
Polnischer Teenager gesteht Mord im Wald von Kędzierzyn-Koźle und Angriff in Opole
Der 19-jährige Jakub L. wurde des Mordes an Diana R. in Kędzierzyn-Koźle und des versuchten Mordes an Jan K. in Opole angeklagt, nachdem er den Ermittlern sagte, er habe Stimmen gehört.
Anklage nach Geständnis erhoben
Die Staatsanwaltschaft in Opole erhob am 2. September 2026 zwei Anklagen gegen den 19-jährigen Jakub L., nachdem er in Kędzierzyn-Koźle festgenommen worden war. Der Verdächtige gab zu, die 49-jährige Diana R. am 28. August 2026 getötet und zuvor in der Nacht vom 4. auf den 5. Juli 2026 einen Hammerangriff auf Jan K. in Opole verübt zu haben. Eine am Mittwoch abgeschlossene Autopsie ergab fünf Hammerschläge auf den Kopf und eine Messerstichwunde im Unterleib von Diana R. Stanisław Bar, Sprecher der Bezirksstaatsanwaltschaft in Opole, bestätigte, dass die Ermittler die Tat als Mord mit besonderer Grausamkeit eingestuft haben. Jakub L. drohen nach polnischem Recht zwischen 15 und 30 Jahren Haft oder lebenslange Haft.
Aufgrund der Vorgehensweise des Täters sind wir davon ausgegangen, dass der Mord mit besonderer Grausamkeit begangen wurde.
Festnahme und Beweissicherung
Die Polizei nahm Jakub L. am 1. September 2026 gegen 14:40 Uhr nahe der Waldgrenze an der Wohnsiedlung Żabieniec in Kędzierzyn-Koźle fest. Zivilbeamte schritten ein, nachdem Anwohner einen verdächtigen Gegenstand gemeldet und Aufnahmen von privaten Überwachungskameras und Dashcams zur Verfügung gestellt hatten. Bei der Durchsuchung seines Rucksacks stellten die Beamten einen Schreinerhammer, ein Jagdmesser fest und identifizierten Blutspuren auf dem Stoff. Aspirantin Ewelina Karpińska vom Presseteam der Polizei der Woiwodschaft Opole bestätigte, dass der Jugendliche dem aus der Waldüberwachung erstellten visuellen Profil entsprach. Die Ermittler hatten zuvor Autofahrer, die am 28. August zwischen 14:00 und 20:00 Uhr in der Nähe von Żabieniec und dem Einkaufszentrum Odrzańskie Ogrody unterwegs waren, aufgefordert, Dashcam-Aufnahmen zur Verfügung zu stellen.
- Jan K. wird mit einem Hammer in der Wapienna-Straße in Opole angegriffen.
- Diana R. wird bei einem Spaziergang in einem Wald in Kędzierzyn-Koźle getötet.
- Polizei nimmt den 19-jährigen Jakub L. nahe dem Wald von Żabieniec mit Waffen fest.
- Staatsanwaltschaft klagt Jakub L. nach seinem Geständnis wegen Mordes und versuchten Mordes an.
Verbindung zum Hammerangriff in Opole
Während der ersten Vernehmung teilte Jakub L. den Beamten mit, dass er auch den ungeklärten Angriff in der Wapienna-Straße in Opole zwei Monate zuvor begangen habe. In der Nacht vom 4. auf den 5. Juli 2026 wurde Jan K., der auf einer Bank saß, mehrmals mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen. Ein vorbeifahrender E-Scooter-Fahrer entdeckte das verletzte Opfer und alarmierte den Rettungsdienst. Das medizinische Personal im Krankenhaus stellte fest, dass die Schädelfrakturen absichtlich zugefügt und nicht durch einen Sturz verursacht worden waren. Die Ermittler in Opole bestätigten, dass Überwachungsaufnahmen vom Tatort in Opole eine Person zeigten, die der Beschreibung von Jakub L. entsprach. Das Opfer liegt seit dem Vorfall bewusstlos im Krankenhaus.
Motive und psychiatrische Begutachtung
Die von der Staatsanwaltschaft gesammelten Beweise deuten darauf hin, dass beide Personen zufällig ausgewählt wurden und keine vorherige Beziehung zu Jakub L. bestand. Das 49-jährige Opfer, eine Angestellte des Kinos Twierdza, hatte zwischen 16:00 und 18:30 Uhr am 28. August ihre Wohnung mit Fahrrad und Hund verlassen. Ein vorbeifahrender Radfahrer entdeckte ihre Leiche etwa 20 Meter vom Weg entfernt, wo ihr Hund geblieben war. Jakub L. sagte den Ermittlern, er habe gehandelt, weil Stimmen in seinem Kopf ihn zum Angriff aufgefordert hätten. Die Staatsanwaltschaft beantragte beim Gericht die vorläufige Festnahme und wies darauf hin, dass polnische Strafvollzugsanstalten über Krankenstationen verfügen, die für verdächtige Personen geeignet sind, die medizinische Überwachung benötigen.
Im Moment scheint es, dass die Motivation des Verdächtigen aus seinem Gesundheitszustand resultiert. Seine Haltung und der Inhalt seiner Aussagen deuten darauf hin, dass eine Untersuchung durch psychiatrische Sachverständige erforderlich sein wird, um seine Schuldfähigkeit zu beurteilen.


