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Kurz gefasst

  • Die japanische Wetterbehörde (JMA) gab am 10. Juni als erste große Wetterorganisation offiziell den Beginn von El Niño bekannt.

  • Die NOAA schätzt die Wahrscheinlichkeit auf 82 %, die WMO sieht eine Wahrscheinlichkeit von 80 % bis August, und die Copernicus-Modelle deuten auf eine moderate bis starke oder möglicherweise beispiellose Episode hin.

  • Abgeschwächte Passatwinde, sich verlagernde Niederschlagsmuster und drei benannte Pazifikstürme innerhalb von zehn Tagen zeigen, dass die Atmosphäre bereits auf die Ozeanerwärmung reagiert.

  • El Niño bringt typischerweise Dürre in Teile Mittelamerikas, Asiens, Afrikas und Australiens, während das Überschwemmungsrisiko im Süden der USA und in Südamerika steigt.

  • Seit den 1950er Jahren wurden nur vier vergleichbare Ereignisse aufgezeichnet; frühere Episoden verursachten wirtschaftliche Schäden in Billionenhöhe und extreme Ernteausfälle.

Wie es dazu kam
  1. 8.06.Tropensturm Boris erreicht die Pazifikküste Mexikos
  2. 10.06.Japanische Wetterbehörde erklärt offiziell den Beginn von El Niño
  3. 12.06.NOAA wird voraussichtlich aktualisierte El-Niño-Vorhersage veröffentlichen

Eine Erklärung und sich verdichtende Vorhersagen

Die japanische Wetterbehörde (JMA) erklärte am 10. Juni offiziell das Vorliegen von El-Niño-Bedingungen und ist damit die erste große Wetterorganisation, die dies tut. Die NOAA schätzte die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des Ereignisses in diesem Monat zuvor auf 82 %; eine aktualisierte Vorhersage wird für Donnerstag erwartet. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) sieht eine Wahrscheinlichkeit von 80 % zwischen Juni und August und mindestens 90 % dafür, dass die Episode bis November anhält. Copernicus-Direktor Carlo Buontempo erklärte, dass alle Modelle ihre Vorhersagen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juni nach oben korrigiert hätten und die Wahrscheinlichkeiten auf ein moderates bis starkes oder möglicherweise beispielloses Ereignis hindeuten.

„Vom 1. Mai bis zum 1. Juni haben alle Modelle ihre Vorhersagen nach oben korrigiert. Die Wahrscheinlichkeiten sprechen stark für eine moderate bis starke Episode, oder wahrscheinlich stark bis möglicherweise beispiellos zu diesem Zeitpunkt.“

Carlo Buontempo, Direktor des Copernicus-Klimawandeldienstes

„Die Welt muss dies als dringende Klimawarnung betrachten, die es ist. El-Niño-Bedingungen werden Öl ins Feuer einer sich erwärmenden Welt gießen.“

António Guterres, Generalsekretär

Was den Alarm auslöst

Das entscheidende Signal ist eine ungewöhnliche Erwärmung der Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik. Die NOAA verlangt, dass die Niño-3.4-Temperaturen für fünf überlappende Dreimonatszeiträume mindestens 0,5 °C über dem Durchschnitt liegen, bevor sie offiziell El Niño erklärt – ein Schwellenwert, der in den USA noch nicht erreicht ist. Aber die atmosphärischen Anzeichen stimmen bereits überein: abgeschwächte Passatwinde, Verschiebungen bei Niederschlag und Bewölkung sowie eine erhöhte Aktivität tropischer Stürme im östlichen Pazifik, wo sich innerhalb von nur zehn Tagen drei benannte Stürme gebildet haben. Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) prognostiziert Temperaturanstiege von 2,5 °C bis 4 °C in der Schlüsselregion, weit über dem Schwellenwert von 2 °C, der einen „Super-El Niño“ definiert. Paul Roundy von der State University of New York in Albany sagte, es bestehe „ein echtes Potenzial für das stärkste El-Niño-Ereignis seit 140 Jahren“.

