Lehrerstreik in Valencia geht weiter – Teileinigung bei Gehältern spaltet Gewerkschaften
Eine Teileinigung über Gehälter zwischen der valencianischen Regierung und zwei kleineren Lehrergewerkschaften zerbrach die Einheitsfront des unbefristeten Streiks, doch die drei größten Gewerkschaften lehnten das Angebot als unzureichend ab, sodass der Ausstand in die dritte Woche geht.
Streik geht in die dritte Woche
Der unbefristete Streik der öffentlichen nicht-universitären Lehrer in der Region Valencia begann am 11. Mai 2026. Am Montag, dem 25. Mai – dem elften Streiktag – nahmen das regionale Bildungsministerium und die fünf streikenden Gewerkschaften nach zwei Wochen Protesten die Gespräche wieder auf.
- Unbefristeter Lehrerstreik in der Region Valencia beginnt.
- 11. Streiktag; Bildungsministerium und fünf Gewerkschaften treffen sich.
- ANPE und CSIF unterzeichnen eine Teileinigung über Gehälter und brechen damit die Gewerkschaftseinheit.
- Nächste Verhandlungsrunde zur Besprechung von Klassenstärken und anderen Themen geplant.
Teileinigung zerbricht Gewerkschaftseinheit
Am späten Montagabend erzielte das Bildungsministerium eine Mikrovereinbarung mit zwei Gewerkschaften, ANPE und CSIF, die zusammen etwa 30 % der gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten vertreten. Das Abkommen umfasst eine gestaffelte Erhöhung des regionalen Gehaltszuschlags um 200 Euro: 75 Euro ab September 2026, weitere 75 Euro ab Januar 2027 und abschließend 50 Euro ab Januar 2028. Die letzte Stufe ist an die Zusage geknüpft, sie an den Verbraucherpreisindex zu koppeln und je nach Haushaltslage neu zu verhandeln. Der Text gewährt zudem sechs Tage zur freien Verfügung pro Schuljahr (drei Unterrichtstage, drei unterrichtsfreie Tage) und erkennt das Recht auf digitale Nichterreichbarkeit formell an. Telearbeit und ein allgemeines Recht auf ortsunabhängiges Arbeiten wurden in früheren Vorschlägen erwähnt, sind aber nicht in das unterzeichnete Dokument aufgenommen.
Mehrheitsgewerkschaften halten an weiteren Forderungen fest
Die drei größten Gewerkschaften – STEPV, CCOO PV und UGT PV – lehnten das Angebot umgehend ab und kündigten an, am Dienstag einen Gegenvorschlag vorzulegen. Ihre Forderung bleibt eine Gehaltserhöhung von 20 %, um die seit 2010 verlorene Kaufkraft wiederzuerlangen, mit einer jährlichen, an den Verbraucherpreisindex gekoppelten Überprüfung. Bildungsrätin Carme Ortí begrüßte die Teileinigung als „einen ersten Schritt, um wieder Ruhe in die Klassenzimmer zu bringen“ und erklärte, dass valencianische Lehrer damit „zu den bestbezahlten in Spanien“ gehörten. Der STEPV-Sprecher Marc Candela wies jedoch darauf hin, dass die unterzeichnenden Gewerkschaften „nur 30 % vertreten und das Bildungsministerium weiß, dass 70 % nicht einverstanden sind“, und stellte die Legitimität des Abkommens infrage.
Ein erster Schritt wurde unternommen, um wieder Ruhe in die Klassenzimmer zu bringen.
Die beiden unterzeichnenden Gewerkschaften vertreten nur 30 %, und das Bildungsministerium weiß, dass 70 % nicht einverstanden sind.
Beteiligung und nächste Schritte
Die vom Bildungsministerium veröffentlichten offiziellen Zahlen bezifferten die Streikbeteiligung am 25. Mai regionsweit auf 22,98 %. Nach Provinzen: Alicante verzeichnete 23,45 %, Castellón 23,95 % und Valencia 22,29 %.
- Alicante
- 23.45 %
- Castellón
- 23.95 %
- Valencia
- 22.29 %
Die Verhandlungen über ungelöste Punkte – insbesondere eine Reduzierung der Klassenstärken und die Förderung der valencianischen Sprache – sollen am Dienstag, dem 26. Mai um 16:00 Uhr fortgesetzt werden. Der Streik geht daher weiter, wobei die Mehrheitsgewerkschaften weiterhin auf einer umfassenderen Einigung bestehen, bevor sie zur Normalität zurückkehren.

