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Kurz gefasst

  • Feijóo sagte am 21. Oktober 2026, ein Hausbesetzer mit einem Pizza-Bon könne jahrelang nicht entfernt werden; Wohnungsbauministerin Isabel Rodríguez nannte das am 22. Oktober eine Falschmeldung.

  • Artikel 202 des Strafgesetzbuchs bestraft das Eindringen in die Wohnung eines anderen oder das Verweilen dort gegen den Willen des Bewohners mit sechs Monaten bis zwei Jahren Haft und bis zu vier Jahren bei Gewalt oder Einschüchterung.

  • Feijóo schlägt vor, Hausbesetzer müssten innerhalb von 48 Stunden gehen, falls die PP an die Regierung kommt – ein Plan, den er bei der Vorwahlkampfveranstaltung in Sevilla vorstellte.

  • Rodríguez sagt, die PP lehne eine Mehrwertsteuersenkung um 4 % auf geschützten Wohnraum (VPO) ab, eine Maßnahme aus Königlichen Dekretgesetzen, die im Kongress zur Abstimmung kamen und ausliefen.

SevillaBarcelona
Sevilla, Barcelona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 21.10.Feijóo erhebt die Pizza-Bon-Behauptung bei einer Vorwahlkampfveranstaltung in Sevilla
  2. 22.10.Wohnungsbauministerin Isabel Rodríguez nennt die Behauptung in Barcelona eine Lüge
  3. 29.11.Tag der Parlamentswahl

Feijóos Behauptung in Sevilla

Am Mittwoch, 21. Oktober 2026 erhob Alberto Núñez Feijóo, Vorsitzender der oppositionellen Volkspartei (PP), die Behauptung bei einer Veranstaltung im Vorwahlkampf in Sevilla. Er argumentierte, Immobilieneigentümer hätten Angst, weil ein Hausbesetzer, der mit einem Pizza-Bon in eine Wohnung eindringe, jahrelang nicht entfernt werden könne. Die Aussage verbreitete sich am selben Tag rasch in den sozialen Medien, und PP- und PSOE-Konten tauschten gegenseitig Lügenvorwürfe aus.

Bei derselben Veranstaltung sagte Feijóo, falls seine Partei an die Regierung komme, werde sie ein neues Gesetz verabschieden, das Hausbesetzer verpflichte, innerhalb von 48 Stunden zu gehen. Er verteidigte den Plan mit einem Satz, der zum Zentrum des Streits wurde:

„In 48 Stunden raus, egal was passiert.“

Alberto Núñez Feijóo, Vorsitzender

Was das Gesetz bereits sagt

Das Eindringen in die Wohnung eines anderen oder das Verweilen dort gegen den Willen des Bewohners ist die Straftat des allanamiento de morada nach Artikel 202 des Strafgesetzbuchs. EL PAÍS berichtet von einer Strafe von sechs Monaten bis zwei Jahren in der Grundform, die sich bei Gewalt oder Einschüchterung auf bis zu vier Jahre erhöht. Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass ein Ferienhaus als Wohnung gilt, wenn dort das Privatleben stattfindet, auch wenn niemand es das ganze Jahr über bewohnt.

Gebäude, die niemandes Wohnung sind, fallen unter usurpación, Artikel 245 des Strafgesetzbuchs. Nach einem Protokoll des Innenministeriums kann die Polizei in einem offenkundigen Fall sofort handeln, ohne auf eine gerichtliche Anordnung zu warten, muss aber die Fakten überprüfen. Ein Pizza-Bon allein genügt nicht, und eine bloße Eigentumsbehauptung ebenso wenig.

Pablo Feu, ein Anwalt für Wohnungsrecht, sagte eldiario.es, das Besetzen leerstehender Wohnungen sei seltener geworden, weil weniger Wohnungen leer stünden. Die meisten Fälle beträfen heute schutzbedürftige Menschen, die einen Mietvertrag unterschrieben hätten und die Miete nicht mehr zahlen könnten. eldiario.es berichtete zudem, das Schnellräumungsgesetz von 2018 habe es Behörden ermöglicht, Bewohner ohne gültigen Miettitel zu entfernen, was die Pizza-Bon-Taktik weniger nützlich gemacht und die Netzwerke zu gefälschten Mietverträgen gedrängt habe.

Die Darstellung der Plattform

Die Plataforma de Afectados por la Ocupación unter der Leitung von Ricardo Bravo stützte Feijóos Darstellung. Sie erklärte, Hausbesetzer nutzten Pizza- oder Lieferbelege, um zu zeigen, dass sie mehrere Tage in einer Immobilie gelebt hätten, was eine sofortige polizeiliche Räumung verzögern könne. Manche bezweifeln, wie wirksam die Methode ist, und die Berichterstattung zeigt kein Gerichtsurteil dazu.

