
24 Verletzte bei Zusammenstoß zweier Straßenbahnen in Gelsenkirchen, drei in Lebensgefahr
Am Donnerstag sind in Gelsenkirchen zwei Straßenbahnen zusammengestoßen, als eine Linienstraßenbahn der Linie 302 in eine stehende Fahrschulstraßenbahn fuhr. Dabei wurden 24 Menschen verletzt, drei davon lebensgefährlich.
Zusammenstoß auf der Kurt-Schumacher-Straße
Am Donnerstag gegen 12:30 Uhr stießen zwei Straßenbahnen auf der Kurt-Schumacher-Straße im Stadtteil Beckhausen in Gelsenkirchen zusammen, einer stark befahrenen Straße in der Nähe der Veltins-Arena im Stadtzentrum. Nach Angaben der Polizei hatte eine Fahrschulstraßenbahn auf der offenen Strecke einige hundert Meter vor der Haltestelle Willy-Brandt-Allee auf dem Abschnitt zwischen den Haltestellen Veltins-Arena und Willy-Brandt-Allee gehalten. Eine voll besetzte Linienstraßenbahn der Linie 302 fuhr daraufhin ungebremst auf sie auf, wie erste Erkenntnisse des WDR zeigen. Ein Polizeisprecher sagte, die zweite Straßenbahn sei mit der „stehenden oder langsam fahrenden“ Straßenbahn kollidiert.
Der Grund, warum die Fahrschulstraßenbahn auf der offenen Strecke anhielt, bleibt unklar. Ein spezialisiertes Verkehrsunfallermittlungsteam der Polizei Bochum wurde zur Untersuchung des Tatorts angefordert. Zahlreiche Rettungswagen und die Feuerwehr waren im Einsatz, Verstärkung wurde aus Essen und Recklinghausen angefordert. Viele Rettungswagen waren am Ort des Geschehens im Einsatz und transportierten die Verletzten in umliegende Krankenhäuser. Mehrere andere Personen saßen am Straßenrand und wurden von Rettungskräften versorgt, wie die tagesschau berichtete.
Opferzahlen
Die Angaben zur Zahl der Verletzten variierten je nach Quelle und im Zeitverlauf. Die Polizei meldete zunächst bis zu 30 Verletzte, eine Zahl, die von mehreren Medien wie Focus und Süddeutsche Zeitung übernommen wurde. Später korrigierte die Polizei die Zahl nach unten auf 24, wie die Berliner Zeitung und die tagesschau berichteten. Die Feuerwehr listete insgesamt 24 Verletzte auf: drei mit lebensgefährlichen, sieben mit schweren und 14 mit leichten Verletzungen, so die WELT. Die FAZ berichtete von 25 Verletzten, sieben davon schwer und drei in Lebensgefahr, und wies darauf hin, dass die Polizei die ursprünglich genannte Zahl von 30 korrigiert hatte. Le Soir meldete etwa zwanzig Verletzte, drei davon schwer. Alle Verletzten wurden vor Ort erstversorgt und anschließend in Krankenhäuser gebracht.
- Lebensgefährlich
- 3 Personen
- Schwer
- 7 Personen
- Leicht
- 14 Personen
Bürgermeisterin besucht Unfallort
Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze besuchte die Unfallstelle und beschrieb ihre Reaktion auf die Schäden.
Ein absoluter Schockmoment, wenn man die Zerstörung in der Straßenbahn sieht.
Sie machte diese Bemerkung gegenüber dem WDR, nachdem sie die beschädigten Fahrzeuge vor Ort besichtigt hatte.
Verkehrsbeeinträchtigungen
Die Kurt-Schumacher-Straße war zwischen Emil-Zimmermann-Allee und Willy-Brandt-Allee in beide Richtungen für mehrere Stunden gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen sowohl im Straßen- als auch im Straßenbahnverkehr führte. Der Bereich um die Kurt-Schumacher-Straße blieb auch Stunden nach dem Unfall am Mittag gesperrt. Der Straßenbahnverkehr in der Gegend war in beide Richtungen vollständig unterbrochen. Gegen 16:00 Uhr wurde eine Fahrbahn in Richtung Gelsenkirchen-Buer wieder freigegeben, wobei die Berliner Zeitung die Wiedereröffnung auf etwa 16:10 Uhr datierte. Die Richtung zum Stadtzentrum blieb gesperrt, bis die schwer beschädigten Straßenbahnen geborgen werden konnten. Am frühen Abend wurde ein Feuerwehrkran angefordert, um die Wracks zu entfernen.
- Zwei Straßenbahnen kollidieren auf der Kurt-Schumacher-Straße in der Nähe der Veltins-Arena
- Eine Fahrbahn in Richtung Gelsenkirchen-Buer wird wieder geöffnet
- Feuerwehrkran angefordert, um beschädigte Straßenbahnen zu entfernen


