
PSG erhält nach Beschwerde über zu kleine Anlage zusätzliche Umkleidekabine beim Super Cup
Die UEFA hat Paris Saint-Germain eine zusätzliche Schiedsrichterkabine in der Red Bull Arena in Salzburg zugewiesen, nachdem sich der Club darüber beschwert hatte, dass der zugewiesene Gästeraum für das Supercup-Spiel am Mittwoch gegen Aston Villa zu klein sei.
Streit um Umkleidekabine beigelegt
Paris Saint-Germain, der amtierende Champions-League-Sieger, wurde für den UEFA Super Cup am Mittwoch gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa die Gästekabine in der Red Bull Arena in Salzburg zugewiesen. Aston Villa, trainiert von Unai Emery, bekam die größere Heimkabine von Red Bull Salzburg. In einem Vorbereitungstreffen am Montag teilten PSG-Funktionäre der UEFA mit, dass sie mit dieser Regelung unzufrieden seien, da ihnen der zugewiesene Platz zu klein sei. Quellen sagten der BBC, dass der französische Club die gleiche Kabinengröße wie Villa haben wollte und darauf hinwies, dass man als amtierender Super-Cup-Sieger (nach einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Tottenham Hotspur im letzten Jahr) Anspruch darauf habe.
Die UEFA löste das Problem, indem sie PSG eine zusätzliche Kabine zuwies, die normalerweise von Schiedsrichtern genutzt wird, wodurch sie zusätzlichen Platz in vergleichbarer Größe wie Villa erhielten. Es wurden keine Offiziellen umgesetzt, um Luis Enriques Team zu beherbergen.
PSGs Kader und die Reise nach Salzburg
PSG reiste mit einem 20-köpfigen Kader nach Österreich, darunter Vitinha, Bradley Barcola und Lucas Digne, der am Sonntag von Aston Villa zu PSG gewechselt war. Dignes Wechsel verleiht dem Spiel eine zusätzliche Note, da er nur Tage nach seinem Seitenwechsel auf seinen ehemaligen Club treffen könnte. Luis Enriques Team qualifizierte sich für den Supercup durch einen Sieg gegen Arsenal im Champions-League-Finale im Mai.
Aston Villas erster Supercup seit 1982
Aston Villa tritt zum ersten Mal seit 1982 im Europäischen Supercup an, als Tony Bartons Mannschaft Barcelona im Januar 1983 mit 3:0 im Villa Park besiegte. Villa sicherte sich in diesem Jahr die Teilnahme durch den Gewinn des Europa-League-Finales gegen Freiburg im Mai, das als erster europäischer Titel seit 44 Jahren bezeichnet wurde.
- PSG schlägt Arsenal im Champions-League-Finale; Aston Villa schlägt Freiburg im Europa-League-Finale
- Lucas Digne wechselt von Aston Villa zu PSG
- PSG-Funktionäre beschweren sich bei UEFA-Treffen über zu kleine Umkleide
- UEFA-Supercup-Spiel in der Red Bull Arena, Salzburg
Villas Kader im Wandel
Villa reist mit erheblichen Veränderungen im Vergleich zum Kader, der in Istanbul gewann, nach Salzburg. Youri Tielemans, der gegen Freiburg die Führung erzielte, hat den Club nach Auslösung seiner 35-Millionen-Pfund-Ausstiegsklausel in Richtung Manchester United verlassen. Morgan Rogers, der nach seinem dritten Tor zum Spieler des Turniers ernannt wurde, wurde für 117 Mio. £ an Chelsea verkauft, eine Rekordablöse für einen britischen Spieler.
- Tielemans (zu Man United)
- 35 Mio. £
- Rogers (zu Chelsea)
- 117 Mio. £
John McGinn, der im Mai die Trophäe in die Höhe stemmte, ist für den Supercup fraglich. Jadon Sancho und Douglas Luiz, beide in der letzten Saison ausgeliehen, sind gegangen. Amadou Onana ist verletzt. Der von Freiburg verpflichtete Johan Manzambi wird aufgrund einer Verletzung nicht debütieren. Boubacar Kamara, der seit Januar ausfällt, ist wieder im Rennen. Villa hat zudem João Gomes von den Wolves und João Palhinha ins Auge gefasst und sucht möglicherweise einen neuen Linksverteidiger, eventuell Matteo Ruggeri von Atletico Madrid. Die alljährliche Frage, ob Emi Martinez gehen wird, bleibt unbeantwortet.
Finanzieller Kontext
Auch abseits des Platzes setzt Villa sein finanzielles Taktieren fort. Der Club wurde von der UEFA mit einer Geldstrafe von 22,5 Mio. € belegt, weil er gegen die Regeln zur Kostendeckelung im Kader verstoßen hatte; zwei Drittel der Strafe sind zur Bewährung ausgesetzt. Rogers' Verkauf für 117 Mio. £ sollte helfen, die finanziellen Sorgen zu mildern. Trotz der Umwälzungen könnte Villa innerhalb eines Jahres zwei europäische Titel gewinnen.