Wie die Welt betroffen sein könnte

El Niño verändert das globale Wetter, indem es die atmosphärische Zirkulation verändert. In Teilen Mittelamerikas, Asiens, Afrikas und Australiens steigt das Dürrerisiko, was Landwirtschaft, Wasserkraft und Trinkwasser bedroht. In Honduras schätzen die Behörden, dass etwa 75 Gemeinden von schwerer Dürre betroffen sein könnten, und die Hauptstadt Tegucigalpa hat bereits einen Wassernotstand ausgerufen. Umgekehrt sind andere Regionen, darunter der Süden der USA und Teile Südamerikas, von erhöhter Überschwemmungsgefahr bedroht. Das Phänomen heizt auch Hitzewellen und extreme Temperaturen an; das letzte El-Niño-Ereignis 2023–2024 trug dazu bei, dass diese Jahre die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen wurden. Die wirtschaftlichen Kosten früherer starker Ereignisse beliefen sich auf Billionen Dollar, und das aktuelle Ereignis, das sich in einem bereits durch menschliche Aktivitäten erwärmten Klima abspielt, birgt die Gefahr, die Extreme noch weiter zu verstärken.

Seltenes Ereignis, erhöhte Vorsicht

Super-El-Niños sind selten; Experten verzeichnen seit den 1950er Jahren nur vier vergleichbare Episoden, etwa eine alle 10 bis 15 Jahre. Die bisherigen Referenzereignisse von 1982–1983, 1997–1998 und 2015–2016 brachten jeweils verheerende Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfälle mit sich. Der belgische Klimatologe Wim Thiery warnt davor, dass der genaue Verlauf weiterhin unsicher sei, räumt aber das erhöhte Risiko ein. Die Weltorganisation für Meteorologie betont, dass selbst natürliche Schwankungen nun mit einer wärmeren Basislinie aufgrund von Treibhausgasemissionen interagieren, was die Folgen noch schwerwiegender macht.

In diesem Text

  1. 1Eine Erklärung und sich verdichtende VorhersagenEine Erklärung und sich verdichtende Vorhersagen
  2. 2Was den Alarm auslöstWas den Alarm auslöst
  3. 3Wie die Welt betroffen sein könnteWie die Welt betroffen sein könnte
  4. 4Seltenes Ereignis, erhöhte VorsichtSeltenes Ereignis, erhöhte Vorsicht

Auf Grundlage von Berichten von

Gizmodo, BFMTV, Le Figaro.fr, 7sur7, Deutsche Welle, Blick.ch, RTBF, Bloomberg Business

Liste der Quellen
Tokio
Tokio
Tokio, Genf, Tegucigalpa · Japan, Schweiz, Honduras

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Quellen und Kontext

  • Gizmodoam 10.06. um 17:16Japan Calls It: The Dreaded El Niño Has Arrived
  • BFMTVam 10.06. um 16:45El Niño: l'institut Copernicus avertit de la probabilité en hausse d'un épisode très fort cette année
  • Le Figaro.fram 10.06. um 16:24Climat : probabilité en hausse d'un épisode très fort d'El Niño, avertit l'institut Copernicus
  • 7sur7am 10.06. um 15:51Un "super El Niño" se profile: quelles conséquences pour le monde et la Belgique?
Carlo Buontempo
Direktor des Copernicus-Klimawandeldienstes
António Guterres
Generalsekretär der Vereinten Nationen
Paul Roundy
Professor für Atmosphären- und Umweltwissenschaften an der State University of New York in Albany
Gavin Schmidt
Direktor des NASA Goddard Institute for Space Studies
David Dehenauw
Meteorologe und Forscher am Königlichen Meteorologischen Institut von Belgien
Martijn Peters
Wissenschaftlicher Experte zu den Auswirkungen von El Niño
Wim Thiery
Klimatologe an der Vrije Universiteit Brussel
Alan Gerard
Ehemaliger NOAA-Meteorologe

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Veröffentlicht am 11.06. um 04:08.

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Klima · Tokio, Genf und Tegucigalpa

Japan erklärt Beginn von El Niño – Wetterdienste weltweit warnen vor stärkstem Ereignis seit über 100 Jahren

Die japanische Wetterbehörde hat als erste offiziell die Rückkehr von El Niño erklärt, während andere Wetterdienste warnen, dass es sich zum stärksten derartigen Ereignis seit über 100 Jahren entwickeln könnte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Gizmodo, BFMTV, Le Figaro.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht am 11.06. um 04:08.

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