Klima · Faro, Loulé und Portimão

Algarve-Abfallstudie in elf Monaten fertig – Ministerin verspricht keine negativen Auswirkungen

Portugals Umweltministerin hat erklärt, die nach einer elfmonatigen Studie ausgewählte Option für die Abfallbehandlung an der Algarve werde negative Auswirkungen auf Anwohner und Besucher vermeiden. Die beiden Deponien der Region, in Portimão und Loulé, stehen kurz vor der Erschöpfung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto und SAPO. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Faro, Loulé, Portimão · Portugal

Vertrag in Faro unterzeichnet

Portugals Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, erklärte am 30. Oktober 2026, die Lösung für die Abfallbehandlung an der Algarve werde keine negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Sie sprach in Faro am Rande der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags für eine Studie mit dem Titel „Technische Lösungen für die Behandlung der Restfraktion in der Region Algarve“. Der Vertrag verbindet die Portugiesische Umweltagentur (APA) mit der Fakultät für Naturwissenschaften und Technologie der Universität NOVA Lissabon und wurde am Sitz der interkommunalen Gemeinschaft der Algarve (AMAL) unterzeichnet. Die Studie läuft elf Monate, wird von der Universität NOVA Lissabon koordiniert und stützt sich auf die Universitäten der Algarve und Aveiro. Die Ministerin beschrieb die Restfraktion als den Abfall, der nicht vermieden, getrennt, recycelt oder wiederverwendet werden kann, und sagte, die verfügbaren Optionen seien begrenzt.

„Es wird immer die Lösung sein, die keine negativen Auswirkungen auf die Menschen hat, die hier leben und hier zu Besuch kommen.“

Maria da Graça Carvalho, Portugals Ministerin für Umwelt und Energie

Druck auf die Region

Nach Zahlen, die bei der Vorstellung der Studie präsentiert wurden, produziert die Algarve 2,06 Kilogramm Abfall pro Einwohner und Tag, gegenüber einem Landesdurchschnitt von 1,35. Die Ministerin brachte den hohen Wert mit dem Touristendruck und der schwankenden Bevölkerungszahl in Verbindung. Algar, das Unternehmen, das die Abfälle in der Region verwaltet und behandelt, verarbeitet jährlich mehr als 400.000 Tonnen Siedlungsabfall. Die Angabe zur Deponierung unterscheidet sich je nach Quelle: Der Umweltverband ZERO nannte 85 %, ein anderer Bericht mehr als 80 %. Die beiden Deponien der Region, in Portimão und Loulé, stehen kurz vor der Erschöpfung, obwohl für jede eine neue Zelle geplant ist. Portugal deponiert derzeit 54 % seiner Abfälle, gegenüber einem Ziel der Europäischen Union von 10 % für 2035.

Abfallaufkommen pro Einwohner und Tag an der Algarve und im Landesdurchschnittkg
Algarve
2.06 kg
Landesdurchschnitt
1.35 kg

Daten aus dem Artikeltext

Die Optionen auf dem Tisch

Die Ministerin sagte, die Restfraktion könne durch Verbrennung, mechanisch-biologische Behandlung, die ZERO vorgeschlagen hat, oder Umwandlung in Energie behandelt werden. Auf die Frage, ob die Verbrennung, die sie im August angeregt hatte, noch die Hauptoption sei, verwies sie auf die Studie. Sie versprach, eine Entscheidung zu treffen, sobald die Studie abgeschlossen ist. Die Studie wird somit zwischen Optionen entscheiden, die von der Regierung selbst noch nicht mit Kosten beziffert wurden, und der Zeitpunkt der Entscheidung hängt von der elfmonatigen Arbeit ab.

ZEROs Vorschlag und die Kostenschätzungen

ZERO erklärte, sie habe ein Schreiben der Ministerin erhalten, in dem bestätigt werde, dass die Studie unter anderem ihren Vorschlag zur mechanisch-biologischen Behandlung prüfen werde, und begrüßte diesen Schritt. Der Vorschlag sieht die Installation von zwei Anlagen zur mechanisch-biologischen Behandlung vor den beiden Deponien der Algarve in Loulé und Portimão vor, die sämtliche organischen Abfälle verarbeiten und einen Großteil der Wertstoffe sortieren können. ZERO zufolge würde dies etwa 70 % des unsortierten Abfalls schnell von der Deponie fernhalten. Der Verband schätzte, dass die Installation dieser Anlagen bis zu drei Jahre dauern könnte, während die Verbrennung mindestens sieben Jahre in Anspruch nehmen würde. Zudem erklärte er, seine Option könne mit Mitteln der Europäischen Union finanziert werden und würde nicht mehr als 150 Millionen Euro kosten. Die Verbrennung würde ohne Zugang zu europäischen Fördermitteln mindestens 300 Millionen Euro kosten, und der Betrag läge wegen der Vorgabe zur CO2-Abscheidung für neue Anlagen noch höher.

Von ZERO genannte Kostenschätzungen für die AbfallbehandlungsoptionenMio. Euro
Mechanisch-biologische Behandlung, höchstens
150 Mio. Euro
Verbrennung ohne EU-Förderung, mindestens
300 Mio. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Wie es weitergeht

Die Studie wird elf Monate dauern, und die Ministerin hat sich zu einer Entscheidung nach ihrem Abschluss verpflichtet. Bis dahin werden die beiden Deponien der Algarve weiterhin den Großteil des Abfalls der Region aufnehmen, wobei je nach Quelle mehr als 80 % oder 85 % direkt deponiert werden. Die für Portimão und Loulé geplanten neuen Zellen sollen zusätzliche Kapazität schaffen, während die Entscheidung fällt. ZEROs Vergleich von Zeitplänen und Kosten wird an den Ergebnissen der Studie gemessen werden, die auch die Beiträge der Universitäten der Algarve und Aveiros umfassen wird.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen