrontiert ist.
Dieser Verlust ist nicht nur eine schlechte Nachricht für das Volk, sondern eine unermessliche Trauer in den Herzen der ganzen Nation.
- Geboren als Tochter von Kronprinz Vajiralongkorn und Prinzessin Soamsawali
- Promotion in Jura an der Cornell University
- Beginn als Staatsanwältin im thailändischen Generalstaatsanwaltschaft
- Ernennung zur Botschafterin in Österreich, Slowenien und der Slowakei
- Ernennung zur UNODC-Sonderbotschafterin für Rechtsstaatlichkeit
- Ernennung zur Generalin und Stabschefin im Royal Security Command
- Zusammenbruch beim Gassigehen mit Hunden, fällt ins Koma
- Palast meldet schwere Blutinfektion, abhängig von lebenserhaltenden Maßnahmen
- Zustand verschlechtert sich, Infektion unkontrolliert
- Friedlich im Alter von 47 Jahren gestorben
- Tod bekannt gegeben, Staatstrauer ausgerufen