Regierung kontert

Am Donnerstag, 22. Oktober, antwortete Wohnungsbauministerin Isabel Rodríguez in Barcelona, nannte die Behauptung eine Falschmeldung und beschuldigte Feijóo der Lüge:

„Das ist eine Lüge. Das ist sehr ernst.“

Isabel Rodríguez, Spaniens Ministerin für Wohnungswesen und Stadtagenda

Sie sagte, kein Gericht würde einen Pizza-Bon als Beweis akzeptieren, um eine Räumung im Zusammenhang mit Hausfriedensbruch oder Usurpation zu stoppen:

„Es gibt keine Gerichte, die einen Pizza-Bon als Beweis für irgendetwas akzeptieren.“

Isabel Rodríguez, Spaniens Ministerin für Wohnungswesen und Stadtagenda

Später sagte Rodríguez bei Catalunya Ràdio, die Behauptung zeige, dass Feijóo nicht erklären könne, warum die PP eine Mehrwertsteuersenkung um 4 % auf geschützten Wohnraum (VPO) ablehne – eine Maßnahme aus Königlichen Dekretgesetzen, die im Kongress zur Abstimmung kamen und ausliefen. Sie verwies zudem auf Steuererleichterungen für Mieter, die bis zu einer Monatsmiete pro Jahr sparen könnten, und auf Prämien für Eigentümer, die die Mieten senken.

Pedro Sánchez, Regierungspräsident, schaltete sich ein und zitierte eine Nachricht, die er vor 16 Jahren über das Pizzaessen mit Kollegen im Restaurant Luna Rossa gepostet hatte, das er heute als denkwürdig bezeichnet. Das X-Konto der PSOE scherzte, weder das Gesetz noch die Wohnungslösung funktioniere mit Pizza. Ester Muñoz antwortete auf diesen Seitenhieb mit einer scharfen Erwiderung.

Wie es weitergeht

Der Streit spielt sich im Vorwahlkampf vor der für den 29. November 2026 angesetzten Parlamentswahl ab. Beide Parteien haben sich in den sozialen Medien gegenseitig der Lüge beschuldigt, und die Berichterstattung zeigt keine Lösung des Dissenses über das Besetzungsrecht oder die wohnungspolitischen Steuermaßnahmen.

Weiter in der heutigen Ausgabe

Anschlag auf Flughafen Dammam: zwei Tote, USA beordern Personal abBei einem Anschlag auf den internationalen König-Fahd-Flughafen in Dammam sind am 21. Oktober zwei Menschen getötet und acht verletzt worden.Konflikte · vor 5 Min.
Heutiger Brief · 4 Min. zum AnhörenWitkoff drängt Putin, Ukraine-Gespräche neu zu startenLive · 5 ThemenEU-Kompromiss bei Auto-Emissionen

Quellen und Kontext

  • La Razónvor 1 Std.Ein Anwalt klärt auf, was passiert, wenn jemand mit einem Pizzabeleg dein Haus besetzt: „Der erste und zweite Wohnsitz sind dein Zuhause“Un abogado aclara qué pasa si alguien entra a okupar tu casa con un recibo de pizza: "La primera y la segunda residencia son tu morada" · Original auf Spanisch
  • LaSextavor 3 Std.Die Regierung greift Feijóo wegen des „Pizza-Besetzungs-Hoax“ an: „Es ist sehr ernst. Es gibt keine Gerichte, die einen Pizzabeleg als Beweis für irgendetwas akzeptieren“El Gobierno carga contra Feijóo por lanzar el "bulo de la pizza okupación": "Es muy grave. No hay tribunales que asuman un ticket de pizza como prueba de nada" · Original auf Spanisch
  • El Periódicovor 4 Std.Die Regierung verurteilt „den Hoax“ um den Pizzabeleg und die Besetzung, der von Feijóo verbreitet wurdeEl Gobierno denuncia 'el bulo' del ticket de la pizza y la okupación difundido por Feijóo · Original auf Spanisch
  • El Confidencialvor 5 Std.Das sagt das Gesetz über Hausbesetzungen in Spanien: Unterschiede zwischen Hausfriedensbruch und widerrechtlicher Aneignung, 'Express'-Räumungen und SchnellverfahrenEsto es lo que dice la ley sobre la okupación en España: diferencias entre allanamiento y usurpación, desalojos 'express' y juicios rápidos · Original auf Spanisch
Alberto Núñez Feijóo
Vorsitzender der oppositionellen Volkspartei (PP), der die Pizza-Bon-Behauptung aufstellte
Isabel Rodríguez
Spaniens Ministerin für Wohnungswesen und Stadtagenda, die die Behauptung eine Lüge nannte
Pedro Sánchez
Regierungspräsident, der sich mit einem alten Tweet über Pizza in den Streit einschaltete
Ricardo Bravo
Präsident und Sprecher der Plataforma de Afectados por la Ocupación
Ester Muñoz
Antwortete scharf auf den PSOE-Beitrag über Sánchez' Pizza-Tweet

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Veröffentlicht heute um 14:00.

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In diesem Text

  1. 1Feijóos Behauptung in SevillaFeijóos Behauptung in Sevilla
  2. 2Was das Gesetz bereits sagtWas das Gesetz bereits sagt
  3. 3Die Darstellung der PlattformDie Darstellung der Plattform
  4. 4Regierung kontertRegierung kontert
  5. 5Wie es weitergehtWie es weitergeht

Auf Grundlage von Berichten von

La Razón, LaSexta, El Periódico, El Confidencial, eldiario.es, EL PAÍS

Liste der Quellen

Wahlen · Sevilla und Barcelona

Regierung nennt Feijóos Pizza-Bon-Behauptung über Hausbesetzer eine Falschmeldung

Wohnungsbauministerin Isabel Rodríguez erklärte am Donnerstag, 22. Oktober, kein Gericht akzeptiere einen Pizza-Bon als Beweis – nachdem Alberto Núñez Feijóo behauptet hatte, Hausbesetzer könnten mit einem solchen Bon jahrelang nicht entfernt werden.

Sevilla
Barcelona

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, LaSexta, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 14:00.

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