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Heutiger Brief

Ein Kabel legt drei Städte lahm

Merz steckt Ost-Pleite weg, Trump bekämpft Presse, Glasfaser legt New York lahm

Institutionen erlebten einen harten halben Tag. Wähler straften Deutschlands regierende Mitte ab, Gerichte sollten über den Zugang zum Weißen Haus entscheiden, die NATO-Ostflanke blieb nervös, und ein gekapptes Kabel erinnerte New York daran, dass moderne Macht oft durch alte Schächte läuft.

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  • Schüsse vor türkischer Schule

    Die Zahl der Verletzten stieg auf 11, darunter zwei Schwerverletzte, nach der Schießerei durch einen 15-jährigen Schüler an einer Berufsschule in Turgutlu.

  • Russische Angriffe während UN-Gipfel

    Russland attackiert die Energieinfrastruktur als Vergeltung für Schläge auf Dnipropetrowsk mit 4 Toten und 6 Verletzten. Weltführer versammeln sich zur UN-Generalversammlung.

  • Trump droht Medien mit Hausverbot

    Trump verklagt CNN, während das White House Press Corps aus Solidarität mit ausgeschlossenen Medien die Briefings boykottiert. Rechtsexperten bezweifeln die Rechtmäßigkeit.

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Europäische Union · Aktualisiert vor 8 m

Der Green Deal in der Revision

Frankreich, ein Gründungsmitglied, beantragt formell eine einjährige Verschiebung der EU-Methanimportregeln und eröffnet damit eine zweite Front des Mitgliedstaatenwiderstands gegen die Umsetzung des Green Deals.

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Diplomatie·24. Juni

EU empfängt erste Taliban-Delegation in Brüssel zu Gesprächen über Rückkehr von Migranten – heftige Menschenrechtskritik

Erstmals traf die Europäische Union am Dienstag in Brüssel eine Taliban-Delegation und erörterte die Rückkehr afghanischer Asylsuchender – während Belgien auf die Abschiebung verurteilter Straftäter drängt.

Beispiellose technische Gespräche

Am 23. Juni führten die Europäische Kommission und 15 Mitgliedstaaten unter dem gemeinsamen Vorsitz Schwedens ein technisches Treffen mit fünf Vertretern der afghanischen De-facto-Behörden, angeführt von Außenamtssprecher Abdul Qahar Balkhi. Das Treffen, eine Fortsetzung erster Kontakte in Kabul im Januar 2026, konzentrierte sich auf die Identifizierung von Rückkehrern, die Ausstellung von Reisedokumenten und die Organisation von Abschiebungen. Ein EU-Sprecher, Markus Lammert, erklärte, die Gespräche seien eine Gelegenheit gewesen, Kontakte in Migrationsfragen zu knüpfen, insbesondere zur Rückkehr von Personen, die als Sicherheitsrisiko oder schwere Straftäter eingestuft werden.

Wir werden das Taliban-Regime nicht anerkennen, ganz sicher nicht, aber ich denke, es ist dennoch wichtig, mit ihnen über Migration zu sprechen.

— Magnus Brunner

Belgien drängt auf Rückführungen

Belgiens Asyl- und Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt bestätigte ein separates bilaterales Treffen mit der afghanischen Delegation. Sie bezeichnete die Gespräche als positiv und konstruktiv und kündigte an, dass nun alle Dokumente zusammengestellt seien, um dem Ministerrat eine Akte für effektive Rückführungen vorzulegen. Van Bossuyt gab bekannt, dass 157 Afghanen in Belgien inhaftiert sind, davon 72 ohne Aufenthaltsrecht, und dass eine weitere, in den letzten Jahren entlassene Gruppe untergetaucht sei.

Wir können nicht dulden, dass Afghanen, die hier schwere Verbrechen begangen haben, nach ihrer Haftstrafe frei auf belgischen Straßen herumlaufen. Menschenrechte sind essenziell, aber auch Opfer haben Rechte. Unsere Bürger verdienen Sicherheit.

— Anneleen Van Bossuyt

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Empörung von Menschenrechtsorganisationen

Der Besuch stieß auf scharfe Verurteilung. Ludovic Laus von Amnesty International Belgien nannte ihn jenseits jeder Skandalisierung und warf der EU vor, mit einem völlig freiheitsfeindlichen Regime zu paktieren. Die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai zeigte sich erschüttert und zutiefst beunruhigt und warnte davor, dass die Taliban Frauen verhaften, verprügeln und hinrichten, die es wagen, ihre Meinung zu sagen oder sich ihren Regeln zu widersetzen. Vor dem Kommissionsgebäude fand eine Protestkundgebung statt. Jeff Crisp, ehemaliger UNHCR-Beamter und heute in Oxford, warnte, dass zurückgeführte Afghanen Verfolgung erleiden würden.

Europa darf ein Regime nicht legitimieren, das für eine der schlimmsten Menschenrechtskrisen der Welt verantwortlich ist.

— Malala Yousafzai

Eine heikle Balance

Die EU hat sich seit der Rückkehr der Taliban an die Macht im Jahr 2021 nach einem von den USA geführten NATO-Abzug konsequent geweigert, die Taliban-Regierung anzuerkennen. Gegen den Taliban-Oberführer liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und geschlechtsspezifischer Verfolgung vor. Doch die Kommission argumentiert, dass Engagement der einzige Weg sei, um Abschiebungen zu ermöglichen. Das belgische Außenministerium stellte ein eintägiges Visum aus, das die Anwesenheit der Delegation einschränkte, und Beamte betonten, die Gespräche seien rein technischer Natur und keine politische Anerkennung.

Brüssel · Kabul
Abdul Qahar BalkhiMalala YousafzaiAnneleen Van BossuytMarkus LammertMagnus BrunnerLudovic LausJeff Crisp
BrusselsKabul

8 Quellen

  • Des responsables talibans ont été conviés à Bruxelles
    Blick.ch·24. Juni
  • Les talibans fréquentables ? A Bruxelles, désormais, oui
    Le Soir·23. Juni
  • A Bruxelles, une rencontre inédite entre responsables talibans et l'UE sur l'immigration
    La Libre.be·23. Juni
  • EU hosts Taliban officials for talks on migrant returns
    RTE.ie·23. Juni
  • Les discussions avec la délégation talibane en visite à Bruxelles se sont déroulées 'de manière positive et constructive', selon la ministre de l'Asile et de la migration Anneleen Van Bossuyt - RTBF Actus
    RTBF·23. Juni
  • Van Bossuyt confirme une concertation bilatérale avec des talibans
    7sur7·23. Juni
  • La furtive et brûlante visite des talibans à Bruxelles
    Le Soir·23. Juni
  • La Commission européenne franchit une ligne rouge en recevant les talibans à Bruxelles
    Mediapart·23. Juni

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