Gesundheit & Bildung · Taranto

Taranto: Neunjährige wegen 12 Euro Essensschulden von der Schulkantine ausgeschlossen

Eine neunjährige Schülerin in Taranto wird nach Angaben ihrer Familie seit Anfang November von der Schulkantine ausgeschlossen – wegen Rückständen, die die Stadt mit 38 Euro beziffert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, ANSA.it, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Taranto · Italien
Wie es dazu kam
  1. 15.04.Nach Angaben der Stadt wurde die Familie über die Rückstände informiert, die auch auf der Buchungsplattform für das Essen sichtbar waren
  2. 2.11.Die Schule bittet den Vater, das Mädchen vor dem Mittagessen abzuholen; die meisten Berichte datieren die erste vorzeitige Abholung auf diesen Tag
  3. 6.11.Der Anwalt stellt der Stadt eine Aufforderung zu und verlangt die Wiederzulassung zur Kantine binnen 24 Stunden

Ein Schuldenstreit in Taranto

Eine neunjährige Schülerin in Taranto wird seit Anfang November von der Schulkantine ausgeschlossen, weil Essensschulden aus dem vorangegangenen Schuljahr offen sind. Ihr Vater erklärt über den Anwalt Fabrizio Del Vecchio, die Familie sei über die Schulden nie informiert worden und hätte sie beglichen, wenn sie davon gewusst hätte. Die Stadtverwaltung gibt die Rückstände mit 38 Euro an – mehr als die 30-Euro-Schwelle, ab der ihre Regeln das Essen aussetzen – und erklärt, die Familie sei im April gewarnt worden. Der Vater bestreitet sowohl die Begründung als auch die Summe: Die Schule habe ihm zunächst 38,40 Euro genannt und später einen Screenshot geschickt, der einen negativen Saldo von 12,80 Euro ausweise. In der anwaltlichen Aufforderung wird die Schuld mit rund 12 Euro angegeben.

Wie die frühen Abholungen begannen

Die Schule rief den Vater in den ersten Tagen des Kantinenbetriebs im November an und bat ihn, seine Tochter um 13 Uhr statt um 16:15 Uhr abzuholen. Die meisten Berichte datieren die erste vorzeitige Abholung auf den 2. November, eine Darstellung nennt den 3. November. Seither wird das Mädchen vor dem Mittagessen aus dem Gebäude geholt, lässt ihre Klassenkameraden zurück und kehrt erst nach dem Essen in den Unterricht zurück. Ihre Eltern haben ihr erzählt, sie esse bei der Großmutter, weil die besser koche, sagte der Anwalt gegenüber Fanpage. Der Anwalt erklärt, ihr Platz im Kantinenportal sei weiterhin gesperrt, und den Eltern sei gesagt worden, sie könne erst wieder auf die Liste, wenn das Konto ausgeglichen sei.

Die Darstellung der Stadt

Die Bildungsdezernentin Maria Lucia Simeone bezeichnete den Fall als unangenehmen Vorfall, der noch geprüft werde. Sie sagte, die Kantinenbeauftragte der Schule habe die Familie vorab gewarnt, damit das Mädchen vor der Pause abgeholt werden könne. Simeone sagte zudem, das Mädchen habe mehrere Monate kostenlos gegessen, und die Rückstände seien auf der Buchungsplattform für das Essen sichtbar gewesen.

„Eine erste Prüfung zeigt, dass dem Mädchen das Essen mittags nicht vor ihren Klassenkameraden verweigert wurde.“

Maria Lucia Simeone

Der Vater weist diese Darstellung zurück. Er sagt, die Schule habe ihm mitgeteilt, die Sache falle nicht in ihre Zuständigkeit, während die Stadt erklärt habe, sein Name fehle auf der Liste und es sei eine Schuld verzeichnet.

Der rechtliche Weg

Die am 6. November zugestellte Aufforderung verlangt, den Kantinenbetrieb binnen 24 Stunden nach Erhalt wiederherzustellen. Del Vecchio argumentiert, die Stadt könne gegen die Eltern das gewöhnliche Mahnverfahren betreiben, dürfe dafür aber nicht einem Kind das Essen streichen. Die Aufforderung beruft sich auf die Würde des Kindes, den Gleichheitsgrundsatz und das Kindeswohl nach der UN-Kinderrechtskonvention. Sie führt zudem an, der Ausschluss setze das Mädchen Diskriminierung und Isolation vor ihren Klassenkameraden aus. Reagiere die Stadt nicht, werde er vor Gericht ziehen, auch um Schadensersatz zu fordern, sagt der Anwalt.

„Wenn sie nicht schon morgen wieder zugelassen wird, werden wir einen Eilantrag einreichen.“

Fabrizio Del Vecchio

Was weiterhin strittig ist

Die Höhe ist weiter umstritten; in verschiedenen Darstellungen tauchen 38 Euro, 38,40 Euro, 12,80 Euro und rund 12 Euro auf. Der Vater sagt, er sei vor dem Ausschluss nicht über die Rückstände informiert worden, während die Stadt angibt, die Familie am 15. April benachrichtigt zu haben. Die Stadt hat eine Prüfung des Vorfalls eingeleitet. Nach den jüngsten Berichten vom 6. November war das Mädchen noch immer nicht wieder zur Kantine zugelassen.

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Quellen und Kontext

Orte
Tarent

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