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Einzelsport·vor 3 Tagen

French Open Tag 2: Struff bezwingt Bublik in Hitzeschlacht, Siegemund verliert gegen Osaka – und kritisiert deren Modenschau

Jan-Lennard Struff gelang eine überraschende Sensation gegen den Top-Ten-Spieler Alexander Bublik, während Laura Siegemund nach ihrer Erstrunden-Niederlage Naomi Osakas aufwendiges Outfit auf dem Platz kritisierte.

Der zweite Tag der French Open in Roland Garros brachte eine große Überraschung im Herreneinzel und eine hitzige Debatte über Mode im Dameneinzel. Der deutsche Veteran Jan-Lennard Struff überstand glühende Temperaturen und einen Top-Ten-Gegner, während seine Landsfrau Laura Siegemund ihr Turnier mit einer knappen Niederlage beendete und eine Diskussion über Doppelstandards für Starspielerinnen auslöste.

Struffs Hitzeschlacht-Sieg

Jan-Lennard Struff feierte einen hart erkämpften Sieg über den Weltranglistenzehnten Alexander Bublik aus Kasachstan. Der 36-Jährige aus Warstein gewann eine zermürbende Partie von 3 Stunden und 10 Minuten mit 7:5, 6:7 (6:8), 6:4, 7:5 auf Court 14. Bei Temperaturen von über 35 Grad Celsius im Schatten jagte Struff jedem Ball hinterher und bewahrte trotz Rückschlägen die Nerven. In der zweiten Runde trifft er auf den Portugiesen Jaime Faria.

Ich bin glücklich. Es war ein hartes Match unter schwierigen Bedingungen, es war sehr warm. Die Unterstützung auf dem Platz war herausragend, es waren viele deutsche Fans da.

Eurosport-Experte Boris Becker lobte die Leistung des Davis-Cup-Spielers. Struff, der 2019 und 2021 in Paris das Achtelfinale erreicht hatte, war zuvor in Hamburg in der ersten Runde ausgeschieden und ohne großes Selbstvertrauen angereist. Er hatte Bublik bereits 2024 in der zweiten Runde in Paris deutlich geschlagen. Nach Alexander Zverev ist Struff der zweite Deutsche, der im Herrenfeld die erste Hürde genommen hat.

Es war höchste Zeit, dass er so einen Spieler schlägt. Er ist am Matchball wirklich cool geblieben.

Siegemunds Niederlage und Osakas Modenschau

Laura Siegemunds Hoffnungen auf eine Sensation gegen Naomi Osaka zerschlugen sich. Die 38-Jährige aus Metzingen unterlag der ehemaligen Weltranglistenersten mit 3:6, 6:7 (3:7) nach einem harten Kampf. Damit ist Siegemund zum dritten Mal in Folge bei Roland Garros an der ersten Hürde gescheitert. Die Weltranglisten-47. wird noch im Damendoppel und Mixed antreten.

Ich habe sie definitiv genervt, ich habe das gemacht, was ich gut kann. Habe ich heute mein bestes Tennis gespielt? Nein.

Siegemund spielte gut, vor allem im zweiten Satz, als sie mit erfolgreichen Stoppbällen Osakas Rhythmus störte. Die ehemalige Bundestrainerin Barbara Rittner bemerkte bei Eurosport, dass Siegemund „großartig gespielt und Osaka richtig genervt“ habe. Allerdings vergab Siegemund einen Satzball und verlor ihr Aufschlagspiel. Im Tiebreak war Osakas überlegene Qualität, insbesondere beim Aufschlag, entscheidend.

Die Mode-Kontroverse

Nach dem Match äußerte Siegemund deutlichen Unmut über Osakas aufwendiges Einlauf-Outfit. Osaka, bekannt für ihre extravaganten Outfits, erschien auf dem Court Suzanne-Lenglen in einer glitzernden schwarzen Robe, die sie ablegte, um ein goldglitzerndes Spielkleid zu enthüllen. Siegemund störte sich an der Zeit, die Osaka für den Wechsel benötigte, und wies darauf hin, dass die Grand-Slam-Turniere inzwischen jede Sekunde überwachen.

Sie kann sich immer noch eineinhalb Minuten Zeit zum Umziehen nehmen, und damit habe ich ein Problem. Das ist ein Beispiel dafür, dass größere Namen mal wieder anders behandelt werden.

Siegemund erklärte, die Mode an sich sei ihr gleichgültig; sie sei zum Tennisspielen gekommen, nicht zu einer Modenschau. Die 28-jährige Osaka hatte vor dem Turnier gesagt, sie lasse ihre Kleidung für sich sprechen, und fügte hinzu, dass sie als Kind die Outfits der Williams-Schwestern gerne gesehen habe.

Ihr wisst, wie der Eiffelturm nachts funkelt? Ich denke, ich sehe so ähnlich aus.

Weitere deutsche Hoffnungen

Daniel Altmaier, der dritte Deutsche, der am Dienstag im Einsatz war, sollte später am Tag den Weltranglistenfünften Félix Auger-Aliassime herausfordern. Der Kempener hatte kürzlich in Hamburg das Viertelfinale erreicht.

Schlüsselmomente: Struff vs. Bublik
  1. Match beginnt auf Court 14 bei Temperaturen über 35 °C.
  2. Struff gewinnt den ersten Satz mit 7:5.
  3. Bublik gewinnt den zweiten Satz im Tiebreak mit 7:6 (8:6).
  4. Struff erobert die Führung zurück und gewinnt den dritten Satz mit 6:4.
  5. Struff beendet das Match nach 3 Stunden und 10 Minuten mit 7:5 im vierten Satz.
Paris

8 Quellen

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