
30-minütiger Sturm legt Athener Vorortbahn und Straßenbahn lahm, Teilerholung bis 20:06 Uhr
Ein 30-minütiger Sommerregen am 24. Juli verursachte Stromausfälle, die alle Dienste der Athener Vorortbahn zum Stillstand brachten und eine Straßenbahnlinie im Piräus beschädigten, nachdem ein Gerüst auf die Oberleitungen gestürzt war.
Sturm trifft Attika
Ein plötzlicher Sommersturm fegte am Nachmittag des 24. Juli 2026 über die Region Attika hinweg und entlud sich in einem konzentrierten 30-minütigen Schub mit heftigen Regenfällen und Hunderten von Blitzeinschlägen. Das Unwetter unterbrach sofort die Stromversorgung kritischer Verkehrsinfrastruktur. Hellenic Train, der Betreiber der Athener Vorortbahn (Proastiakos), gab bekannt, dass der gesamte Schienenverkehr und die Elektrifizierung im Netz aufgrund wetterbedingter Stromprobleme unterbrochen seien. Der Regen, wenn auch kurz, war intensiv genug, um den öffentlichen Nahverkehr der Stadt lahmzulegen.
Aufgrund von Stromversorgungsproblemen, die durch das schwere Unwetter verursacht wurden, sind der Schienenverkehr und die Stromversorgung im Netz der Athener Vorortbahn unterbrochen.
Proastiakos-Netz lahmgelegt
Der Proastiakos, der das Zentrum Athens mit seinen Vororten und dem Flughafen Eleftherios Venizelos verbindet, kam vollständig zum Erliegen. Jede Strecke war betroffen, die Fahrgäste sahen sich mit weitreichenden Verspätungen, Zugausfällen und Streckenänderungen konfrontiert. Der Betreiber erklärte, man stehe in ständigem Kontakt mit dem Infrastrukturbetreiber OSE (Griechische Eisenbahnorganisation), um die Dienste wiederherzustellen. Der Ausfall ereignete sich am späten Nachmittag, einer Hauptverkehrszeit für Pendler, obwohl keine offiziellen Fahrgastzahlen veröffentlicht wurden. Die Störung ließ viele Reisende stranden, insbesondere diejenigen, die zum oder vom Flughafen unterwegs waren.
Straßenbahnlinie durch Gerüsteinsturz unterbrochen
Im Piräus löste der Sturm einen separaten Vorfall aus, als ein Gerüst eines mehrstöckigen Gebäudes in der Grigoriou-Lambraki-Straße auf die Oberleitung des Straßenbahnnetzes stürzte. Der Aufprall verursachte erhebliche Schäden an der Elektrifizierungsanlage und erzwang eine sofortige Einstellung des Straßenbahnbetriebs in dem Gebiet. Die Straßenbahnlinie 7, die normalerweise vom Piräus nach Voula verkehrt, wurde daraufhin nur noch auf dem verkürzten Abschnitt zwischen Asklepieio Voulas und dem SEF (Friedens- und Freundschaftsstadion) betrieben, sodass der Piräus-Ende ohne Anbindung blieb. Der Gerüsteinsturz wurde direkt auf die schweren Wetterbedingungen zurückgeführt.
Teilerholung um 20:06 Uhr
Die Bemühungen, das Netz wieder in Betrieb zu nehmen, zeigten um 20:06 Uhr Ortszeit erste Erfolge, als die OSE bekannt gab, dass die Stromversorgung und der Schienenverkehr auf dem Abschnitt Ano Liosia–Flughafen–Ano Liosia wiederhergestellt seien. Damit war die wichtige Flughafenanbindung wiederhergestellt, andere Teile des Proastiakos blieben jedoch beeinträchtigt. Hellenic Train warnte, dass es weiterhin zu Verspätungen kommen werde, während die Arbeiten zur vollständigen Normalisierung des Netzes fortgesetzt würden. Das Unternehmen erklärte, es stehe in ständigem Kontakt mit der OSE, um die verbleibenden Probleme zu lösen.
Um 20:06 Uhr wurden die Stromversorgung und der Schienenverkehr auf dem Abschnitt Ano Liosia - Flughafen - Ano Liosia wiederhergestellt.
- 30-minütiger Sturm mit starkem Regen und Hunderten von Blitzeinschlägen trifft Attika.
- Alle Dienste der Athener Vorortbahn aufgrund von Stromversorgungsproblemen eingestellt.
- Gerüst stürzt auf Straßenbahnoberleitung im Piräus und beschädigt Linie 7.
- Strom und Schienenverkehr auf dem Abschnitt Ano Liosia–Flughafen wiederhergestellt.
- Andere Proastiakos-Abschnitte weiterhin gestört; Verspätungen dauern bis in den Abend an.
Fortlaufende Erholung und keine Verletzten
Nach den neuesten Informationen stand Hellenic Train weiterhin in engem Kontakt mit der OSE, um die Wiederherstellung der Vorortbahn abzuschließen. Es wurden weder durch die Stromausfälle noch durch den Gerüsteinsturz Verletzte gemeldet. Der Vorfall verdeutlichte, wie selbst ein kurzer Sommerregen die Schieneninfrastruktur Athens lahmlegen kann: Ein 30-minütiger Sturm reichte aus, um wichtige Verkehrslinien zu stoppen und Oberleitungen zu beschädigen. Pendlern wurde geraten, bis in den Abend hinein mit Restverspätungen zu rechnen.


