
Portugal steht am Sonntag unter Gewitterwarnungen, Hagel und extremer Brandgefahr: 12 Bezirke in Gelbwarnung
Zwölf Bezirke auf dem portugiesischen Festland stehen am Sonntag unter gelben Wetterwarnungen wegen heftiger Schauer, Gewitter und möglichem Hagel, während 26 Gemeinden trotz des Regens maximale Waldbrandgefahr haben.
Warnungen im ganzen Land
Das portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) hat zwölf Bezirke aufgrund von Vorhersagen von Schauern und Gewittern unter gelbe Warnung gestellt, die niedrigste einer dreistufigen Skala. Im Norden sind Porto, Viana do Castelo, Aveiro und Braga bis 9:00 Uhr morgens unter Alarm. Weiter im Landesinneren bleiben Bragança, Viseu, Guarda, Vila Real, Castelo Branco (seit 3:09 Uhr), Santarém, Coimbra und Portalegre (seit Mittag) bis 21:00 Uhr unter Warnung. Die Warnungen weisen auf ein Risiko für wetterabhängige Aktivitäten hin.
Nächtliche Stürme und seltener Küstennebel
Gewitter haben in der Nacht bereits mehrere Orte im Norden und in der Mitte getroffen. Bilder in sozialen Medien zeigen Blitze in Bragança und Guarda, und um Mirandela fiel Hagel. IPMA-Meteorologin Paula Leitão beschrieb die Situation als ungewöhnlich.
Der Tag begann mit vielen Gewittern; an einigen Orten wurden starke Niederschläge verzeichnet, aber an den meisten Stellen, wo es donnerte, regnete es nicht einmal. Tatsächlich befinden wir uns heute in einer sehr ungewöhnlichen Situation, mit tiefen Wolken und Nebel über großen Teilen der Küste, einschließlich der südlichen Region – die Algarve hat eine Schicht tiefer Wolken und gleichzeitig treten Gewitter auf, und das ist sehr selten.
Brandgefahr trotz Regengüssen anhaltend
Trotz des unbeständigen Wetters bleibt das Risiko von Waldbränden erhöht. Die IPMA stuft 26 Gemeinden in neun Bezirken – darunter Bragança, Viseu, Castelo Branco, Coimbra, Leiria, Santarém, Portalegre, Évora und Beja – weiterhin als maximale Brandgefahr ein, und mehrere andere als sehr hohes Risiko. Die Gefahrenstufe, die aus Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und 24-Stunden-Niederschlag berechnet wird, zeigt immer noch an, dass jede Zündung sich schnell ausbreiten könnte. Die Behörden fordern die Öffentlichkeit auf, jede Aktivität zu vermeiden, die in ländlichen Gebieten ein Feuer auslösen könnte.
Tagesvorhersage und Temperaturspanne
Am Nachmittag wird die Wechselwirkung zwischen heißer Bodenluft und einem kalten Höhentief weitere Schauer, Gewitter und möglichen Hagel hervorbringen, insbesondere im Norden und in der Mitte. Böige Winde können die Gewitterzellen begleiten. Die Höchsttemperaturen werden zwischen 23 Grad Celsius in Sines und 31 Grad in Évora variieren, mit einem leichten Rückgang an der Westküste.
- Bragança, Viseu, Guarda, Vila Real, Castelo Branco: Warnung beginnt für Schauer und Gewitter
- Porto, Viana do Castelo, Aveiro, Braga: Warnungen enden
- Santarém, Coimbra, Portalegre: Warnungen beginnen
- Alle verbleibenden acht Bezirke: Warnungen laufen aus
Ausblick für die kommende Woche
Die Instabilität wird voraussichtlich ab Montag allmählich abnehmen. Die IPMA warnt jedoch, dass die für die Ausbreitung von Waldbränden günstigen Bedingungen in mehreren Regionen anhalten werden, sodass die Gefahr auch nach dem Abzug der Gewitter hoch bleibt.


