Zweite Suchphase nach polnischen UPA-Opfern in Puzniki endet ohne Auffindung eines Massengrabes
Polens Kulturministerin gab am Freitag bekannt, dass die jüngste Suche nach Opfern der Ukrainischen Aufständischen Armee in Puzniki kein zweites Massengrab gefunden hat; eine weitere Suchrunde ist für August geplant.
Suchergebnisse in Puzniki
Die zweite Phase der Durchsuchungen durch die Stiftung für Freiheit und Demokratie und die Pommersche Medizinische Universität endete diese Woche in Puzniki, Oblast Ternopil. Es wurde kein zweites Massengrab gefunden, berichtete Kulturministerin Marta Cienkowska am Freitag.
Sie betonte, dass die Arbeit Geduld und Entschlossenheit erfordere und die Suche im August an einer anderen Stelle in Puzniki wieder aufgenommen werde.Dieses Mal wurde das zweite Massengrab der Opfer nicht gefunden. Es sind schwierige Nachrichten, aber sie ändern nichts an unserem Ziel.
Historischer Kontext
Die Opfer gehören zu den geschätzten 40.000 bis 100.000 Polen, die von der Organisation Ukrainischer Nationalisten und der Ukrainischen Aufständischen Armee während der Massaker in Wolhynien getötet wurden, die das Institut für Nationales Gedenken als Völkermord beschrieb. Die Durchsuchungen zielen auf einen Friedhof im heute verschwundenen Dorf. Im September 2025 wurden die Überreste von 43 Opfern exhumiert und feierlich bestattet. Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass ein zweites Grab etwa 90 Personen enthalten könnte.
- Polen und die Ukraine unterzeichnen ein Abkommen zur Aufhebung des Moratoriums für Exhumierungen polnischer Opfer.
- Die Überreste von 43 Opfern aus Puzniki werden würdevoll bestattet.
- Die zweite Suchphase beginnt in Puzniki.
- Die zweite Phase endet; kein zweites Massengrab entdeckt.
- Weitere Durchsuchungen in Puzniki angekündigt.
- Exhumierungen werden voraussichtlich in Huta Pieniacka stattfinden.
Parallelarbeit in Huta Pieniacka
Separat dazu endeten letzte Woche die Durchsuchungen im ehemaligen Dorf Huta Pieniacka in der Oblast Lwiw. Die Expedition identifizierte Stätten, an denen etwa 100 Opfer begraben sein könnten. Exhumierungen dort werden voraussichtlich im Jahr 2027 stattfinden.
Regierungsunterstützung und diplomatischer Hintergrund
Die Bemühungen werden vom Kulturministerium und dem Institut für Nationales Gedenken unterstützt. Die Ukraine verhängte 2017 ein Verbot von Durchsuchungen und Exhumierungen polnischer Opfer, aber Polen und die Ukraine unterzeichneten im November 2024 ein Moratorium, das die Arbeiten ermöglichte.
Jedes Opfer verdient es, gefunden, benannt und würdevoll bestattet zu werden. Wir werden nicht aufhören zu suchen.


