
Rumäniens Präsident: LPG-Tanker Gas Lisbon vor der Schwarzmeerküste getroffen, 17 Besatzungsmitglieder gerettet, drei verletzt
Der unter liberianischer Flagge fahrende LPG-Tanker Gas Lisbon wurde in der Nacht etwa 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste nahe Sfântu Gheorghe getroffen. Alle 17 Besatzungsmitglieder wurden evakuiert, drei Verletzte ins Krankenhaus gebracht.
Vorfall auf See
Der unter liberianischer Flagge fahrende LPG-Tanker Gas Lisbon wurde in der Nacht zum 21. Juli 2026 getroffen und geriet etwa 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste nahe Sfântu Gheorghe in Brand. Das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Constanța empfing um 00:05 Uhr Notrufe über Funk und das Cospas-Sarsat-System. Das Schiff, das über 3.790 Tonnen Propan geladen hatte, war am 16. Juli von Alexandria, Ägypten, abgelegt und auf dem Weg zum ukrainischen Hafen Reni.
In der Nacht wurde der LPG-Tanker Gas Lisbon unter liberianischer Flagge außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer getroffen, etwa 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste.
## Rettungsaktion
Die rumänischen Behörden entsandten sofort zwei Rettungsschiffe der Rumänischen Agentur zur Seenotrettung (ARSVOM), die SAR Apollo und die SAR Artemis, zum Unglücksort. Alle 17 Besatzungsmitglieder verließen den brennenden Tanker mit Rettungsinseln und wurden von der SAR Apollo aufgenommen. Drei verletzte Seeleute wurden zur Notfallversorgung nach Sulina gebracht. Nach Angaben der Rumänischen Schifffahrtsbehörde hatten zwei Opfer Verbrennungen an 10–15 % ihres Körpers, der dritte erlitt mehrere Wunden und Blutungen. Ein Schlepper wurde ebenfalls entsandt, um zu verhindern, dass das havarierte Schiff abtreibt und eine weitere Gefahr für die Schifffahrt darstellt.
- Die Gas Lisbon verlässt Alexandria, Ägypten, mit über 3.790 Tonnen Propan, Ziel Reni, Ukraine.
- Brand/Explosion an Bord gemeldet, etwa 20 Seemeilen vor Sfântu Gheorghe, Rumänien.
- Die rumänischen Rettungsschiffe SAR Apollo und SAR Artemis evakuieren alle 17 Besatzungsmitglieder mit Rettungsinseln.
- Drei verletzte Besatzungsmitglieder werden zur medizinischen Versorgung nach Sulina gebracht; zwei mit Verbrennungen, einer mit Wunden und Blutungen.
Ladung und Route
Die Gas Lisbon (IMO 9267974) ist ein 120 Meter langer LPG-Tanker, der 2002 in Japan gebaut wurde und eine Kapazität von über 8.000 Kubikmetern hat. AIS-Trackingdaten zeigten einen Tiefgang von etwa 5,9 Metern, was auf einen beladenen Zustand hindeutet. Das Schiff verkehrte regelmäßig auf Routen zwischen dem östlichen Mittelmeer und Schwarzmeerhäfen, mit kürzlichen Anläufen in Alexandria, Aspropyrgos, Baniyas, Burgas und Sulina. Mindestens eine frühere Reise von Alexandria nach Sulina im Jahr 2025 transportierte rund 3.000 Tonnen ägyptisches Propan für Kunden in der Ukraine.
Politische Reaktion
Präsident Nicușor Dan bezeichnete den Vorfall als „schwerwiegenden Zwischenfall“ und brachte ihn direkt mit dem weiteren Konflikt in der Region in Verbindung. Die staatlichen Institutionen bleiben in Alarmbereitschaft und arbeiten daran, die Umstände, Ursachen und Verantwortlichkeiten zu klären.
Die staatlichen Institutionen sind in Alarmbereitschaft und werden die Umstände, Ursachen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit diesem schwerwiegenden Zwischenfall klären, der höchstwahrscheinlich Teil des illegalen Angriffskriegs der Russischen Föderation gegen die Ukraine ist.
## Sicherheitsmaßnahmen
Die rumänischen Behörden gaben eine Navigationswarnung heraus, die alle Schiffe verpflichtet, einen Mindestabstand von drei Seemeilen zum brennenden Tanker einzuhalten. Der Schlepper blieb vor Ort, um sicherzustellen, dass die Gas Lisbon nicht in die Schifffahrtswege abdriftet. Die schnelle Evakuierung der Besatzung und die koordinierte Reaktion verhinderten eine größere Umwelt- oder Navigationskrise im vielbefahrenen Schwarzmeerkorridor.


