
NASA und Katalyst brechen 30-Millionen-Dollar-Rettungsmission für Swift-Weltraumteleskop ab
Die NASA und Katalyst Space haben eine 30 Millionen Dollar teure Mission zur Anhebung der Umlaufbahn des Swift-Weltraumteleskops aufgegeben, nachdem das Rettungsfahrzeug Antriebs- und Lageregelungsausfälle erlitten hatte.
Rettungsoperation abgebrochen
Die NASA und das Raumfahrt-Start-up Katalyst Space haben ihre gemeinsame Mission zum Abfangen und Anheben des Neil Gehrels Swift Observatory beendet, so dass das alternde wissenschaftliche Instrument auf dem Weg zum Verglühen in der Atmosphäre ist. Die US-Raumfahrtbehörde gab die Entscheidung am 19. August 2026 bekannt, nachdem es wochenlang zu technischen Komplikationen an Bord des robotischen Serviceraumschiffs gekommen war. Swift, ein Dreifachteleskop, das 2004 zur Untersuchung energiereicher Gammastrahlenausbrüche im Universum gestartet wurde, ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in einer erdnahen Umlaufbahn in Betrieb. Das Observatorium ist bei internationalen Forschern nach wie vor sehr gefragt, aber der atmosphärische Widerstand hat seine Umlaufbahn allmählich auf etwa 347 Kilometer über der Erde abgesenkt. Ohne Antrieb zur Kompensation dieses Abfalls wird erwartet, dass das Raumschiff Ende 2026 in die Erdatmosphäre eintritt und verglüht.
Rotation und Ausfälle der Lageregelung im Orbit
Das Rettungsfahrzeug mit dem Namen LINK wurde am 3. Juli 2026 mit einer aus einem Trägerflugzeug über einem Pazifikatoll ausgesetzten Pegasus-Rakete gestartet. Nach dem Einschwenken in die Umlaufbahn erlitt das unbemannte robotische Fahrzeug kritische Führungsanomalien, die es in eine unkontrollierte Rotation versetzten. Katalyst berichtete am 28. Juli 2026, dass das Fahrzeug 72 Stunden lang ununterbrochen rotierte und dabei Kommunikationsausfälle mit den Bodenstationen erlitt. Technische Teams verbrachten mehrere Wochen damit, die Kontrolle über das Raumschiff zurückzugewinnen, und übertrugen Mitte August schließlich aktualisierte Flugsoftware an den Lageregelungscomputer. Obwohl das Software-Update die Rotation verlangsamte, gelang es nicht, sie vollständig zu stoppen, so dass das Fahrzeug nicht in der Lage war, die für ein Andocken erforderliche präzise Ausrichtung herzustellen.
Dies ist nicht das Ergebnis, auf das wir hingearbeitet haben, aber es ändert nichts daran, warum diese Mission es wert war, versucht zu werden.
Missionsprofil und Satelliteninvestition
Der 30-Millionen-Dollar-Servicevertrag war als Test für Orbital-Lebensdauerverlängerungstechniken für hochwertige Raumfahrzeuge konzipiert, wobei Swift Entwicklungskosten von 250 Millionen Dollar und einen Wiederbeschaffungswert von bis zu 500 Millionen Dollar darstellte. Nach dem ursprünglichen Flugplan sollte LINK Swift im Orbit lokalisieren, sich dem sich bewegenden Teleskop nähern und sich mit drei gelenkigen Greifarmen am Satellitenkörper festhalten. Nach dem Einhaken an dem Raumschiff sollte LINK seinen Antrieb über mindestens einen Monat hinweg zünden. Der verlängerte Schub hätte Swift etwa 300 Kilometer höher auf eine Höhe von 600 Kilometern gebracht und das Teleskop in seinen ursprünglichen Betriebsbereich zurückversetzt.
- Aktuelle Höhe
- 347 km
- Geplante erhöhte Höhe
- 600 km
Annäherungstests und zukünftige Satellitenwartung
Da Andockmanöver ausgeschlossen sind, werden die Missionsleiter das LINK-Raumschiff dazu umleiten, in geringer Entfernung an Swift vorbeizufliegen, anstatt anzudocken. Der angepasste Flugplan zielt darauf ab, optische Verfolgungssysteme und autonome Näherungssensoren während des Nahvorbeiflugs zu testen, so dass Katalyst und NASA unter realen Orbitalbedingungen Telemetriedaten sammeln können. Die NASA-Führung betonte, dass das Projekt wertvolle Betriebserfahrung für die amerikanischen Fähigkeiten zur Satellitenwartung im All geliefert habe.
Das Team hat mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit gearbeitet, um Swift die Chance zu geben, mehr Wissenschaft zu betreiben und gleichzeitig die Fähigkeiten voranzutreiben, die Amerika für die zukünftige Satellitenwartung benötigen wird.
- NASA startet Swift-Weltraumteleskop in den Orbit
- LINK-Servicer startet mit Pegasus-Rakete über Pazifikatoll
- Katalyst meldet Rotation und Kommunikationsverlust des Raumfahrzeugs
- NASA und Katalyst geben Missionsabbruch bekannt


