
Supergirl startet mit 38 Millionen Dollar, Toy Story 5 bleibt auf Platz 1 – DC-Neustart gerät ins Stocken
Warner Bros. und DC Studios' „Supergirl“ startete mit geschätzten 38 Millionen Dollar in Nordamerika und 68 Millionen Dollar weltweit – deutlich unter den Erwartungen und dem Start von „Superman“ im Vorjahr. Das Ergebnis stellt den 170-Millionen-Dollar-Film vor eine schwierige Reise zur Rentabilität.
Supergirls enttäuschender Start
Die neueste DC-Comics-Adaption „Supergirl“ begann mit einem verhaltenen Einspielergebnis von 38 Millionen Dollar an 3.600 nordamerikanischen Kinos und weiteren 30 Millionen Dollar aus 77 internationalen Märkten, was einer weltweiten Summe von 68 Millionen Dollar entspricht. Die Studiovorhersagen waren bereits auf 50 bis 55 Millionen Dollar im Inland gesenkt worden, doch der tatsächliche Wert lag rund 24 Prozent unter selbst diesen gedämpften Erwartungen. Der von Craig Gillespie inszenierte Film mit Milly Alcock als Cousine von Superman kostete 170 Millionen Dollar in der Produktion und zig Millionen mehr für das Marketing.
- Supergirl (Nordamerika)
- 38 Mio. $
- Supergirl (Übersee)
- 30 Mio. $
- Superman (Nordamerika)
- 125 Mio. $
- Superman (Übersee)
- 95 Mio. $
Konkurrenz und Kritikerstimmen
Der Spitzenreiter blieb Disney-Pixars „Toy Story 5“, das am zweiten Wochenende in Nordamerika 70 Millionen Dollar und international 89,1 Millionen Dollar einnahm und seinen weltweiten Gesamterlös auf rund 585 Millionen Dollar steigerte. „Supergirl“ musste sich zudem mit der unabhängigen Horrorsensation „Obsession“ messen, die in ihrer siebten Woche weitere 10 Millionen Dollar im Inland einspielte und in den USA und Kanada insgesamt 234 Millionen Dollar erreichte. Die Kritiken für „Supergirl“ fielen schlecht aus: 56 Prozent auf Rotten Tomatoes und die Note B− beim CinemaScore der Kinobesucher. Clarisse Loughrey vom Independent beschrieb den Film als hässlich und entmutigend und schrieb: „Die Figur ist stark. Es ist nur schade, dass ihre Umgebung so lustlos ist.“
Die Figur ist stark. Es ist nur schade, dass ihre Umgebung so lustlos ist.
Ein breiterer DC-Plan auf dem Prüfstand
Der enttäuschende Start kommt ein Jahr, nachdem James Gunns „Superman“ mit 125 Millionen Dollar im Inland startete und schließlich 618 Millionen Dollar weltweit einspielte – ein Ergebnis, das Warner Bros.-Discovery-CEO David Zaslav als Beleg dafür feierte, dass das Studio einen „kühnen Zehnjahresplan“ für das neugestartete DC-Universum habe. Der Kontrast ist deutlich: Während „Superman“ eine der bekanntesten Ikonen der Popkultur zeigte, ist Supergirls Alter Ego Kara Zor-El dem breiten Publikum weit weniger vertraut.
DC-Studios-Co-Vorsitzender Peter Safran räumte das Defizit telefonisch ein und bezeichnete es als nur einen Teil einer größeren Strategie.
Obwohl „Supergirl“ unsere Kassenerwartungen nicht erfüllt hat, ist es nur ein Bestandteil einer breiteren, langfristigen Strategie bei DC Studios, von der wir weiterhin überzeugt sind.
Weitere Neustarts und der Gesamtmarkt
Paramounts „Jackass: Best and Last“, der angebliche Abschluss der Scherzfilm-Reihe, startete ebenfalls schwach mit 8,4 Millionen Dollar in Nordamerika und nur 1,9 Millionen Dollar aus 19 Überseemärkten, was knapp über 10 Millionen Dollar weltweit liegt. Der Film wurde für rund 10 Millionen Dollar schnell zusammengestellt, aber sein Start ist der schlechteste der Reihe. „Disclosure Day“, Steven Spielbergs neuer Science-Fiction-Film, spielte am zweiten Wochenende rund 8 Millionen Dollar ein, für ein laufendes nordamerikanisches Gesamtergebnis von 94 Millionen Dollar.
Die Gesamtkinokasse setzte ihre starke Erholung nach der Pandemie fort. Die gesamten Ticketverkäufe am Wochenende in den USA und Kanada erreichten rund 153,5 Millionen Dollar, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.


