
Vier Säuglingsskelette und verwesendes Neugeborenes in Kartons in Orange, Frankreich gefunden; Mordermittlung eingeleitet
Eine 32-jährige Frau brachte am Sonntag zu Hause ein Kind zur Welt, bevor ihr Partner, der spät von der Schwangerschaft erfuhr, die Wohnung durchsuchte und in Kartons etwas fand, das wie menschliche Überreste aussah. Ein Rechtsmediziner bestätigte, dass die Knochen und der verwesende Körper zu fünf Neugeborenen gehörten, und die Behörden leiteten ein Mordermittlungsverfahren ein.
Die Entdeckung
Am Montag, dem 27. Juli, begann der 32-jährige Vater, verzweifelt, nachdem er wieder einmal sehr spät von der Schwangerschaft seiner Partnerin erfahren hatte, ihre Wohnung im historischen Zentrum von Orange in Südfrankreich zu durchsuchen. Sie hatte am Tag zuvor (Sonntag, 26. Juli) zu Hause ein gesundes Baby zur Welt gebracht und wurde ins Krankenhaus gebracht. Laut Le Parisien war dies das dritte Mal, dass sie eine Schwangerschaft verleugnet hatte. Der Mann fand in Kartons gelagerte, wie menschliche Überreste aussehende Gegenstände. Er alarmierte das Krankenhaus in Orange, das die Staatsanwaltschaft informierte.
Polizeidurchsuchung und rechtsmedizinische Erkenntnisse
Die Polizei durchsuchte die Wohnung im zweiten Stock am Montagabend. Ein zum Tatort entsandter Rechtsmediziner stellte fest, dass die Entdeckung aus den Knochen von vier Säuglingen und dem verwesenden Körper eines fünften Neugeborenen bestand. Für den verwesenden Körper wurde eine Autopsie angeordnet, und die Knochen werden zur anthropologischen Analyse geschickt. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Mordermittlungsverfahren ein.
- Frau bringt zu Hause ein gesundes Baby zur Welt
- Partner entdeckt menschliche Überreste in Kartons nach Durchsuchung der Wohnung
- Spezialeinheit der Polizei durchsucht die Wohnung; ein Nachbar berichtete, dass die Beamten gegen 23 Uhr noch dort waren
- Staatsanwalt gibt Mordermittlung bekannt und ordnet Autopsien an
Familiensituation und Kindeswohl
Die ebenfalls 32-jährige Mutter bleibt im Krankenhaus und wurde noch nicht von den Ermittlern befragt. Ihr Partner sagte der Polizei, er habe nichts von möglichen Schwangerschaften seiner Partnerin gewusst und wurde freigelassen. Das Paar hat bereits zwei Kinder: Einige Berichte geben ihr Alter mit 8 und 9 Jahren an, während Franceinfo und El País sie mit 8 und 12 Jahren zitieren. Sie wohnen im zweiten Stock eines alten Gebäudes in der Nähe des Theaters von Orange, und am Dienstag war die Wohnungstür mit rotem Klebeband versiegelt. Die Kinderschutzbehörden wurden gerufen, um die Situation dieser Kinder dringend zu beurteilen, und für das Neugeborene wurde eine vorläufige Inobhutnahme angeordnet. Ein Nachbar sagte der AFP, die Mutter hole die Kinder mittags von der Schule ab, und der Vater scheine den ganzen Tag bei der Arbeit zu sein.
Expertenmeinung zur Schwangerschaftsverleugnung
Bei der Schwangerschaftsverleugnung ist die Frau allein auf der Welt, weil sie diese Schwangerschaft verbirgt, die sie nicht will. Ich würde sogar sagen, dass es bei Schwangerschaftsverleugnung keinen anderen Ausgang gibt als Kindstötung. Und diese Art von psychischer Blindheit ist ansteckend. Das heißt, es ist sehr oft schwer zu glauben, dass der Partner nichts gewusst haben könnte. Aber das ist oft der Fall, ich würde sagen, in der Mehrheit der Fälle.
Jüngste Kindstötungsfälle in Frankreich
Frankreich hat mehrere prominente Kindstötungsfälle erlebt. Im Jahr 2015 wurde Dominique Cottrez zu neun Jahren Haft verurteilt, weil sie acht Neugeborene getötet hatte; das Gericht stellte fest, dass ihre Urteilsfähigkeit eingeschränkt war. 2018 erhielt eine Frau eine achtjährige Haftstrafe, weil sie fünf Neugeborene ertränkt und ihre Leichen eingefroren hatte. Im März 2026 wurde eine 44-jährige Frau zu 25 Jahren Haft verurteilt wegen des Todes von zwei in einem Gefrierschrank gefundenen Neugeborenen. Der aktuelle Fall in Orange wird mit diesen Präzedenzfällen verglichen.

